{"id":2309,"date":"2012-11-02T16:59:22","date_gmt":"2012-11-02T15:59:22","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=2309"},"modified":"2012-11-21T14:32:23","modified_gmt":"2012-11-21T13:32:23","slug":"hymne-an-den-minimalismus-hermes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/art-n-de\/architecture-3\/hymne-an-den-minimalismus-hermes.html","title":{"rendered":"Hymne an den Minimalismus &#8211; Herm\u00e8s"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>Dressage Quanti\u00e8me Simple<\/strong><\/p>\n<p><strong>Werk:<\/strong> Mechanikwerk mit Automatikaufzug, Kaliber Manufacture Vaucher H1837 <strong>Geh\u00e4use: <\/strong>Stahl\u00a0<strong>Abmessungen:<\/strong> 40,5 x 38,4 mm <strong>Funktionen:<\/strong> Stunden, Minuten, Sekunden und Datum\u00a0<strong>Boden:<\/strong> Saphir\u00a0<strong>Wasserdichte:<\/strong> 50 Meter <strong>Armband: <\/strong>Alligatorleder mattes Havannabraun<\/p><\/blockquote>\n<div class=\"contenu_article\"><strong>Herm\u00e8s<\/strong><\/p>\n<p><strong>Uhr: Dressage<\/strong><\/p>\n<p>Die gr\u00f6ssten Ikonen entwickeln sich normalerweise mit ihrer Epoche. Die 2003 von Henri d\u2019Origny kreierte Dressage pr\u00e4sentiert sich in einem luftigeren, modernen Gewand. Obwohl das Stahl- oder Rosagoldgeh\u00e4use seinen klassischen Abmessungen treu bleibt, vergr\u00f6ssert sich der \u00d6ffnungsdurchmesser und gibt noch mehr von dem sch\u00f6n vollendeten, versilberten oder schwarzen Opalin-Zifferblatt mit vertikalen Streifen und im Relief rhodinierten Ziffern frei. Allein die abgeschr\u00e4gte Wannenform macht dieses Modell, das durch perfekte Rundungen und mit dem Geh\u00e4use verbundene sowie \u00fcber dieses hinauswachsende Bandanst\u00f6sse besticht, einzigartig. Diese Kollektion, deren Design stark an Chronographen aus den 30er Jahren erinnert, besteht aus zehn Modellen, davon acht Stahlversionen mit grosser zentraler Sekunde und Datum bei 6 Uhr oder kleiner Sekunde bei 6 Uhr sowie zwei Modelle in Rosagold mit kleiner zentraler Sekunde, wovon eine nur in 175 Exemplaren aufgelegt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Architektonisches Pendant: Rektorat der neuen Universit\u00e4t Lissabon von Manuel und Francisco Aires Mateus<\/strong><\/p>\n<p>Die Universidade Nova de Lisboa (UNL) ist die j\u00fcngste \u00f6ffentliche Einrichtung f\u00fcr wissenschaftliche Lehre und Forschung im Raum Lissabon. Sie wurde 1973 bei der Erweiterung und Diversifizierung des portugiesischen Hochschulwesens gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t z\u00e4hlt \u00fcber 14\u2009000 Studierende, 1500 Lehrkr\u00e4fte und 800 Mitarbeiter. F\u00fcnf Fakult\u00e4ten, drei Institute und eine Schule verteilen sich \u00fcber drei getrennte Standorte.<\/p>\n<p>Das neue Geb\u00e4ude befindet sich auf dem Campus Campolide der Universidade Nova de Lisboa, liegt unweit der alten Jesuitenschule und umrandet einen Platz. Es besteht aus zwei Teilen: einerseits die B\u00fcros in einem hohen und schmalen Teil des Geb\u00e4udes mit breiten Fensterfronten mit Blick auf den Park Monsanto und andererseits die Sitzungss\u00e4le und Veranstaltungsr\u00e4ume im dreist\u00f6ckigen Sockel dieser Konstruktion, der sich vom Untergeschoss mit Zugang bis einen Stock \u00fcber den \u00f6ffentlichen Platz erstreckt.<\/p>\n<p>Die Fassaden des hohen und schmalen Hauptgeb\u00e4udes sind mit weissem Stein verkleidet. Die Wand in Stadtrichtung weist keine \u00d6ffnungen auf (die vertikalen Verbindungswege des Geb\u00e4udes befinden sich hinter dieser Wand). Die dem \u00f6ffentlichen Platz zugewandte Seite verf\u00fcgt hingegen \u00fcber Fenster, die wie scheinbar willk\u00fcrlich platzierte Schlitze erscheinen und an eine \u00fcberdimensionale perforierte Karte denken lassen.