{"id":15601,"date":"2016-06-16T17:45:42","date_gmt":"2016-06-16T15:45:42","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=15601&#038;lang=de"},"modified":"2016-06-16T17:45:42","modified_gmt":"2016-06-16T15:45:42","slug":"above-and-beyond-the-automobile-metaphor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/technik-n-de\/technik\/above-and-beyond-the-automobile-metaphor.html","title":{"rendered":"Above and beyond the automobile metaphor"},"content":{"rendered":"<p><em>Die mechanischen Gemeinsamkeiten zwischen Automobil und Uhrmacherei schlagen eine Br\u00fccke zwischen beiden Welten. Ihre Beziehung ist eng sowie faszinierend und beschr\u00e4nkt sich nicht auf ein paar Lippenbekenntnis-Partnerschaften.<\/em><\/p>\n<p>Es gibt unz\u00e4hlige Co-Branding-Initiativen zwischen Uhren- und Automarken. Zwei Namen nebeneinander auf ein Banner zu kleben ist nicht schwer, doch die Verbundenheit zwischen beiden Welten ist tief verwurzelt. Die Gemeinsamkeiten betreffen \u00c4sthetik, Technik und Funktion, wobei einige Marken in allen drei Bereichen auftrumpfen, von Rebellion mit eigenem Rennstall ganz zu schweigen (<a href=\"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=15195&amp;lang=de\">siehe artikel<\/a>).<\/p>\n<h3>GRAFISCHE VERWEISE<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-15575\" src=\"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Chopard.jpg\" alt=\"Chopard\" width=\"275\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Chopard.jpg 507w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Chopard-222x300.jpg 222w\" sizes=\"(max-width: 275px) 100vw, 275px\" \/>Bestimmte Uhren sind wahre Auto-Metaphern, die von der Form bis zu spezifischen Bestandteilen reichen. Ziel ist es dabei, die Herzen der Autofans zu erobern. Die HM5 von MB&amp;F sieht einem Auto zum Verwechseln \u00e4hnlich und weist hinten sogar einen Auspuff auf. Angesichts der Jalousien der hinteren L\u00fcnette k\u00f6nnte man auf einen Lamborghini tippen. Parmigiani liess sich f\u00fcr die j\u00fcngste Concept Watch vom Design des neuen Bugatti Chiron inspirieren. Diese Inspirationsquellen k\u00f6nnen auch wie bei der felgenf\u00f6rmigen Schwungmasse in den Bentley-Kollektionen von Breitling diskretere Bestandteile betreffen. Mal ist es auch wie bei Chopard eine Vollendung, bei der horizontale Musterungen an die Motoren\u00e4sthetik erinnern. Meccaniche Veloci entwickelte sogar ein kolbenf\u00f6rmiges Geh\u00e4use und reizte die Analogie bis zum Lieblingsmotiv von Uhrmachern und Mechanikern aus: perlierte Oberfl\u00e4chen. Der ultimative und weitverbreitete Autolook macht auch vor Armaturenbrettern und ihren Drehzahlmessern mit unterschiedlichsten Formen und Details auf zahlreichen Zifferbl\u00e4ttern nicht Halt: kursive Ziffern, moderne Typografie, rote Zone zwischen 9000 und 12 000 Umdrehungen pro Minute \u2013 pardon \u2013 nat\u00fcrlich Stunde. Abgesehen von rein visuellen Gemeinsamkeiten h\u00e4lt auch der im Automobilrennsport omnipr\u00e4sente Werkstoff in der Uhrenwelt seinen Einzug: Karbonfasern f\u00fcr Zifferbl\u00e4tter, Geh\u00e4use und Armb\u00e4nder verbreiten sich wie ein Lauffeuer.<\/p>\n<h3>KOMPETENZ-SHARING<\/h3>\n<p>Chopard hat eine unausl\u00f6schliche Leidenschaft f\u00fcr Autorennen und nutzt viel mehr als nur visuelle \u00c4hnlichkeiten. Die L.U.C Engine One hat nicht nur eine Gangreserveanzeige, die an eine Tankanzeige erinnert, oder ein wie ein Motorblock markiertes Werk, sondern \u00fcbernimmt auch ein Bauprinzip: Die Silent Blocks, auf denen das Kaliber lagert, fungieren als Stossd\u00e4mpfer. Viele Technologien des Autosports sind heute in Uhrengeh\u00e4usen wiederzufinden. Nur wenige wissen jedoch, dass dies auch umgekehrt G\u00fcltigkeit hat. Die Idee der Kupplung wanderte vom Chronografen zum Getriebe, das wiederum auf dem R\u00e4derwerk gr\u00fcndet, das die Kr\u00e4fte f\u00fcr eine bessere Beschleunigung vervielfacht.<\/p>\n<h3>ALLES EINE FRAGE DER FUNKTION<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-15587 alignright\" src=\"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Audemas-Piguet.jpg\" alt=\"Audemars Piguet\" width=\"275\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Audemas-Piguet.jpg 917w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Audemas-Piguet-245x300.jpg 245w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Audemas-Piguet-835x1024.jpg 835w\" sizes=\"(max-width: 275px) 100vw, 275px\" \/>Auto und Uhr geben sich schliesslich auf nobelster Ebene, d.h. bei der Komplikation, ein Stelldichein. Man sagt h\u00e4ufig, dass der Chronograph die f\u00fcr den Automobilrennsport beste Funktion ist. Dennoch ist der Chronograph zu vielseitig, um wirklich spezifisch n\u00fctzlich sein zu k\u00f6nnen. Deshalb galt es, Mechanismen zu entwickeln, die hinter dem Steuer ebenso praktisch sind wie am Rand der Rennstrecke. Richard Mille hat die uhrmacherische Mechanik durch die Integration von Beschleunigungssonden in seine Uhren aus der Komfortzone gelockt. Die f\u00fcr S\u00e9bastien Loeb entwickelte RM 36-01 besitzt eine g-Kraft-Komplikation. Mit diesem ausrichtbaren Beschleunigungsmesser kann die St\u00e4rke der Geschwindigkeits\u00e4nderungen in alle Richtungen bestimmt werden. Audemars Piguet nutzte die Partnerschaft mit Michael Schumacher, um mit ihm gemeinsam eine f\u00fcr seine Bed\u00fcrfnisse massgeschneiderte Uhr zu entwickeln. Die Royal Oak Concept Laptimer zeigt die Zeit pro Runde an, speichert sie und misst ohne Verz\u00f6gerung gleichzeitig die n\u00e4chste Runde, und dies beliebig oft. Im Nachhinein fragt man sich, warum noch nie jemand vorher darauf gekommen ist. Auch innerhalb einer noch so mechanischen Familie l\u00e4uft der Austausch nicht immer reibungslos.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die mechanischen Gemeinsamkeiten zwischen Automobil und Uhrmacherei schlagen eine Br\u00fccke zwischen beiden Welten. Ihre Beziehung ist eng sowie faszinierend und beschr\u00e4nkt sich nicht auf ein paar Lippenbekenntnis-Partnerschaften.<\/p>\n<p>Es gibt unz\u00e4hlige Co-Branding-Initiativen zwischen Uhren- und Automarken. Zwei Namen nebeneinander auf ein Banner zu kleben ist nicht schwer, doch die Verbundenheit zwischen beiden Welten ist tief verwurzelt. 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