{"id":2063,"date":"2012-06-15T10:14:32","date_gmt":"2012-06-15T09:14:32","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=2063"},"modified":"2012-12-13T13:38:58","modified_gmt":"2012-12-13T12:38:58","slug":"worldtempus-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/business-n-de\/worldtempus-3\/worldtempus-9.html","title":{"rendered":"Worldtempus : Highlights des vergangenen Quartals 06-12"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Die Rolex DeepSea Challenge tauchte bis 10 898 Meter ab, ist aber tats\u00e4chlich bis 15 000 Meter wasserdicht.<\/p><\/blockquote>\n<div class=\"contenu_article\">Seit Jahren wurde diese Massnahme gefordert: Nun beschloss der Bundesrat endlich eine Versch\u00e4rfung der Bestimmungen zum Label Swiss Made. Ab sofort m\u00fcssen nicht mehr nur 50%, sondern 60% der Bestandteile einer Uhr aus der Schweiz stammen. Gleichzeitig l\u00f6ste Japan in der Schweiz zwei kleine Erdbeben aus. Der Citizen-Konzern \u00fcbernahm die Gruppe La-Joux Perret. Der Hersteller von Mechanikwerken konnte es vermeiden, von einer Marke \u00fcbernommen zu werden, die sich die Produktion unter den Nagel gerissen h\u00e4tte. TAG Heuer wird zuk\u00fcnftig die Regulierorgane, zu denen auch die Spiralen z\u00e4hlen, bei Seiko kaufen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neue Gesichter<\/strong><\/p>\n<p>Die Uhrenlandschaft wurde aber nicht nur durch transnationale Man\u00f6ver ver\u00e4ndert. Bernard Fornas wird demn\u00e4chst das Zepter als CEO von <strong>Cartier<\/strong> abgeben, um einen Posten im Verwaltungsrat von Richemont zu \u00fcbernehmen. Sein Nachfolger ist Stanislas de Quercize, aktueller CEO von <strong>Van Cleef &amp; Arpels<\/strong>, der die Marke als Pr\u00e4sident f\u00fcr Nordamerika gut kennt. Der Juwelier und Uhrmacher de Grisogono wurde von angolanischen Investoren \u00fcbernommen, und Hautlence k\u00fcndigte neue Aktion\u00e4re an, die unter der Leitung von Georges-Henri Meylan das Steuer \u00fcbernehmen. In Deutschland wurde <strong>Chronoswiss<\/strong> von Schweizer Investoren aufgekauft. Die kleinen Marken, vor allem aus Frankreich, haben es sehr schwer: Alain Silberstein liquidierte das gleichnamige Unternehmen, und Pequignet meldete Konkurs an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neue R\u00e4umlichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>All diese finanziellen und strategischen Man\u00f6ver m\u00fcssen jedoch vor dem Hintergrund einer aufgeheizten Konjunktur beleuchtet werden. Die Uhrenexporte schiessen weiter in die H\u00f6he: +20% im Februar sowie +15% im M\u00e4rz gegen\u00fcber 2011. Asien w\u00e4chst weiter, aber wie lange noch? Die Baselworld setzt auf jeden Fall weiter auf diese M\u00e4rkte und baut ihre Messehallen um. 2013 wird somit eine ganz neue, vergr\u00f6sserte und umstrukturierte Baselworld ihre Tore \u00f6ffnen. Die Uhrenkonzerne wachsen und vergr\u00f6ssern sich ebenfalls unentwegt. Jedes Quartal bringt neue Projekte f\u00fcr die Erweiterung von Manufakturen. Zahlreiche Marken errichten neue Geb\u00e4ude: <strong>TAG Heuer<\/strong> in der N\u00e4he von Porrentruy, Richemont in Genf, <strong>Panerai<\/strong> in Neuenburg und <strong>IWC<\/strong> in Schaffhausen. Parallel zur vertikalen Integration der Produktion werden auch die Zulieferer integriert, zum Beispiel der Zifferblatthersteller Nat\u00e9ber, der Ende April von <strong>La Montre Herm\u00e8s<\/strong> \u00fcbernommen wurde. F\u00fcr die Marken, die bei der Werksbeschaffung eine Alternative zur <strong>Swatch Group<\/strong> suchen, hat Concepto soeben angek\u00fcndigt, n\u00e4chstes Jahr 400 000 Regulierorgan-Sets fertigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neue Glanzleistungen<\/strong><\/p>\n<p>Es wird geheiratet und umgezogen \u2013 Liebe liegt in der Luft. Bei <strong>Franck Muller<\/strong> sogar im wahrsten Sinne des Wortes mit einer ganz neuen Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit: Ausrichtung von Hochzeiten. Das Angebot ist allerdings auf den von der Marke besonders gesch\u00e4tzten japanischen Markt beschr\u00e4nkt, wo eine umfassende Dienstleistung von der Hochzeitstorte \u00fcber die Eheringe bis zum Zeitmesser angeboten wird. Rolex hatte schon immer eine Vorliebe f\u00fcr grosse Entdeckungen. Im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Regisseur James Cameron liess die Marke einen Prototyp der Deepsea Challenge an einem U-Boot befestigen und bis auf 10 898 Meter abtauchen. Gleichzeitig verlor sie ungewollt einen wichtigen Botschafter, da Nicolas Sarkozy von Fran\u00e7ois Hollande geschlagen wurde. Der neue franz\u00f6sische Pr\u00e4sident wird sicherlich mit Wonne statt des Chronographen Daytona lieber eine Swatch tragen!