{"id":22844,"date":"2017-03-25T07:00:02","date_gmt":"2017-03-25T05:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gmtmag.com?p=22844"},"modified":"2017-03-21T11:04:46","modified_gmt":"2017-03-21T09:04:46","slug":"patek-philippe-referenz-5230","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/technik-n-de\/banc_essai-3\/patek-philippe-referenz-5230.html","title":{"rendered":"Patek Philippe : Referenz 5230"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Seit Jahrzehnten dient die Genfer Marke in der bl\u00fchenden Welt der hohen Uhrmacherkunst als Massstab und Referenz. Folglich lenken wir in dieser Rubrik unser Augenmerk mit besonders grossem Interesse auf eine Uhr von Patek Philippe. In dieser Ausgabe unterziehen wir die an der diesj\u00e4hrigen Baselworld enth\u00fcllte Referenz 5230 unseren Tests und Bewertungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um es vorwegzunehmen: Der Begriff Neuheit ist hier relativ, denn diese neue Universalzeit symbolisiert in Bezug auf die Wahl des Kalibers mit Automatikaufzug sowie die f\u00fcr die Marke bereits legend\u00e4re Universalzeit eher die Fortsetzung einer langen Tradition als eine Innovation im eigentlichen Sinne des Wortes. Die alteingesessenen Liebhaber der Marke und die Sammler werden von dieser 5230 nicht \u00fcberrascht, sondern vielmehr zutiefst \u00fcberzeugt sein, dass sie Patek Philippe zu Recht volles Vertrauen schenken k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">AUSSTATTUNG:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Zeitmesser versinnbildlicht alle traditionellen und klassischen Aspekte der Uhrmacherei, die Patek Philippe sehr am Herzen liegen. Die Referenz 5230 ist eine schlichtere und erschwinglichere Alternative zur 5131, die seit einigen Jahren im Katalog der Marke enthalten ist. Die Ver\u00e4nderungen betreffen lediglich die Ausstattung. Das Geh\u00e4usedesign wurde extrem vereinfacht und erscheint fast karg, wird somit aber resolut zeitlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kurven des Mittelteils sind kantigeren Profilen sowie einem flachen Mittelteilband und einer flachen L\u00fcnette gewichen, wodurch der Durchmesser noch um einen Millimeter auf 38,5 mm reduziert werden konnte. Das Emailzifferblatt des Vorg\u00e4ngermodells wurde hier durch ein schlichtes, handguillochiertes Zifferblatt in edlem Grau abgel\u00f6st, das von einem sehr sch\u00f6n lesbaren 24-Stunden- und St\u00e4dtering eingerahmt ist. Die f\u00fcr die Genfer Marke unverkennbaren Z\u00e4hler der Universalzeit bilden mit dem Ensemble aus Zifferblatt und Geh\u00e4use eine elegante Einheit. Der Kronenschutz passte hier nicht mehr zum Design und der rechteckige Korrektor f\u00fcr die Universalzeit ist wie \u00fcblich bei 10 Uhr positioniert.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">WERK:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Kaliber 240 HU dieser neuen Referenz wurde 1977 entwickelt. Damals wurde in den Ingenieurb\u00fcros und Werkst\u00e4tten noch ohne Informatik gearbeitet. Selbstverst\u00e4ndlich wurde in seiner 40-j\u00e4hrigen Existenz mehrfach an dem Werk gefeilt, das jetzt \u00fcber eine Gyromax-Unruh und eine Spiromax-Spirale verf\u00fcgt, die Patek Philippe seit zehn Jahren sehr sch\u00e4tzt. Ausserdem werden die Bestandteile heute auf Hightech-Maschinen gefertigt. Wenn ein Kaliber die Jahrzehnte so unbeschadet \u00fcbersteht, m\u00fcssen seine Leistungen und seine Zuverl\u00e4ssigkeit wirklich \u00fcber jeden Zweifel erhaben sein. Die Integration eines Mikrorotors in 22 Karat Gold f\u00fcr die Versorgung des Automatikaufzugs ist zweifellos eine der gr\u00f6ssten Errungenschaften dieses Kalibers, das so durch bemerkenswerte Flachheit \u00fcberzeugt. Wir wissen alle, wie kompliziert es ist, einen leistungsf\u00e4higen Mikrorotor zu entwickeln, und deshalb k\u00f6nnen wir das Talent der Werksbauer und Uhrmacher, die damals die Erstentwicklung machten, nur lobend