{"id":2511,"date":"2011-11-19T12:44:52","date_gmt":"2011-11-19T11:44:52","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=2511"},"modified":"2012-12-13T13:42:34","modified_gmt":"2012-12-13T12:42:34","slug":"dezember-2011-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/business-n-de\/worldtempus-3\/dezember-2011-2.html","title":{"rendered":"Schweizer macherei in Asien : Highlights des vergangenen Quartals 11.11"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\">W\u00e4hrend die Schweizer Exporte aufgrund des starken Frankens und der schwachen europ\u00e4ischen Konjunktur kr\u00e4ftig zur\u00fcckgegangen sind, verzeichnen die Schweizer Luxusuhren den exakt gegenteiligen Trend. Im Oktober stiegen die Uhrenexporte insgesamt um 19% gegen\u00fcber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Allein w\u00e4hrend der ersten zehn Monate wurden Uhren im Wert von insgesamt 15,3 Milliarden Schweizer Franken exportiert, was f\u00fcr 2011 auf ein ausgezeichnetes Jahr schliessen l\u00e4sst. Vielleicht wird sogar der Rekordwert von 17 Milliarden Schweizer Franken aus dem Jahr 2008 \u00fcbertroffen. Selbst der Preisanstieg beim Gold und anderen edlen Rohstoffen konnte das ph\u00e4nomenale Wachstum, das vor allem von China angetrieben wird, nicht bremsen. Allein die Region Hongkong und Kontinentalchina bestritt 29,8% der Gesamtexporte im Oktober und liess somit die USA mit weiterhin stattlichen 10,9% weit hinter sich. Jean-Daniel Pasche, Pr\u00e4sident des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie, rechnet in einem Beitrag der Westschweizer Wirtschaftszeitung L\u2019Agefi mit \u00abpositiven Ergebnissen, die noch besser sind als 2011, was an sich schon herausragend ist\u00bb.<br \/>\n<strong><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Anerkennung und schwierige Wahl<\/strong><br \/>\nMit dem Herbst beginnt die Zeit, in der sich die Uhrenjuroren treffen. Ihre Aufgabe: sich auf die herausragendsten Uhren des Jahres einigen und diese an prestigetr\u00e4chtigen Abendveranstaltungen wie dem Grand Prix d\u2019Horlogerie de Gen\u00e8ve (GPHG) auszeichnen. 2011 h\u00e4tte man die Pr\u00e4mierung besonders klassischer Modelle oder von Neuauflagen historischer Zeitmesser bef\u00fcrchten k\u00f6nnen, denn die meisten Neuheiten des Jahres waren schlicht gehalten und sollten den Kunden Sicherheit vermitteln. Die Arceau Temps Suspendu von <strong>Herm\u00e8s<\/strong>, die den Preis der besten Herrenuhr am GPHG erhielt und von der Zeitschrift Montres Passion zur Uhr des Jahres 2011 gew\u00e4hlt wurde, durchkreuzte allerdings diese Prognosen und wurde indirekt zum Symbol eines interessanten Wandels. Die raffinierte und elegante \u00c4sthetik des Modells liefert eine ganz neue Vision der Herrenuhren. Dank eines Dr\u00fcckers k\u00f6nnen die Zeiger nach Lust und Laune gestoppt oder wieder gestartet werden. Der Mensch verf\u00fcgt so mehr \u00fcber die Zeit als dass er sie wie bisher m\u00f6glichst pr\u00e4zise messen will. Der Preis \u00abAiguille d\u2019Or\u00bb des GPHG ging an <strong>De Bethune<\/strong>. Die avantgardistische Marke strebt nach einer futuristischen Darstellung der uhrmacherischen Wissenschaft und hat den Sprung in den Kreis der wenigen auf dem Markt wirklich bedeutsamen Marken geschafft. Der Herbst war ausserdem von zahlreichen kleinen und mittleren Messen gepr\u00e4gt: internationale Messe Alta Relojeria in Mexiko, QP-Messe in London und Belles Montres in Paris. Die breite \u00d6ffentlichkeit erhielt jedes Mal Gelegenheit, die Neuheiten der Marken zu entdecken und ihre Vertreter kennenzulernen. Diese Schnittstelle l\u00e4dt zum Austausch ein und stellt die Verbindung zwischen Ottonormalverbraucher und Marken her. Doch genau hier liegt oft der Hase im Pfeffer, vor allem f\u00fcr die kleinsten Messen. Sie verf\u00fcgen n\u00e4mlich nur \u00fcber geringe finanzielle Mittel und m\u00fcssen oft eine harte Auswahl treffen, obwohl sie in ihrer jeweiligen Region immer eine Daseinsberechtigung haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kultur und Segeln<\/strong><br \/>\nDank der Fondation de la Haute Horlogerie verf\u00fcgen die Liebhaber der Uhrmacherei von nun an \u00fcber ein Buch, das die Entwicklungsgeschichte der Zeitmessung vom Anfang bis heute nachzeichnet. Das von Dominique Fl\u00e9chon, dem ehemaligen Direktor f\u00fcr Forschung und Entwicklung, erstellte Werk \u00abLa conqu\u00eate du temps\u00bb (\u00abdie Eroberung der Zeit\u00bb) f\u00fchrt auf didaktische Weise und mit vielen Bildern vor, wie es dem Menschen gelungen ist, die Zeit immer weiter zu normieren.