{"id":1856,"date":"2012-03-26T13:07:03","date_gmt":"2012-03-26T12:07:03","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=1856"},"modified":"2012-10-26T13:09:08","modified_gmt":"2012-10-26T12:09:08","slug":"neue-qualitative-massstabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/art-n-de\/enchere-3\/neue-qualitative-massstabe.html","title":{"rendered":"Neue qualitative Massst\u00e4be"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\">Beim traditionellen Stelldichein findet man nat\u00fcrlich eine Auswahl an Modellen von Patek Philippe und Rolex, aber auch eine kleine Serie antiker Uhren von Audemars Piguet, moderne Zeitmesser und verschiedene Taschenuhren, von denen eine besonders seltene sogar aus kaiserlicher Hand stammt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Versteigerung findet am 14. Mai im Hotel des Bergues statt. Der Uhrenexperte von Christie\u2019s, Aurel Bacs, und sein Team werden bis dahin sicherlich noch weitere herausragende St\u00fccke zusammentragen. \u00dcber den aktuellen Trend besteht jedoch kein Zweifel: Bei \u00e4hnlichen St\u00fccken variiert der Wert sehr stark je nach Zustand. Die K\u00e4ufer wetteifern gern um ein qualitativ hochwertiges Modell, halten sich beim kleinsten Mangel jedoch sehr zur\u00fcck. Dieser qualitative Unterschied kann den Preis einer Uhr um das Neunfache nach oben oder unten schwanken lassen. Diese schmerzliche bzw. erfreuliche Erfahrung machten im vergangenen Winter zwei Verk\u00e4ufer der gleichen Referenz. Anders ausgedr\u00fcckt: Auch wenn die Auktion im kommenden Fr\u00fchling vielleicht insgesamt weniger Objekte als in der Vergangenheit umfasst, k\u00f6nnte der Durchschnittspreis<br \/>\nsogar h\u00f6her ausfallen. Nathalie Monbaron von Christie\u2019s hat auch festgestellt, dass emaillierte Uhren h\u00f6her im Kurs stehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Patek Philippe: Business as usual<\/strong><\/p>\n<p>Starten wir mit den drei herausragenden Versteigerungslosen von Patek Philippe, die alle aus privater Hand stammen. Wer kann schon von sich behaupten, je eine Referenz 1518 in Rosagold mit rosafarbenem Zifferblatt in der Hand gehalten zu haben? Von den \u00fcberhaupt nur acht oder neun gefertigten Exemplaren besticht diese absolute Rarit\u00e4t durch ihren tadellosen Zustand und wird auf CHF 500 000.- bis 800 000.- gesch\u00e4tzt. Die noch atemberaubendere Referenz 2499 in Rosagold von 1956 (folglich eine Erstserie) wird von der Familie des Erstbesitzers feilgeboten. Sie wurde noch nie \u00f6ffentlich gezeigt. Bekannt sind von diesem Modell insgesamt nur f\u00fcnf weitere Zeitmesser in Rosagold in zwei Ausf\u00fchrungen: vier Exemplare mit flachem Boden und l\u00e4nglichen Bandanst\u00f6ssen sowie zwei weitere Exemplare mit gew\u00f6lbtem Boden und kurzen Bandanst\u00f6ssen, darunter das Versteigerungsexemplar, das auf CHF 1,2 bis 1,8 Millionen gesch\u00e4tzt wird. Die Kr\u00f6nung bildet die Referenz 2523 Heure Universelle in Gelbgold mit unterteiltem Zifferblatt (Darstellung von Nord- und Zentralamerika) von 1955. Fans der Kultmarke haben vielleicht schon erkannt, dass es sich um eine 1989 bei der Auktion The Art of Patek Philippe f\u00fcr damals CHF 260 000.- versteigerte Uhr handelt, deren Sch\u00e4tzwert heute jedoch das Zehnfache betr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Es gibt aber noch viele weitere antike Patek-Philippe-Uhren f\u00fcr Sammler wie die Referenz 1526 (eine in Gelb- und eine in Rosagold), die 1579 in Rosagold, die 1518 in Gelbgold und eine 2438 ebenfalls in Gelbgold, um nur die seltensten zu nennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Deus Rolex Machina<\/strong><\/p>\n<p>Jede seri\u00f6se Auktion umfasst auch eine Rolex-Serie. Schliesslich handelt es sich um die bekannteste Uhrenmarke der Welt und das Symbol f\u00fcr Erfolg par excellence. Die Auswahl an dieser Versteigerung von Christie\u2019s ist mit Ausnahme der Referenz 6036 in Gelbgold mit versilbertem Zifferblatt von 1952 recht klassisch. Aufgrund des tadellosen Zustandes dieser seltenen \u00abJean-Claude Killy\u00bb d\u00fcrfte die Uhr f\u00fcr CHF 150 000.- bis<br \/>\n250 000.- den Besitzer wechseln. Aurel Bacs ist es gelungen, einige sehr seltene antike Uhren von Audemars Piguet zusammenzutragen, die ebenfalls sehr hohe Preise erzielen d\u00fcrften. Traditionsgem\u00e4ss werden mehrere Dutzend moderne Uhren unterschiedlichster Marken mit oder ohne Mindestpreis zum Kauf angeboten, darunter auch Modelle von Patek Philippe. Die Referenz 3974 mit ewigem Kalender und Minutenrepetition wird komplett und im Neuzustand zwischen CHF 200 000.- und 400 000.