{"id":23378,"date":"2017-05-09T07:00:54","date_gmt":"2017-05-09T05:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gmtmag.com?p=23378"},"modified":"2017-04-18T14:47:20","modified_gmt":"2017-04-18T12:47:20","slug":"innovation-innovative-klange","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/technik-n-de\/technik\/innovation-innovative-klange.html","title":{"rendered":"Innovation : Innovative Kl\u00e4nge"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Noch nie waren Uhren mit L\u00e4utwerk so musikalisch, so flach, so zahlreich und so sicher und vor allem so innovativ! Ein \u00dcberblick \u00fcber melodi\u00f6se Neuerungen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die auf Wunsch die Uhrzeit auf die Minute genau l\u00e4utende Minutenrepetition ist die K\u00f6nigin aller Komplikationen. Das grosse L\u00e4utwerk, das die Viertelstunden und verstreichenden Stunden sowie die Uhrzeit auf Wunsch l\u00e4utet, ist das Nonplusultra an Komplexit\u00e4t und somit die Kaiserin unter den Komplikationen. Diese Wunderwerke zu entwickeln und zum Funktionieren zu bringen gen\u00fcgt aber noch lange nicht. Sie m\u00fcssen auch noch wundersch\u00f6n klingen und der Klang muss stark, gut h\u00f6rbar und lebendig sein. Doch auch damit ist es noch nicht getan. Wenn die L\u00e4utwerksteile in Aktion sind, kann jegliche Manipulation der Uhr Sch\u00e4den verursachen. Die j\u00fcngsten Innovationen betreffen deshalb vor allem die Sicherung dieser Uhren, die leicht \u00fcber eine halbe Million Euro kosten. Die Grundidee ist dabei, dass ein schlecht informierter oder ungeschickter Tr\u00e4ger die Uhr nicht w\u00e4hrend des L\u00e4utens einstellt, denn das w\u00e4re fatal!<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">SICHERN<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Greubel Forsey hat die Sicherung zum Dreh- und Angelpunkt der Grande Sonnerie als einer der herausragendsten Uhren des Jahres gemacht. Mit ihrem grossen L\u00e4utwerk mit Automatikaufzug, den Kathedraltonfedern, dem 24-Sekunden-Tourbillon und den hyperbolischen Vollendungen ist sie das Ergebnis eines gemeinsam mit Vacheron Constantin verfolgten Ansatzes. Die Genfer Marke pr\u00e4sentiert ihre Werksvariante ohne Kathedraltonfeder, ohne Automatikaufzug und ohne Tourbillon, aber auch nicht g\u00fcnstiger: die Symphonia Grande Sonnerie 1860. Je komplexer ein L\u00e4utwerksmechanismus, desto h\u00f6her ist er auch. Genau deshalb versuchen viele Uhrmacher diese H\u00f6he zu reduzieren. Mit zunehmend grossem Geh\u00e4usedurchmesser hat man nat\u00fcrlich auch mehr Platz in der Breite statt zu schichten. Bulgari h\u00e4lt derzeit mit der Octo Finissimo R\u00e9p\u00e9tition Minutes diesbez\u00fcglich immer noch den Rekord. Das Titangeh\u00e4use mit einem Durchmesser von 40 mm hat eine H\u00f6he von nur 6,58 mm, wobei das Kaliber nur 3,12 mm hoch ist. Damit wurde der vorherige Rekord um 20% unterboten.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">NEU ERFINDEN<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine andere Art von Innovation ist es, einfach alles zu ver\u00e4ndern. Genau das hat Breguet bei der Tradition 7087 beschlossen. Die H\u00e4mmer schlagen vertikal auf die Tonfedern, um eine Klangwelle auf gleicher Ebene wie das Saphirglas zu erzeugen. Diese Tonfedern sind aus Gold, und ihre Form h\u00e4ngt von der gew\u00fcnschten Note ab. Der Regulator, der den Rhythmus der Vorg\u00e4nge diktiert, ist magnetisch. Das Geh\u00e4use hat winzige Klangl\u00f6cher und verf\u00fcgt zudem \u00fcber eine Resonanzmembran aus Gold. Dieses Prinzip verwendet auch Audemars Piguet f\u00fcr die Royal Oak Concept Supersonnerie: Schaffung einer Fl\u00e4che, die den Ton innerhalb des begrenzten Raums des Geh\u00e4uses nat\u00fcrlich verst\u00e4rkt.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">SICH SELBST \u00dcBERTREFFEN<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die beeindruckendste Innovation stammt jedoch zweifellos von Chopard. Nach 15 000 Stunden Forschung und Entwicklung pr\u00e4sentierte die Marke ihre erste Minutenrepetition zum 20. Geburtstag der Manufaktur L.U.C. Dank der sechs Sicherheitsmechanismen ist sie rundum gesch\u00fctzt. Erstmals sind die Tonfedern aus Saphir. Ja, hier wird Saphirglas statt des sonst \u00fcblichen Stahls verwendet. Die Federn werden aus einem St\u00fcck gefertigt und sind deshalb direkt mit dem Saphirglas der Uhr verbunden. Die grosse Fl\u00e4che vibriert wie ein Lautsprecher. Tonfedern und Glas bilden gemeinsam eine Klangwelle, die sich nahtlos und ohne jeglichen Klangverlust in einem homogenen Milieu ausbreitet. Der Klang ist voll und im wahrsten Sinne des Wortes kristallklar. Auf die Idee musste man erst einmal kommen, und dann galt es, dieses Ensemble aus Glas und Tonfeder zu fertigen. Allein das nahm drei Jahre in Anspruch! Solche Zeitspannen erkl\u00e4ren auch den intergalaktischen Preis der Meisterwerke dieser Kategorie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch nie waren Uhren mit L\u00e4utwerk so musikalisch, so flach, so zahlreich und so sicher und vor allem so innovativ! 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