{"id":1780,"date":"2012-03-26T11:46:35","date_gmt":"2012-03-26T10:46:35","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=1780"},"modified":"2012-11-26T14:30:04","modified_gmt":"2012-11-26T13:30:04","slug":"art-connection-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/art-n-de\/12e_art-3\/art-connection-3.html","title":{"rendered":"Art Connection"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\"><strong>Erste Kunst: Architektur<\/strong><\/p>\n<p>Die Kunst der Zeitmessung und die Architektur zollen sich gegenseitig tiefen Respekt, was \u00fcbrigens auch in der GMT-Rubrick Architektur deutlisch zum ausdruck kommt! Der Jargon und die Baupl\u00e4ne beider Disziplinen sind sich manchmal zum Verwechseln \u00e4hnlich. Viele Uhrendesigner waren vorher in der Architektur t\u00e4tig. Schliesslich bezeichnet man beispielsweise den Designer Eric Giroud, der schon zahlreiche Preise gewann und eine Ausbildung als Architekt absolvierte, klipp und klar als Uhrmacher-Architekt. Uhrmacher lassen sich von der atemberaubenden Architektur herausragender St\u00e4dte inspirieren, z.B. <strong>Dewitt<\/strong> f\u00fcr die Twenty-8-Eight Horizons in Anlehnung an den Art-Deco-Stil von Manhatten und <strong>MB&amp;F<\/strong> f\u00fcr die Br\u00fccke der Legacy Machine LM1, die an den Eiffelturm erinnert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zweite Kunst: Bildhauerei<\/strong><\/p>\n<p>Gleichen Geh\u00e4use und Werk einer Uhr nicht auch kleinen Skulpturen? Konzept, Fertigung sowie Guillochage, Perlieren, Juwelenfassen und Endmontage sind alles Arbeitsschritte, die h\u00f6chste Sorgfalt voraussetzen. Auch die kleinste Uhr setzt perfekte Harmonie voraus. Vom sorgf\u00e4ltigen Arbeiten \u00fcber die Harmonie bis zu sinnlichen Formen: Diese beiden K\u00fcnste haben definitiv viel gemein. Die Begriffe Zeitskulpturen und skulpturale Zeitgebilde erhalten so eine ganz neue Dimension.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dritte Kunst: Malerei<\/strong><\/p>\n<p>Uhren und die unaufhaltsam verstreichende Zeit haben schon viele Maler inspiriert \u2013 als alter kn\u00f6cheriger Mann mit Sense und Sanduhr oder als wie ein Camembert zerfliessende weiche Uhren bei Salvador Dali. Bestimmte Uhrenmanufakturen hegen und pflegen die Malerei sowie vor allem Emailmotive auf Zifferbl\u00e4ttern. Talentierte Emailk\u00fcnstler fertigen f\u00fcr <strong>Vacheron Constantin<\/strong> und die Kollektion M\u00e9tiers d\u2019art echte Meisterwerke an. Aufgemalte Orchideen versch\u00f6nern bei <strong>Piaget<\/strong> die Kollektion Altiplano, und bei <strong>Van Cleef &amp; Arpels<\/strong> zieren Emailarbeiten die zarten Modelle der <em>Cadrans Extraordinaires<\/em>. Das Museum Patek Philippe besitzt \u00fcbrigens eine Atemberaubende Email-Kollektion.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vierte Kunst: Musik<\/strong><\/p>\n<p>Uhren mit L\u00e4utwerk geben nach dem gleichen Prinzip wie Musikinstrumente die verstreichenden Stunden und Viertelstunden durch einen Schlag auf Glocken oder Tonfedern an. Grosse Komplikationen verf\u00fcgen oft \u00fcber die unglaublichsten L\u00e4utwerke wie beispielsweise das Westminster-Glockenspiel (des britischen Parlaments). Abgesehen von den L\u00e4utwerken und dem Ticktack der Hemmung hat <strong>Hublot<\/strong> gemeinsam mit Depeche Mode eine aussergew\u00f6hnliche Serie mit zw\u00f6lf Uhren geschaffen, von denen jede auf dem Zifferblatt das Cover eines Albums der ber\u00fchmten Gruppe pr\u00e4sentiert. Nicht minder originell ist das Projekt von Quincy Jones und <strong>Audemars Pigue<\/strong>t, die