<\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahren wurde diese Massnahme gefordert: Nun beschloss der Bundesrat endlich eine Versch\u00e4rfung der Bestimmungen zum Label Swiss Made. Ab sofort m\u00fcssen nicht mehr nur 50%, sondern 60% der Bestandteile einer Uhr aus der Schweiz stammen. Gleichzeitig l\u00f6ste Japan in der Schweiz zwei kleine Erdbeben aus. Der Citizen-Konzern \u00fcbernahm die Gruppe La-Joux Perret. Der Hersteller von Mechanikwerken konnte es vermeiden, von einer Marke \u00fcbernommen zu werden, die sich die Produktion unter den Nagel gerissen h\u00e4tte. TAG Heuer wird zuk\u00fcnftig die Regulierorgane, zu denen auch die Spiralen z\u00e4hlen, bei Seiko kaufen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neue Gesichter<\/strong><\/p>\n<p>Die Uhrenlandschaft wurde aber nicht nur durch transnationale Man\u00f6ver ver\u00e4ndert. Bernard Fornas wird demn\u00e4chst das Zepter als CEO von <strong>Cartier<\/strong> abgeben, um einen Posten im Verwaltungsrat von Richemont zu \u00fcbernehmen. Sein Nachfolger ist Stanislas de Quercize, aktueller CEO von <strong>Van Cleef &amp; Arpels<\/strong>, der die Marke als Pr\u00e4sident f\u00fcr Nordamerika gut kennt. Der Juwelier und Uhrmacher de Grisogono wurde von angolanischen Investoren \u00fcbernommen, und Hautlence k\u00fcndigte neue Aktion\u00e4re an, die unter der Leitung von Georges-Henri Meylan das Steuer \u00fcbernehmen. In Deutschland wurde <strong>Chronoswiss<\/strong> von Schweizer Investoren aufgekauft. Die kleinen Marken, vor allem aus Frankreich, haben es sehr schwer: Alain Silberstein liquidierte das gleichnamige Unternehmen, und Pequignet meldete Konkurs an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neue R\u00e4umlichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>All diese finanziellen und strategischen Man\u00f6ver m\u00fcssen jedoch vor dem Hintergrund einer aufgeheizten Konjunktur beleuchtet werden. Die Uhrenexporte schiessen weiter in die H\u00f6he: +20% im Februar sowie +15% im M\u00e4rz gegen\u00fcber 2011. Asien w\u00e4chst weiter, aber wie lange noch? Die Baselworld setzt auf jeden Fall weiter auf diese M\u00e4rkte und baut ihre Messehallen um. 2013 wird somit eine ganz neue, vergr\u00f6sserte und umstrukturierte Baselworld ihre Tore \u00f6ffnen. Die Uhrenkonzerne wachsen und vergr\u00f6ssern sich ebenfalls unentwegt. Jedes Quartal bringt neue Projekte f\u00fcr die Erweiterung von Manufakturen. Zahlreiche Marken errichten neue Geb\u00e4ude: <strong>TAG Heuer<\/strong> in der N\u00e4he von Porrentruy, Richemont in Genf, <strong>Panerai<\/strong> in Neuenburg und <strong>IWC<\/strong> in Schaffhausen. Parallel zur vertikalen Integration der Produktion werden auch die Zulieferer integriert, zum Beispiel der Zifferblatthersteller Nat\u00e9ber, der Ende April von <strong>La Montre Herm\u00e8s<\/strong> \u00fcbernommen wurde. F\u00fcr die Marken, die bei der Werksbeschaffung eine Alternative zur <strong>Swatch Group<\/strong> suchen, hat Concepto soeben angek\u00fcndigt, n\u00e4chstes Jahr 400 000 Regulierorgan-Sets fertigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neue Glanzleistungen<\/strong><\/p>\n<p>Es wird geheiratet und umgezogen \u2013 Liebe liegt in der Luft. Bei <strong>Franck Muller<\/strong> sogar im wahrsten Sinne des Wortes mit einer ganz neuen Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit: Ausrichtung von Hochzeiten. Das Angebot ist allerdings auf den von der Marke besonders gesch\u00e4tzten japanischen Markt beschr\u00e4nkt, wo eine umfassende Dienstleistung von der Hochzeitstorte \u00fcber die Eheringe bis zum Zeitmesser angeboten wird. Rolex hatte schon immer eine Vorliebe f\u00fcr grosse Entdeckungen. Im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Regisseur James Cameron liess die Marke einen Prototyp der Deepsea Challenge an einem U-Boot befestigen und bis auf 10 898 Meter abtauchen. Gleichzeitig verlor sie ungewollt einen wichtigen Botschafter, da Nicolas Sarkozy von Fran\u00e7ois Hollande geschlagen wurde. 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