erw\u00e4hnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das einzige Federhaus speist das mit 21 600 Halbschwingungen pro Stunde oszillierende Regulatororgan mit einer Mindestgangreserve von 48 Stunden. Die Universalzeit ist ein zus\u00e4tzliches Modul mit einem gr\u00f6sseren Durchmesser als das Basiskaliber. Auch dieses Modul hat schon einige Jahre auf dem Buckel und muss weder seine G\u00fcte noch seine Zuverl\u00e4ssigkeit unter Beweis stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich besitzt auch dieses Kaliber das interne G\u00fctesiegel \u00abPoin\u00e7on Patek Philippe\u00bb. Die traditionelle Grunddekoration besteht aus Genfer Streifen, Perlierung und anglierten Br\u00fccken. Ein Wermutstr\u00f6pfchen sind die in mehreren Linien verlaufenden Konturen der Br\u00fccken als Beweis f\u00fcr die Industrialisierung der Dekoration.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">TESTS:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch diesbez\u00fcglich gibt es keine grossen \u00dcberraschungen. Das Kaliber 240 ist f\u00fcr seine exzellenten Leistungen aus der Bl\u00fctezeit von Patek Philippe hinreichend bekannt. Somit sind die Zuverl\u00e4ssigkeit und die besonders einfache Wartung dieses ehrw\u00fcrdigen Kalibers bereits ein Gemeinplatz. Dieses Argument wird trotz seiner Bedeutung nur selten ins Feld gef\u00fchrt. Wenn das Kaliber 240 in die H\u00e4nde eines qualifizierten Uhrmachers ger\u00e4t, d\u00fcrfte es nach der fast immer reibungslos verlaufenden Wartung wieder genauso gl\u00e4nzend und leistungsstark sein wie am ersten Tag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Leistung des Mikrorotors machen es zu einem der besten, wenn nicht sogar dem besten Kaliber des Markts \u00fcberhaupt. Die Pr\u00e4zision sowie die Gangreserve entsprechen den Standards der 70er-Jahre sowie jenen von Kalibern mit bescheidenen Abmessungen. Die vom Hersteller mit mindestens 48 Stunden angegebene Gangreserve wurde von uns zweimal gemessen und belief sich auf 48 und 50 Stunden. Bei maximalem Aufzug lagen die Amplituden zwischen 265\u00b0 und 285\u00b0. Selbstverst\u00e4ndlich hat die Gangreserve hier eine grosse Auswirkung auf Amplitude und Pr\u00e4zision, und doch bleiben die Ergebnisse nach 24 Stunden sowie die Abweichungen mit einem Delta von nur 7 Sekunden bei Messungen von -2 bis +5 Sekunden pro Tag \u00fcberraschend gut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesbarkeit und Ergonomie sind trotz des kleinen Durchmessers der Uhr bemerkenswert.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">FAZIT:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sammler und Liebhaber traditioneller Uhrmacherkunst werden von dieser Referenz 5230 begeistert sein, denn sie entspricht perfekt ihren W\u00fcnschen: Tradition statt extravagante Designstudien einer Uhrmacherei, die seit der Lancierung des Kalibers 240 oft nur aus Marketinggr\u00fcnden haneb\u00fcchener Innovation fr\u00f6nte. Es ist zudem interessant zu wissen, dass dieses Werk mitten in der Quarzkrise das Licht der Welt erblickte. Die hohe Uhrmacherkunst und Patek Philippe haben mit ihrer Innovationskraft w\u00e4hrend dieser Zeiten nicht nur Krisen \u00fcberstanden, sondern sind auch gest\u00e4rkt aus diesen hervorgegangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir hegen deshalb keinen Zweifel, dass das Ingenieurb\u00fcro von Patek Philippe in den aktuellen Zeiten grosser Unsicherheit ebenfalls in der Lage sein wird, das Kaliber 240 von morgen zu erfinden, und freuen uns schon sehr, in naher oder ferner Zukunft auch dieses auf unserem Pr\u00fcfstand testen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahrzehnten dient die Genfer Marke in der bl\u00fchenden Welt der hohen Uhrmacherkunst als Massstab und Referenz. Folglich lenken wir in dieser Rubrik unser Augenmerk mit besonders grossem Interesse auf eine Uhr von Patek Philippe. 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