gemeinsam eine Sonderserie der Millenary lancierten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcnfte Kunst: Poesie<\/strong><\/p>\n<p>\u00abDie Uhr\u00bb von Charles Baudelaire und \u00abDie Stunde\u00bb von Paul Val\u00e9ry sind nur zwei Beispiele f\u00fcr die vielen Dichter, die sich von der Zeit inspirieren liessen bzw. auf sie oder ihre H\u00fcter verwiesen. Honor\u00e9 de Balzac schm\u00fcckt Figuren in mehreren seiner Romane mit Taschenuhren von <strong>Breguet<\/strong>. Die Feen der Complications Po\u00e9tiques von <strong>Van Cleef &amp; Arpels<\/strong> unterhalten mit den in den Geh\u00e4useboden eingravierten Versen eine gar lyrische Beziehung. Mit der Montre Arceau Le Temps Suspendu ehrt <strong>Herm\u00e8s <\/strong>die Poesie der Zeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sechste Kunst: Tanz<\/strong><\/p>\n<p>Im Franz\u00f6sischen bezeichnet ein \u00abMa\u00eetre \u00e0 danser\u00bb nicht nur einen Tanzlehrer, sondern auch eine Art Zirkel, mit dem in der Uhrmacherei der Innendurchmesser bestimmt werden kann. <strong>Audemars Piguet<\/strong> unterst\u00fctzt die Renovierungsarbeiten des Bolschoi-Theaters und widmet ihm die Sonderserie Jules Audemars Extra-Plate Bolsho\u00ef. Vor einigen Jahren beauftragte Raymond Weil die ber\u00fchmte Tanzfotografin Lois Greenfield f\u00fcr die Werbekampagne der Marke. Die in Schwarz-Weiss fotografierten und in der Luft schwebenden T\u00e4nzer sind vielen von uns noch heute ein Begriff. Ausserdem heisst es ja nicht von ungef\u00e4hr, dass die Zeiger \u00fcber das Zifferblatt tanzen, und nicht selten spricht man auch von der Choreografie der Unruh.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Siebte Kunst: Film<\/strong><\/p>\n<p>Abgesehen vom einfachen Product Placement spielen Zeitmesser in zahlreichen Filmen eine Schl\u00fcsselrolle, die bestimmte Marken zur Entwicklung neuer Technologien und Spitzfindigkeiten motiviert. Jedermann denkt dabei sofort an James Bond und seine <strong>Rolex<\/strong>, <strong>Omega<\/strong> und <strong>Seiko<\/strong>, die ihn aus den ausweglosesten Situationen retten. \u00abThe Clock\u00bb, der Film des amerikanisch-schweizerischen Doppelb\u00fcrgers und K\u00fcnstlers Christian Marclay wurde an der letzten Biennale in Venedig mit dem Goldenen L\u00f6wen des besten K\u00fcnstlers ausgezeichnet. Das 24-Stunden-Video als Zusammenschnitt von unendlich vielen Szenen aus Filmen und Serien symbolisiert die verstreichende Zeit anhand von Einstellungen mit Grossuhren, Armbanduhren und Aktionen. Das Ganze wird zeitgleich ausgestrahlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Achte Kunst: Fotografie<\/strong><\/p>\n<p>Um die Uhren zu verewigen und der breiten \u00d6ffentlichkeit zu offenbaren, brauchen Uhrmacher talentierte Fotografen. <strong>Raymond Weil<\/strong> und <strong>Jaeger-LeCoultre<\/strong> haben dies verstanden und unterst\u00fctzen die Fotografie auf internationaler Ebene.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neunte Kunst: Comics<\/strong><\/p>\n<p>Mickey hat mit der Happy Mickey Collection unl\u00e4ngst bei <strong>Chopard <\/strong>Einzug gehalten. Titeuf thront auf einem Reverso-Unikat, das Zep und<strong> Jaeger-LeCoultre<\/strong> gemeinsam entwickelt haben. <strong>IWC Schaffhausen<\/strong> hat ein beeindruckendes Buch \u00fcber die eigene Geschichte herausgegeben, das der Zeichner Enki Billal vorteilhaft illustriert. Corto Maltese und Tim und Struppi tummeln sich seit geraumer Zeit bei Swatch. Die Turbine Erotic von <strong>Perrelet<\/strong> bietet vier teilweise sehr gewagte