<br \/>\nW\u00e4hrend des gleichen Zeitraums werden unter der kalifornischen Sonne die ersten Wettk\u00e4mpfe der America\u2019s World Cup Series ausgetragen, also die Vorentscheidungen f\u00fcr den ber\u00fchmten America\u2019s Cup, der im September 2013 durchgef\u00fchrt wird. Die Uhrenmarken sind bereits mit an Bord: <strong>TAG Heuer<\/strong> bei Oracle, <strong>Corum<\/strong> beim Energy Team und <strong>Omega<\/strong> beim Emirates Team New Zealand.<\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend die Schweizer Exporte aufgrund des starken Frankens und der schwachen europ\u00e4ischen Konjunktur kr\u00e4ftig zur\u00fcckgegangen sind, verzeichnen die Schweizer Luxusuhren den exakt gegenteiligen Trend. Im Oktober stiegen die Uhrenexporte insgesamt um 19% gegen\u00fcber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Allein w\u00e4hrend der ersten zehn Monate wurden Uhren im Wert von insgesamt 15,3 Milliarden Schweizer Franken exportiert, was f\u00fcr 2011 auf ein ausgezeichnetes Jahr schliessen l\u00e4sst. Vielleicht wird sogar der Rekordwert von 17 Milliarden Schweizer Franken aus dem Jahr 2008 \u00fcbertroffen. Selbst der Preisanstieg beim Gold und anderen edlen Rohstoffen konnte das ph\u00e4nomenale Wachstum, das vor allem von China angetrieben wird, nicht bremsen. Allein die Region Hongkong und Kontinentalchina bestritt 29,8% der Gesamtexporte im Oktober und liess somit die USA mit weiterhin stattlichen 10,9% weit hinter sich. Jean-Daniel Pasche, Pr\u00e4sident des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie, rechnet in einem Beitrag der Westschweizer Wirtschaftszeitung L\u2019Agefi mit \u00abpositiven Ergebnissen, die noch besser sind als 2011, was an sich schon herausragend ist\u00bb.<br \/>\n<strong><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Anerkennung und schwierige Wahl<\/strong><br \/>\nMit dem Herbst beginnt die Zeit, in der sich die Uhrenjuroren treffen. Ihre Aufgabe: sich auf die herausragendsten Uhren des Jahres einigen und diese an prestigetr\u00e4chtigen Abendveranstaltungen wie dem Grand Prix d\u2019Horlogerie de Gen\u00e8ve (GPHG) auszeichnen. 2011 h\u00e4tte man die Pr\u00e4mierung besonders klassischer Modelle oder von Neuauflagen historischer Zeitmesser bef\u00fcrchten k\u00f6nnen, denn die meisten Neuheiten des Jahres waren schlicht gehalten und sollten den Kunden Sicherheit vermitteln. Die Arceau Temps Suspendu von <strong>Herm\u00e8s<\/strong>, die den Preis der besten Herrenuhr am GPHG erhielt und von der Zeitschrift Montres Passion zur Uhr des Jahres 2011 gew\u00e4hlt wurde, durchkreuzte allerdings diese Prognosen und wurde indirekt zum Symbol eines interessanten Wandels. Die raffinierte und elegante \u00c4sthetik des Modells liefert eine ganz neue Vision der Herrenuhren. Dank eines Dr\u00fcckers k\u00f6nnen die Zeiger nach Lust und Laune gestoppt oder wieder gestartet werden. Der Mensch verf\u00fcgt so mehr \u00fcber die Zeit als dass er sie wie bisher m\u00f6glichst pr\u00e4zise messen will. Der Preis \u00abAiguille d\u2019Or\u00bb des GPHG ging an <strong>De Bethune<\/strong>. Die avantgardistische Marke strebt nach einer futuristischen Darstellung der uhrmacherischen Wissenschaft und hat den Sprung in den Kreis der wenigen auf dem Markt wirklich bedeutsamen Marken geschafft. Der Herbst war ausserdem von zahlreichen kleinen und mittleren Messen gepr\u00e4gt: internationale Messe Alta Relojeria in Mexiko, QP-Messe in London und Belles Montres in Paris. Die breite \u00d6ffentlichkeit erhielt jedes Mal Gelegenheit, die Neuheiten der Marken zu entdecken und ihre Vertreter kennenzulernen. Diese Schnittstelle l\u00e4dt zum Austausch ein und stellt die Verbindung zwischen Ottonormalverbraucher und Marken her. Doch genau hier liegt oft der Hase im Pfeffer, vor allem f\u00fcr die kleinsten Messen. Sie verf\u00fcgen n\u00e4mlich nur \u00fcber geringe finanzielle Mittel und m\u00fcssen oft eine harte Auswahl treffen, obwohl sie in ihrer jeweiligen Region immer eine Daseinsberechtigung haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kultur und Segeln<\/strong><br \/>\nDank der Fondation de la Haute Horlogerie verf\u00fcgen die Liebhaber der Uhrmacherei von nun an \u00fcber ein Buch, das die Entwicklungsgeschichte der Zeitmessung vom Anfang bis heute nachzeichnet. 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