<\/p>\n<p>Nimmt man die Oberfl\u00e4chen dieser umgrenzenden Mauern ein wenig genauer unter die Lupe, meint man filigrane und in die Materie eingemeisselte Linien und Ebenen erkennen zu k\u00f6nnen. Genau wie bei der \u00abDressage\u00bb von Herm\u00e8s wird hier der Werkstoff als Tr\u00e4ger erachtet, in den grundlegende Elemente des Objekts ziseliert werden: typische Merkmale der Fassaden und ihrer Verkleidung, spezifische Anordnung der Fenster, horizontale Abgrenzung des Sockels f\u00fcr das Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude; Tr\u00e4ger f\u00fcr Stundenzeiger und in das Zifferblatt eingelassene Ziffern. Ein Vergleich zwischen beiden Objekten legt subtile, von einem Streben nach Minimalismus oder vielleicht einfach nach schlichter Eleganz inspirierte Interventionen offen.<\/p><\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Herm\u00e8s<\/strong><\/p>\n<p><strong>Uhr: Dressage<\/strong><\/p>\n<p>Die gr\u00f6ssten Ikonen entwickeln sich normalerweise mit ihrer Epoche. Die 2003 von Henri d\u2019Origny kreierte Dressage pr\u00e4sentiert sich in einem luftigeren, modernen Gewand. Obwohl das Stahl- oder Rosagoldgeh\u00e4use seinen klassischen Abmessungen treu bleibt, vergr\u00f6ssert sich der \u00d6ffnungsdurchmesser und gibt noch mehr von dem sch\u00f6n vollendeten, versilberten oder schwarzen Opalin-Zifferblatt mit vertikalen Streifen und im Relief rhodinierten Ziffern frei. Allein die abgeschr\u00e4gte Wannenform macht dieses Modell, das durch perfekte Rundungen und mit dem Geh\u00e4use verbundene sowie \u00fcber dieses hinauswachsende Bandanst\u00f6sse besticht, einzigartig. Diese Kollektion, deren Design stark an Chronographen aus den 30er Jahren erinnert, besteht aus zehn Modellen, davon acht Stahlversionen mit grosser zentraler Sekunde und Datum bei 6 Uhr oder kleiner Sekunde bei 6 Uhr sowie zwei Modelle in Rosagold mit kleiner zentraler Sekunde, wovon eine nur in 175 Exemplaren aufgelegt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Architektonisches Pendant: Rektorat der neuen Universit\u00e4t Lissabon von Manuel und Francisco Aires Mateus<\/strong><\/p>\n<p>Die Universidade Nova de Lisboa (UNL) ist die j\u00fcngste \u00f6ffentliche Einrichtung f\u00fcr wissenschaftliche Lehre und Forschung im Raum Lissabon. Sie wurde 1973 bei der Erweiterung und Diversifizierung des portugiesischen Hochschulwesens gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t z\u00e4hlt \u00fcber 14\u2009000 Studierende, 1500 Lehrkr\u00e4fte und 800 Mitarbeiter. F\u00fcnf Fakult\u00e4ten, drei Institute und eine Schule verteilen sich \u00fcber drei getrennte Standorte.<\/p>\n<p>Das neue Geb\u00e4ude befindet sich auf dem Campus Campolide der Universidade Nova de Lisboa, liegt unweit der alten Jesuitenschule und umrandet einen Platz. Es besteht aus zwei Teilen: einerseits die B\u00fcros in einem hohen und schmalen Teil des Geb\u00e4udes mit breiten Fensterfronten mit Blick auf den Park Monsanto und andererseits die Sitzungss\u00e4le und Veranstaltungsr\u00e4ume im dreist\u00f6ckigen Sockel dieser Konstruktion, der sich vom Untergeschoss mit Zugang bis einen Stock \u00fcber den \u00f6ffentlichen Platz erstreckt.<\/p>\n<p>Die Fassaden des hohen und schmalen Hauptgeb\u00e4udes sind mit weissem Stein verkleidet. Die Wand in Stadtrichtung weist keine \u00d6ffnungen auf (die vertikalen Verbindungswege des Geb\u00e4udes befinden sich hinter dieser Wand). Die dem \u00f6ffentlichen Platz zugewandte Seite verf\u00fcgt hingegen \u00fcber Fenster, die wie scheinbar willk\u00fcrlich platzierte Schlitze erscheinen und an eine \u00fcberdimensionale perforierte Karte denken lassen.<\/p>\n<p>Nimmt man die Oberfl\u00e4chen dieser umgrenzenden Mauern ein wenig genauer unter die Lupe, meint man filigrane und in die Materie eingemeisselte Linien und Ebenen erkennen zu k\u00f6nnen. Genau wie bei der \u00abDressage\u00bb von Herm\u00e8s wird hier der Werkstoff als Tr\u00e4ger erachtet, in den grundlegende Elemente des Objekts ziseliert werden: typische Merkmale der Fassaden und ihrer Verkleidung, spezifische Anordnung der Fenster, horizontale Abgrenzung des Sockels f\u00fcr das Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude; Tr\u00e4ger f\u00fcr Stundenzeiger und in das Zifferblatt eingelassene Ziffern. 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