Manga-Inszenierungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zehnte Kunst: digitale Kunst<\/strong><\/p>\n<p><strong>RJ-Romain Jerome<\/strong> \u00f6ffnet dem legend\u00e4ren Elektronikspiel Space Invaders aus den 1980<sup>er<\/sup> Jahren T\u00fcr und Tor. Neben dieser Invasion sowie dem Aufkommen der digitalen Welt auf den Zifferbl\u00e4ttern der hohen Uhrmacherei sorgen vor allem die Weiterentwicklungen der Uhren in Smartphones f\u00fcr viel Wirbel. Jorg Hysek und <strong>HD3<\/strong> treiben es wie immer aud die Spitze, denn bei ihnen k\u00f6nnen sammler einfach mit dem Finger \u00fcber ihre Slyde am Handgelenk streichen und so die gew\u00fcnschte Komplikation anzeigen. <strong>De Grisogono<\/strong> hatte mit seiner Digital mit mechanischer Digitalanzeige bereits einen Meilenstein gesetzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Elfte Kunst: Gastronomie<\/strong><\/p>\n<p>Pr\u00e4zise Handgriffe und sorgf\u00e4ltiges Arbeiten sind beiden Fachbereichen gemein. Blancpain und der Sternekoch Philippe Rochat haben gemeinsam einen kurzen Film dar\u00fcber gedreht. Abgesehen von den Synergien z\u00e4hlen die meisten Grands Chefs und Besitzer der renommiertesten Restaurants zu den beliebtesten Botschaftern der Uhrmacher. Federf\u00fchrend ist hier <strong>Hublot<\/strong> als offizieller Zeitnehmer beim Bocuse d\u2019Or, dem Bedeutendsten Kochwettbewerb der Welt.<\/p>\n<p>In der Serie Real Time des niederl\u00e4ndischen Designers Maarten Baas wird mit verschiedenen Kreationen erforscht, weshalb eher das Handeln des Menschen als das Ticken traditioneller Zeitmesser die verstreichende Zeit nachzeichnet. Auf seiner Grandfather Clock scheint beispielsweise jemand in einer Pendule gefangen zu sein, um die Zeiger zu malen und wieder auszuradieren. Baas hat ausserdem eine Ausf\u00fchrung mit digitaler Anzeige entwickelt, die f\u00fcr Smartphones erh\u00e4ltlich ist. Ist sein avantgardistischer und entr\u00fcckter Ansatz an sich nicht der beste Beweis, dass die Zeitmessung alle anderen K\u00fcnste dominiert?<\/p>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Erste Kunst: Architektur<\/strong><\/p>\n<p>Die Kunst der Zeitmessung und die Architektur zollen sich gegenseitig tiefen Respekt, was \u00fcbrigens auch in der GMT-Rubrick Architektur deutlisch zum ausdruck kommt! Der Jargon und die Baupl\u00e4ne beider Disziplinen sind sich manchmal zum Verwechseln \u00e4hnlich. Viele Uhrendesigner waren vorher in der Architektur t\u00e4tig. Schliesslich bezeichnet man beispielsweise den Designer Eric Giroud, der schon zahlreiche Preise gewann und eine Ausbildung als Architekt absolvierte, klipp und klar als Uhrmacher-Architekt. Uhrmacher lassen sich von der atemberaubenden Architektur herausragender St\u00e4dte inspirieren, z.B. <strong>Dewitt<\/strong> f\u00fcr die Twenty-8-Eight Horizons in Anlehnung an den Art-Deco-Stil von Manhatten und <strong>MB&amp;F<\/strong> f\u00fcr die Br\u00fccke der Legacy Machine LM1, die an den Eiffelturm erinnert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zweite Kunst: Bildhauerei<\/strong><\/p>\n<p>Gleichen Geh\u00e4use und Werk einer Uhr nicht auch kleinen Skulpturen? Konzept, Fertigung sowie Guillochage, Perlieren, Juwelenfassen und Endmontage sind alles Arbeitsschritte, die h\u00f6chste Sorgfalt voraussetzen. Auch die kleinste Uhr setzt perfekte Harmonie voraus. Vom sorgf\u00e4ltigen Arbeiten \u00fcber die Harmonie bis zu sinnlichen Formen: Diese beiden K\u00fcnste haben definitiv viel gemein. Die Begriffe Zeitskulpturen und skulpturale Zeitgebilde erhalten so eine ganz neue Dimension.