{"id":22267,"date":"2017-02-24T09:00:34","date_gmt":"2017-02-24T07:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gmtmag.com?p=22267"},"modified":"2017-02-23T10:45:13","modified_gmt":"2017-02-23T08:45:13","slug":"a-lange-soehne-grosse-lange-1-mondphase","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/technik-n-de\/banc_essai-3\/a-lange-soehne-grosse-lange-1-mondphase.html","title":{"rendered":"A. Lange &#038; S\u00f6hne: Grosse Lange 1 Mondphase"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auch wenn wir uns seit 20 Jahren an die typische deutsche Werksarchitektur und ihre ebenso speziellen wie bezaubernden Vollendungen gew\u00f6hnt haben, verschlagen uns die perfekten Proportionen sowie die Eleganz des schlichten Designs immer wieder den Atem. Bei A. Lange &amp; S\u00f6hne springen die Schlichtheit sowie das Nichtvorhandensein \u00fcberfl\u00fcssiger oder protziger Details sofort ins Auge!<\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">AUSSTATTUNG:<\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-22258\" src=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/GMT_n50_Fr_ipad-243.jpg\" alt=\"GMT_n50_Fr_ipad-243\" width=\"225\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/GMT_n50_Fr_ipad-243.jpg 326w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/GMT_n50_Fr_ipad-243-192x300.jpg 192w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keine \u00dcberraschung diesbez\u00fcglich, denn auch hier hat man immer den gleichen guten Eindruck. Absolute Ausgewogenheit bez\u00fcglich Proportionen, Design und Vollendungen des Geh\u00e4uses sowie aller Ausstattungsbestandteile. Es muss dazu gesagt werden, dass die Identit\u00e4tsauflagen strikt sind und wenig Spielraum f\u00fcr Fantasie lassen. Zudem ist das Geh\u00e4use der Lange 1 bereits ebenso perfekt wie ihr Werk und dies ungeachtet der gew\u00e4hlten Komplikationen. Warum sollte man auch an einer nahezu perfekten Formel, die den Erfolg der Marke ausmacht, etwas \u00e4ndern wollen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ultraklassisch ausgelegte grosse Version dieser Lange 1 weist einen Durchmesser von 41 mm und eine H\u00f6he von 9,50 mm auf. Der Mondphasenkorrektor und der Dr\u00fccker des Grossdatums teilen sich die linke, vollst\u00e4ndig polierte Flanke des Geh\u00e4usemittelteils symmetrisch auf. Die unterschiedlichen Angaben werden in klar definierten Zifferblattzonen gem\u00e4ss den deutschen Gewohnheiten angezeigt, was gen\u00fcgend Raum f\u00fcr eine grosse, innerhalb des Stunden- und Minutenkreises positionierte Mondscheibe l\u00e4sst. Der fein gek\u00f6rnte rechte Teil des Zifferblatts beherbergt das Grossdatum in einem goldgerahmten Doppelfenster sowie die traditionsgem\u00e4ss auf Deutsch angegebene Gangreserve und eine kleine Sekunde. Es gibt wirklich nichts Exklusives oder Neues zu entdecken, und auch bei sorgf\u00e4ltigster Analyse kann man nur erneut neidlos die Seltenheit sowie die Vollkommenheit eines heute oft so \u00fcberstrapazierten Luxus anerkennen, dass er schon fast vom Aussterben bedroht ist.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">WERK:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch hier entspricht alles den der Marke so sehr am Herzen liegenden Regeln der Kunst. Die ber\u00fchmte Dreiviertelplatine \u00fcberdeckt das gesamte Werk mit Ausnahme der beweglichen Teile f\u00fcr Sekunden und Hemmung. Die nicht galvanisierte Neusilberoberfl\u00e4che ist mit Genfer Streifen verziert. Die sieben Goldchatons sind verschraubt und tragen mit der Decksteinplatte der Hemmungsbr\u00fccke zur \u00fcberragenden Qualit\u00e4tsanmutung bei. Allein das Regulierorgan w\u00fcrde ein ganzes Kapitel verdienen. Es ist eines der seltenen, gem\u00e4ss den strengsten Regeln hoher Uhrmacherkunst vollst\u00e4ndig intern und aus traditionellen Werkstoffen gefertigten Ensembles aus Unruh und Spirale: Unruh mit variablem Tr\u00e4gheitsmoment, flache Spirale ohne R\u00fcckerschl\u00fcssel, durch mikrometrische Schraube eingestelltes bewegliches Spiralkl\u00f6tzchen und den traditionell handgravierten Kloben bedeckende Schwanenhalsfeder als Hymne an die hohe Kunst der Zeitmessung. Man ger\u00e4t in Versuchung, die abgerundeten statt der heikleren scharfkantigen Br\u00fcckenkonturen zu kritisieren, aber nur durch solche wie hier perfekt beherrschte Kompromisse kann die Marke sich gegen\u00fcber der von den Hauptkonkurrenten von A. Lange &amp; S\u00f6hne praktizierten \u00abMassenware hoher Uhrmacherkunst\u00bb durch attraktive Preise behaupten. Ein einziges Federhaus liefert gen\u00fcgend Energie f\u00fcr mindestens drei Tage Gangreserve mit einer Frequenz von 21 600 Halbschwingungen pro Stunde. Die Mondphase wird durch einen hochpr\u00e4zisen Mechanismus gesteuert, der nur alle 122 Jahre einer Korrektur bedarf.