{"id":2056,"date":"2012-06-15T12:49:00","date_gmt":"2012-06-15T11:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=2056"},"modified":"2012-10-31T12:50:34","modified_gmt":"2012-10-31T11:50:34","slug":"zeitliche-doppelhaut-louis-vuitton","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/art-n-de\/architecture-3\/zeitliche-doppelhaut-louis-vuitton.html","title":{"rendered":"Zeitliche  Doppelhaut &#8211; Louis Vuitton"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>Tambour\u00a0<\/strong><strong>Chronographe Automatique Tachym\u00e8tre \u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Werk:<\/strong> Mechanikwerk mit Automatikaufzug, Kaliber LV 168, 42 Stunden Gangreserve <strong>Geh\u00e4use:<\/strong> Rosagold oder Stahl <strong>Durchmesser:<\/strong> 44 mm <strong>Funktionen:<\/strong> Stunden, Minuten, kleine Sekunde, Datum und Tachometer <strong>Armband:<\/strong> perforiertes Kalbsleder <strong>Sonderauflage: <\/strong>888 Exemplare in Stahl und 88 Exemplare in Rosagold<\/p><\/blockquote>\n<div class=\"contenu_article\"><strong>Uhr: Tambour Chronographe Automatique Tachym\u00e8tre\u00a0<\/strong><strong>von Louis Vuitton<\/strong><\/p>\n<p>Reisen Sie! Diese Uhr l\u00e4dt mit ihren Zeit- und Geschwindigkeitsmesstalenten f\u00f6rmlich zum Reisen ein. Sie ist ein One-Way-Ticket in die Vintage-Welt der Automobilrennen. Die zweite Ausgabe des Chronographe Automatique Tachym\u00e8tre von Louis Vuitton macht ihrem 2011 lancierten Vorg\u00e4nger alle Ehre. Die dreifache Tachometerskala mit eleganten schwarzen, roten und hellgrauen Noten schm\u00fcckt als offensichtliche Apologie des Kreises das graue Zifferblatt, f\u00fcr das sich die Uhrmacher von den Armaturenbrettern der Boliden aus den 70er Jahren inspirieren liessen. Die runde dreifache Tachometer-Graduierung erm\u00f6glicht eine Messung der langsamen Geschwindigkeiten bis 20 km\/h und bildet so einen sch\u00f6nen Gegensatz zu den klassischen Tachometern, die immer nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von \u00fcber 60 km\/h ermitteln k\u00f6nnen. Das Pendant zu den drei konzentrischen Kreisen bilden der Z\u00e4hler f\u00fcr die kleine Sekunde bei 3 Uhr sowie das diskrete Datumsfenster bei 6 Uhr. Das Werk dieses \u00e4sthetisch und technisch gelungenen Modells ist in das ber\u00fchmte Tambour-Geh\u00e4use mit einem Durchmesser von 44 mm eingebettet, das wahlweise aus Stahl oder Rosagold ist. Reisen Sie!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Architektonisches Pendant: Mus\u00e9oParc Al\u00e9sia von Bernard Tschumi Urbanistes Architectes<\/strong><\/p>\n<p>Bernard Tschumi hat dieses kreisrunde und vollverglaste Geb\u00e4ude mit einem Durchmesser von 52 Metern und einer Fl\u00e4che von 6650 Quadratmetern entworfen und es anschliessend mit einem Holznetz \u00fcberzogen, um es besser in die Landschaft zu integrieren. Dieser Ansatz wurde noch durch das bepflanzte Dach von Michel Desvigne unterst\u00fctzt. Das Bauwerk beherbergt auf seinen vier Etagen \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche R\u00e4ume, st\u00e4ndige Ausstellungen, einen H\u00f6rsaal, Sitzungss\u00e4le, Unterrichtsr\u00e4ume, B\u00fcros sowie technische R\u00e4umlichkeiten.<\/p>\n<p>\u00abNichts ist losgel\u00f6st, weil es immer einen Dialog geben kann\u00bb, erkl\u00e4rt Bernard Tschumi. Das Lieblingsthema des Architekten ist das \u00abHaus im Haus\u00bb, das die Grundlage f\u00fcr das Konzept der \u00abDoppelhaut\u00bb bildet. Dieses Konzept ber\u00fccksichtigt die Dualit\u00e4t zwischen Umst\u00e4nden und gemeinsamen Elementen: Dualit\u00e4t zwischen den verschiedenen Fassaden des Geb\u00e4udes und Dualit\u00e4t zwischen Umfeld und Programm. Die Doppelhaut bietet einen thematischen und technischen Vorteil: Abgesehen vom Witterungsschutz verleiht sie dem Geb\u00e4ude eine Identit\u00e4t, die je nach Standort \u00e4ndert. Gleichzeitig erh\u00e4lt der Besucher bei der Durchquerung dieses Dispositivs die M\u00f6glichkeit, sein Eintreten ins Geb\u00e4ude in verschiedene Etappen einzuteilen. Dank dieser geschickten Szenografie ist der \u00dcbergang von einer Schnittstelle zur n\u00e4chsten durch Intervalle und Schwellen gegliedert.<\/p>\n<p>Die konzentrischen Kreise des Zeitmessers von Louis Vuitton sind in unterschiedlichen Farben \u00fcber das Zifferblatt verteilt. Es handelt sich um eine freie Interpretation, die sich jener von Tschumi ann\u00e4hert, d.h. seinem Konzept des Hauses im Haus. Vielleicht hat der Uhrmacher genau wie der Entwickler des Museumsrundgangs die gleichen \u00dcberlegungen angestellt und Hinweise platziert, die unsere Reise durch die Zeit und durch immer neue und einzigartige Momente leiten sollen.