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dritte Kunst: Malerei<\/strong><\/p>\n<p>Uhren und die unaufhaltsam verstreichende Zeit haben schon viele Maler inspiriert \u2013 als alter kn\u00f6cheriger Mann mit Sense und Sanduhr oder als wie ein Camembert zerfliessende weiche Uhren bei Salvador Dali. Bestimmte Uhrenmanufakturen hegen und pflegen die Malerei sowie vor allem Emailmotive auf Zifferbl\u00e4ttern. Talentierte Emailk\u00fcnstler fertigen f\u00fcr <strong>Vacheron Constantin<\/strong> und die Kollektion M\u00e9tiers d\u2019art echte Meisterwerke an. Aufgemalte Orchideen versch\u00f6nern bei <strong>Piaget<\/strong> die Kollektion Altiplano, und bei <strong>Van Cleef &amp; Arpels<\/strong> zieren Emailarbeiten die zarten Modelle der <em>Cadrans Extraordinaires<\/em>. Das Museum Patek Philippe besitzt \u00fcbrigens eine Atemberaubende Email-Kollektion.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vierte Kunst: Musik<\/strong><\/p>\n<p>Uhren mit L\u00e4utwerk geben nach dem gleichen Prinzip wie Musikinstrumente die verstreichenden Stunden und Viertelstunden durch einen Schlag auf Glocken oder Tonfedern an. Grosse Komplikationen verf\u00fcgen oft \u00fcber die unglaublichsten L\u00e4utwerke wie beispielsweise das Westminster-Glockenspiel (des britischen Parlaments). Abgesehen von den L\u00e4utwerken und dem Ticktack der Hemmung hat <strong>Hublot<\/strong> gemeinsam mit Depeche Mode eine aussergew\u00f6hnliche Serie mit zw\u00f6lf Uhren geschaffen, von denen jede auf dem Zifferblatt das Cover eines Albums der ber\u00fchmten Gruppe pr\u00e4sentiert. Nicht minder originell ist das Projekt von Quincy Jones und <strong>Audemars Pigue<\/strong>t, die gemeinsam eine Sonderserie der Millenary lancierten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcnfte Kunst: Poesie<\/strong><\/p>\n<p>\u00abDie Uhr\u00bb von Charles Baudelaire und \u00abDie Stunde\u00bb von Paul Val\u00e9ry sind nur zwei Beispiele f\u00fcr die vielen Dichter, die sich von der Zeit inspirieren liessen bzw. auf sie oder ihre H\u00fcter verwiesen. Honor\u00e9 de Balzac schm\u00fcckt Figuren in mehreren seiner Romane mit Taschenuhren von <strong>Breguet<\/strong>. Die Feen der Complications Po\u00e9tiques von <strong>Van Cleef &amp; Arpels<\/strong> unterhalten mit den in den Geh\u00e4useboden eingravierten Versen eine gar lyrische Beziehung. Mit der Montre Arceau Le Temps Suspendu ehrt <strong>Herm\u00e8s <\/strong>die Poesie der Zeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sechste Kunst: Tanz<\/strong><\/p>\n<p>Im Franz\u00f6sischen bezeichnet ein \u00abMa\u00eetre \u00e0 danser\u00bb nicht nur einen Tanzlehrer, sondern auch eine Art Zirkel, mit dem in der Uhrmacherei der Innendurchmesser bestimmt werden kann. <strong>Audemars Piguet<\/strong> unterst\u00fctzt die Renovierungsarbeiten des Bolschoi-Theaters und widmet ihm die Sonderserie Jules Audemars Extra-Plate Bolsho\u00ef. Vor einigen Jahren beauftragte Raymond Weil die ber\u00fchmte Tanzfotografin Lois Greenfield f\u00fcr die Werbekampagne der Marke. Die in Schwarz-Weiss fotografierten und in der Luft schwebenden T\u00e4nzer sind vielen von uns noch heute ein Begriff. Ausserdem heisst es ja nicht von ungef\u00e4hr, dass die Zeiger \u00fcber das Zifferblatt tanzen, und nicht selten spricht man auch von der Choreografie der Unruh.