- einbringen. Liebhaber von Taschenuhren werden gar die Qual der Wahl haben: mit oder ohne Email, teils f\u00fcr den chinesischen Markt entwickelt. Um ein ganz aussergew\u00f6hnliches St\u00fcck werden sich bedeutende Sammler garantiert reissen: Diese Taschenuhr aus Silber von 1814 mit Anzeige der astronomischen Universalzeit war urspr\u00fcnglich ein Geschenk von L\u00e9on Kuchujewsky f\u00fcr den russischen Zaren und sp\u00e4ter Baron Humboldt. Der Preis d\u00fcrfte zwischen CHF 100 000.- und 150 000.- liegen. Wird der zuk\u00fcnftige Besitzer auch dem Charme der resolut andersartigen Taschenuhr aus unserer Rubrik Pr\u00fcfstand erliegen?<\/p><\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim traditionellen Stelldichein findet man nat\u00fcrlich eine Auswahl an Modellen von Patek Philippe und Rolex, aber auch eine kleine Serie antiker Uhren von Audemars Piguet, moderne Zeitmesser und verschiedene Taschenuhren, von denen eine besonders seltene sogar aus kaiserlicher Hand stammt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Versteigerung findet am 14. Mai im Hotel des Bergues statt. Der Uhrenexperte von Christie\u2019s, Aurel Bacs, und sein Team werden bis dahin sicherlich noch weitere herausragende St\u00fccke zusammentragen. \u00dcber den aktuellen Trend besteht jedoch kein Zweifel: Bei \u00e4hnlichen St\u00fccken variiert der Wert sehr stark je nach Zustand. Die K\u00e4ufer wetteifern gern um ein qualitativ hochwertiges Modell, halten sich beim kleinsten Mangel jedoch sehr zur\u00fcck. Dieser qualitative Unterschied kann den Preis einer Uhr um das Neunfache nach oben oder unten schwanken lassen. Diese schmerzliche bzw. erfreuliche Erfahrung machten im vergangenen Winter zwei Verk\u00e4ufer der gleichen Referenz. Anders ausgedr\u00fcckt: Auch wenn die Auktion im kommenden Fr\u00fchling vielleicht insgesamt weniger Objekte als in der Vergangenheit umfasst, k\u00f6nnte der Durchschnittspreis<br \/>\nsogar h\u00f6her ausfallen. Nathalie Monbaron von Christie\u2019s hat auch festgestellt, dass emaillierte Uhren h\u00f6her im Kurs stehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Patek Philippe: Business as usual<\/strong><\/p>\n<p>Starten wir mit den drei herausragenden Versteigerungslosen von Patek Philippe, die alle aus privater Hand stammen. Wer kann schon von sich behaupten, je eine Referenz 1518 in Rosagold mit rosafarbenem Zifferblatt in der Hand gehalten zu haben? Von den \u00fcberhaupt nur acht oder neun gefertigten Exemplaren besticht diese absolute Rarit\u00e4t durch ihren tadellosen Zustand und wird auf CHF 500 000.- bis 800 000.- gesch\u00e4tzt. Die noch atemberaubendere Referenz 2499 in Rosagold von 1956 (folglich eine Erstserie) wird von der Familie des Erstbesitzers feilgeboten. Sie wurde noch nie \u00f6ffentlich gezeigt. Bekannt sind von diesem Modell insgesamt nur f\u00fcnf weitere Zeitmesser in Rosagold in zwei Ausf\u00fchrungen: vier Exemplare mit flachem Boden und l\u00e4nglichen Bandanst\u00f6ssen sowie zwei weitere Exemplare mit gew\u00f6lbtem Boden und kurzen Bandanst\u00f6ssen, darunter das Versteigerungsexemplar, das auf CHF 1,2 bis 1,8 Millionen gesch\u00e4tzt wird. Die Kr\u00f6nung bildet die Referenz 2523 Heure Universelle in Gelbgold mit unterteiltem Zifferblatt (Darstellung von Nord- und Zentralamerika) von 1955. Fans der Kultmarke haben vielleicht schon erkannt, dass es sich um eine 1989 bei der Auktion The Art of Patek Philippe f\u00fcr damals CHF 260 000.- versteigerte Uhr handelt, deren Sch\u00e4tzwert heute jedoch das Zehnfache betr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Es gibt aber noch viele weitere antike Patek-Philippe-Uhren f\u00fcr Sammler wie die Referenz 1526 (eine in Gelb- und eine in Rosagold), die 1579 in Rosagold, die 1518 in Gelbgold und eine 2438 ebenfalls in Gelbgold, um nur die seltensten zu nennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Deus Rolex Machina<\/strong><\/p>\n<p>Jede seri\u00f6se Auktion umfasst auch eine Rolex-Serie. Schliesslich handelt es sich um die bekannteste Uhrenmarke der Welt und das Symbol f\u00fcr Erfolg par excellence. Die Auswahl an dieser Versteigerung von Christie\u2019s ist mit Ausnahme der Referenz 6036 in Gelbgold mit versilbertem Zifferblatt von 1952 recht klassisch. Aufgrund des tadellosen Zustandes dieser seltenen \u00abJean-Claude Killy\u00bb d\u00fcrfte die Uhr f\u00fcr CHF 150 000.- bis<br \/>\n250 000.- den Besitzer wechseln. Aurel Bacs ist es gelungen, einige sehr seltene antike Uhren von Audemars Piguet zusammenzutragen, die ebenfalls sehr hohe Preise erzielen d\u00fcrften. Traditionsgem\u00e4ss werden mehrere Dutzend moderne Uhren unterschiedlichster Marken mit oder ohne Mindestpreis zum Kauf angeboten, darunter auch Modelle von Patek Philippe. Die Referenz 3974 mit ewigem Kalender und Minutenrepetition wird komplett und im Neuzustand zwischen CHF 200 000.- und 400 000.- einbringen. Liebhaber von Taschenuhren werden gar die Qual der Wahl haben: mit oder ohne Email, teils f\u00fcr den chinesischen Markt entwickelt. 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