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-22257 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/GMT_n50_Fr_ipad-246.jpg\" alt=\"GMT_n50_Fr_ipad-246\" width=\"1080\" height=\"540\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/GMT_n50_Fr_ipad-246.jpg 1080w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/GMT_n50_Fr_ipad-246-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/GMT_n50_Fr_ipad-246-1024x512.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-22259\" src=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/GMT_n50_Fr_ipad-247.jpg\" alt=\"GMT_n50_Fr_ipad-247\" width=\"255\" height=\"255\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/GMT_n50_Fr_ipad-247.jpg 402w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/GMT_n50_Fr_ipad-247-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/GMT_n50_Fr_ipad-247-114x114.jpg 114w\" sizes=\"(max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">TESTS:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um ehrlich zu sein, hatten wir auch in diesem Kapitel nicht mit mehr \u00dcberraschungen als in den zwei vorherigen gerechnet. Zuerst begr\u00fcssen wir den Sekundenstopp, der uns die Messungen f\u00fcr diese Tests deutlich erleichtert hat und Isochronismus-Fans begeistern wird. Beide von uns getesteten Gangreserven \u00fcbertrafen die auf dem Zifferblatt angezeigten 72 Stunden. Im gleichen Zeitraum f\u00fchrten wir die \u00fcblichen Messungen in f\u00fcnf Positionen direkt nach dem Aufzug sowie nach 24 und 48 Stunden Gang durch. Die Ergebnisse sind selbstverst\u00e4ndlich von beispielhafter Regelm\u00e4ssigkeit und selbst nach 48 Stunden hatten die Amplituden nur rund 60\u00b0 eingeb\u00fcsst. Eine einzige Messung in vertikaler Lage befand sich ausserhalb der Bandbreite von 0 bis +10 Sekunden Abweichung pro Tag. Die gew\u00e4hlte L\u00f6sung ist aber noch viel beispielhafter als diese Ergebnisse, die nicht durch revolution\u00e4re Technologien oder Werkstoffe mit vielen hypothetischen Versprechen, sondern durch Detailliebe und Einhaltung der Regeln hoher Uhrmacherkunst erzielt werden. Nur zu oft werden diese f\u00fcr die Zeitmessung und Zuverl\u00e4ssigkeit unabdingbaren Grundlagen vernachl\u00e4ssigt. Der Tragekomfort sowie die Benutzerfreundlichkeit f\u00fcr Aufzug, Zeiteinstellung und Korrektur des Grossdatums sind ebenso vollkommen wie der Rest dieses Zeitmessers.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">FAZIT:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vorz\u00fcge dieser Grossen Lange 1 Mondphase stimmen mit jenen aller anderen Modelle dieser deutschen Manufaktur \u00fcberein. Die Schlichtheit dieser in jeder Hinsicht bespielhaften Zeitmesser von A. Lange &amp; S\u00f6hne wird von einigen als germanische N\u00fcchternheit bezeichnet. Doch da die Liebhaber der Marke genau diese Schlichtheit so zu sch\u00e4tzen wissen, kann man ihr nur anraten, diesem Ansatz treu zu bleiben. Und genau darin liegt die grosse Herausforderung der Marke, denn die nahezu perfekte Grosse Lange 1 Mondphase birgt keinerlei \u00dcberraschung. Die deutschen Uhrmacher m\u00fcssen einen Weg finden, ihre Sammler bei der Stange zu halten. Es braucht etwas mehr Innovation (zwei Modelle mit Mondphase allein f\u00fcr die Kollektion Lange 1!), vor allem bez\u00fcglich des Angebots an Komplikationen und ihrer Interpretation, ohne dabei jedoch die Identit\u00e4t und Qualit\u00e4t der f\u00fcr die gesamte Uhrenindustrie als Referenz geltenden Marke zu opfern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn wir uns seit 20 Jahren an die typische deutsche Werksarchitektur und ihre ebenso speziellen wie bezaubernden Vollendungen gew\u00f6hnt haben, verschlagen uns die perfekten Proportionen sowie die Eleganz des schlichten Designs immer wieder den Atem. Bei A. 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