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Siebte Kunst: Film<\/strong><\/p>\n<p>Abgesehen vom einfachen Product Placement spielen Zeitmesser in zahlreichen Filmen eine Schl\u00fcsselrolle, die bestimmte Marken zur Entwicklung neuer Technologien und Spitzfindigkeiten motiviert. Jedermann denkt dabei sofort an James Bond und seine <strong>Rolex<\/strong>, <strong>Omega<\/strong> und <strong>Seiko<\/strong>, die ihn aus den ausweglosesten Situationen retten. \u00abThe Clock\u00bb, der Film des amerikanisch-schweizerischen Doppelb\u00fcrgers und K\u00fcnstlers Christian Marclay wurde an der letzten Biennale in Venedig mit dem Goldenen L\u00f6wen des besten K\u00fcnstlers ausgezeichnet. Das 24-Stunden-Video als Zusammenschnitt von unendlich vielen Szenen aus Filmen und Serien symbolisiert die verstreichende Zeit anhand von Einstellungen mit Grossuhren, Armbanduhren und Aktionen. Das Ganze wird zeitgleich ausgestrahlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Achte Kunst: Fotografie<\/strong><\/p>\n<p>Um die Uhren zu verewigen und der breiten \u00d6ffentlichkeit zu offenbaren, brauchen Uhrmacher talentierte Fotografen. <strong>Raymond Weil<\/strong> und <strong>Jaeger-LeCoultre<\/strong> haben dies verstanden und unterst\u00fctzen die Fotografie auf internationaler Ebene.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neunte Kunst: Comics<\/strong><\/p>\n<p>Mickey hat mit der Happy Mickey Collection unl\u00e4ngst bei <strong>Chopard <\/strong>Einzug gehalten. Titeuf thront auf einem Reverso-Unikat, das Zep und<strong> Jaeger-LeCoultre<\/strong> gemeinsam entwickelt haben. <strong>IWC Schaffhausen<\/strong> hat ein beeindruckendes Buch \u00fcber die eigene Geschichte herausgegeben, das der Zeichner Enki Billal vorteilhaft illustriert. Corto Maltese und Tim und Struppi tummeln sich seit geraumer Zeit bei Swatch. Die Turbine Erotic von <strong>Perrelet<\/strong> bietet vier teilweise sehr gewagte Manga-Inszenierungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zehnte Kunst: digitale Kunst<\/strong><\/p>\n<p><strong>RJ-Romain Jerome<\/strong> \u00f6ffnet dem legend\u00e4ren Elektronikspiel Space Invaders aus den 1980<sup>er<\/sup> Jahren T\u00fcr und Tor. Neben dieser Invasion sowie dem Aufkommen der digitalen Welt auf den Zifferbl\u00e4ttern der hohen Uhrmacherei sorgen vor allem die Weiterentwicklungen der Uhren in Smartphones f\u00fcr viel Wirbel. Jorg Hysek und <strong>HD3<\/strong> treiben es wie immer aud die Spitze, denn bei ihnen k\u00f6nnen sammler einfach mit dem Finger \u00fcber ihre Slyde am Handgelenk streichen und so die gew\u00fcnschte Komplikation anzeigen. <strong>De Grisogono<\/strong> hatte mit seiner Digital mit mechanischer Digitalanzeige bereits einen Meilenstein gesetzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Elfte Kunst: Gastronomie<\/strong><\/p>\n<p>Pr\u00e4zise Handgriffe und sorgf\u00e4ltiges Arbeiten sind beiden Fachbereichen gemein. Blancpain und der Sternekoch Philippe Rochat haben gemeinsam einen kurzen Film dar\u00fcber gedreht. Abgesehen von den Synergien z\u00e4hlen die meisten Grands Chefs und Besitzer der renommiertesten Restaurants zu den beliebtesten Botschaftern der Uhrmacher. Federf\u00fchrend ist hier <strong>Hublot<\/strong> als offizieller Zeitnehmer beim Bocuse d\u2019Or, dem Bedeutendsten Kochwettbewerb der Welt.<\/p>\n<p>In der Serie Real Time des niederl\u00e4ndischen Designers Maarten Baas wird mit verschiedenen Kreationen erforscht, weshalb eher das Handeln des Menschen als das Ticken traditioneller Zeitmesser die verstreichende Zeit nachzeichnet. Auf seiner Grandfather Clock scheint beispielsweise jemand in einer Pendule gefangen zu sein, um die Zeiger zu malen und wieder auszuradieren. Baas hat ausserdem eine Ausf\u00fchrung mit digitaler Anzeige entwickelt, die f\u00fcr Smartphones erh\u00e4ltlich ist. 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