<\/p><\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Uhr: Tambour Chronographe Automatique Tachym\u00e8tre\u00a0<\/strong><strong>von Louis Vuitton<\/strong><\/p>\n<p>Reisen Sie! Diese Uhr l\u00e4dt mit ihren Zeit- und Geschwindigkeitsmesstalenten f\u00f6rmlich zum Reisen ein. Sie ist ein One-Way-Ticket in die Vintage-Welt der Automobilrennen. Die zweite Ausgabe des Chronographe Automatique Tachym\u00e8tre von Louis Vuitton macht ihrem 2011 lancierten Vorg\u00e4nger alle Ehre. Die dreifache Tachometerskala mit eleganten schwarzen, roten und hellgrauen Noten schm\u00fcckt als offensichtliche Apologie des Kreises das graue Zifferblatt, f\u00fcr das sich die Uhrmacher von den Armaturenbrettern der Boliden aus den 70er Jahren inspirieren liessen. Die runde dreifache Tachometer-Graduierung erm\u00f6glicht eine Messung der langsamen Geschwindigkeiten bis 20 km\/h und bildet so einen sch\u00f6nen Gegensatz zu den klassischen Tachometern, die immer nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von \u00fcber 60 km\/h ermitteln k\u00f6nnen. Das Pendant zu den drei konzentrischen Kreisen bilden der Z\u00e4hler f\u00fcr die kleine Sekunde bei 3 Uhr sowie das diskrete Datumsfenster bei 6 Uhr. Das Werk dieses \u00e4sthetisch und technisch gelungenen Modells ist in das ber\u00fchmte Tambour-Geh\u00e4use mit einem Durchmesser von 44 mm eingebettet, das wahlweise aus Stahl oder Rosagold ist. Reisen Sie!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Architektonisches Pendant: Mus\u00e9oParc Al\u00e9sia von Bernard Tschumi Urbanistes Architectes<\/strong><\/p>\n<p>Bernard Tschumi hat dieses kreisrunde und vollverglaste Geb\u00e4ude mit einem Durchmesser von 52 Metern und einer Fl\u00e4che von 6650 Quadratmetern entworfen und es anschliessend mit einem Holznetz \u00fcberzogen, um es besser in die Landschaft zu integrieren. Dieser Ansatz wurde noch durch das bepflanzte Dach von Michel Desvigne unterst\u00fctzt. Das Bauwerk beherbergt auf seinen vier Etagen \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche R\u00e4ume, st\u00e4ndige Ausstellungen, einen H\u00f6rsaal, Sitzungss\u00e4le, Unterrichtsr\u00e4ume, B\u00fcros sowie technische R\u00e4umlichkeiten.<\/p>\n<p>\u00abNichts ist losgel\u00f6st, weil es immer einen Dialog geben kann\u00bb, erkl\u00e4rt Bernard Tschumi. Das Lieblingsthema des Architekten ist das \u00abHaus im Haus\u00bb, das die Grundlage f\u00fcr das Konzept der \u00abDoppelhaut\u00bb bildet. Dieses Konzept ber\u00fccksichtigt die Dualit\u00e4t zwischen Umst\u00e4nden und gemeinsamen Elementen: Dualit\u00e4t zwischen den verschiedenen Fassaden des Geb\u00e4udes und Dualit\u00e4t zwischen Umfeld und Programm. Die Doppelhaut bietet einen thematischen und technischen Vorteil: Abgesehen vom Witterungsschutz verleiht sie dem Geb\u00e4ude eine Identit\u00e4t, die je nach Standort \u00e4ndert. Gleichzeitig erh\u00e4lt der Besucher bei der Durchquerung dieses Dispositivs die M\u00f6glichkeit, sein Eintreten ins Geb\u00e4ude in verschiedene Etappen einzuteilen. Dank dieser geschickten Szenografie ist der \u00dcbergang von einer Schnittstelle zur n\u00e4chsten durch Intervalle und Schwellen gegliedert.<\/p>\n<p>Die konzentrischen Kreise des Zeitmessers von Louis Vuitton sind in unterschiedlichen Farben \u00fcber das Zifferblatt verteilt. Es handelt sich um eine freie Interpretation, die sich jener von Tschumi ann\u00e4hert, d.h. seinem Konzept des Hauses im Haus. Vielleicht hat der Uhrmacher genau wie der Entwickler des Museumsrundgangs die gleichen \u00dcberlegungen angestellt und Hinweise platziert, die unsere Reise durch die Zeit und durch immer neue und einzigartige Momente leiten sollen.<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":2052,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[68],"tags":[318],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2056"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2056"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2056\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2052"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2056"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2056"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2056"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}