{"id":22984,"date":"2017-03-30T07:00:56","date_gmt":"2017-03-30T05:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gmtmag.com?p=22984"},"modified":"2017-03-24T12:44:31","modified_gmt":"2017-03-24T10:44:31","slug":"graff-absolute-transparenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/art-n-de\/architecture-3\/graff-absolute-transparenz.html","title":{"rendered":"Graff: Absolute Transparenz"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>MasterGraff Structural Skeleton Automatic Flying Tourbillon<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>GEH\u00c4USE<\/strong>: Ros\u00e9- oder Weissgold und Titan mit schwarzer DLCBeschichtung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>DURCHMESSER<\/strong>: 46 mm<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>WERK<\/strong>: Mechanikwerk mit Automatikaufzug, 72 Stunden Gangreserve<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>FUNKTIONEN<\/strong>: Stunden, Minuten und fliegender Tourbillon<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>ZIFFERBLATT<\/strong>: skelettiert<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>BODEN<\/strong>: Saphirglas<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>WASSERDICHTIGKEIT<\/strong>: 50 Meter<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>ARMBAND<\/strong>: Alligatorleder<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Verbreitung des Lichts ist in der Architektur oft ein zentrales Problem. Auch in der Uhrmacherei strebt man nach dem idealen Kompromiss aus Klarheit und perfektem Glanz, der das Licht bis ins mechanische Herz des Zeitmessers vordringen l\u00e4sst. Der Architekt Alex Leuzinger vergleicht beide Welten anhand eines Modells von Graff und des MuCEM. Dreh- und Angelpunkt der \u00dcberlegung? Das Streben nach absoluter Transparenz.<\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Uhr: MasterGraff Structural Skeleton Automatic Flying Tourbillon<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser neue, ebenso luftige wie monumentale fliegende Tourbillon von Graff setzt auf diese Ambivalenz und scheint keine technischen Grenzen zu kennen. Trotz der von den Uhrmachern entwickelten mechanischen Komplexit\u00e4t, aufgrund der die Montage eines solchen Werks einen Monat Arbeit beansprucht, sind die Transparenz sowie die Lichtdurchflutung beispielhaft: skelettiertes Zifferblatt, Saphirbr\u00fccken, durchbrochene Zeiger, Mikrorotor etc. In den Genfer Werkst\u00e4tten \u00fcberwinden die talentierten Handwerksk\u00fcnstler der Marke alle Hindernisse und pr\u00e4sentieren einen Tourbillon von bisher unerreichter Transparenz. Die Genialit\u00e4t macht auch vor dem Geh\u00e4use nicht halt, dessen DLC-beschichtete und skelettierte Titanflanken der Metallstruktur eines Geb\u00e4udes gleichen. Dieses architektonische Konstrukt f\u00e4ngt das Licht ein, um es besser nach innen weiterleiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Architektonisches Pendant: MuCEM in Marseille, Frankreich, entworfen vom Architekturb\u00fcro Rudy Ricciotti<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das in Marseille erbaute MuCEM (Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers) ist ausschliesslich auf die Kulturen Europas und des Mittelmeerraums spezialisiert. Das 2013 eingeweihte und h\u00f6chst spektakul\u00e4re Geb\u00e4ude wurde schnell zu einem der meistbesuchten Museen der Stadt. Der weite Blick \u00fcber das Meer am Eingang des alten Hafens ist wirklich der ide-ale Standort. Jahrhundertelang legten hier Reisende aus aller Welt an und ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl das MuCEM nat\u00fcrlich stark in der Vergangenheit verankert ist, versteht es sich doch auch und vor allem als Zeuge der Gegenwart, einer Epoche, in der der Mittelmeerraum tiefgreifende religi\u00f6se, soziale und politische Ver\u00e4nderungen durchlebt. Das vom Architekturb\u00fcro Rudy Ricciotti entworfene Bauwerk ist \u00fcber 18 Meter hoch und somit ein imposantes und majest\u00e4tisches Symbol von dennoch extremer Zartheit, denn das \u00e4ussere Netz aus mattem Beton spielt mit dem grellen Licht des Mittelmeers und sch\u00fctzt doch gleichzeitig die Innenr\u00e4ume vor seiner Aggressivit\u00e4t. Diese \u00c4sthetik verweist auf die arabisch-andalusische Architektur sowie die Arabesken des Nahen Ostens, als wenn es seine tiefwurzelnde Verbundenheit mit diesen Mittelmeerkulturen noch betonen wollte. Selbstverst\u00e4ndlich fungiert es auch als Wahrzeichen von Marseille als Schnittstelle zahlreicher Zivilisationen. Rudy Ricciotti erkl\u00e4rt: \u00abEine hagere Architektur, langgezogen wie die gespannten Muskeln eines Marathonl\u00e4ufers, gekoppelt mit einer \u00fcberw\u00e4ltigend femininen Zartheit. Sie spiegelt perfekt die Metapher des Mittemeerraums wider.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernde und abwechselnde Spiel von Licht und Schatten sowie die Faszination einer poetisch angehauchten Struktur bilden den gemeinsamen Nenner dieser zwei in ihrem Genre einzigartigen Kreationen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verbreitung des Lichts ist in der Architektur oft ein zentrales Problem. Auch in der Uhrmacherei strebt man nach dem idealen Kompromiss aus Klarheit und perfektem Glanz, der das Licht bis ins mechanische Herz des Zeitmessers vordringen l\u00e4sst. 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