{"id":25201,"date":"2017-11-01T09:00:35","date_gmt":"2017-11-01T07:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gmtmag.com?p=25201"},"modified":"2017-11-01T10:39:09","modified_gmt":"2017-11-01T08:39:09","slug":"tudor-heritage-black-bay-chronograph","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/technik-n-de\/banc_essai-3\/tudor-heritage-black-bay-chronograph.html","title":{"rendered":"Tudor : Heritage Black Bay Chronograph"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Zur Einweihung des neuen Layouts Ihres Lieblingsmagazins hat sich die Redaktion von GMT f\u00fcr eine in vielerlei Hinsicht erstaunliche Uhr entschieden: den Tudor Heritage Black Bay Chronograph. Das Genfer Haus kann seit den 1970er-Jahren auf eine lange Erfahrung in der Herstellung dieses Uhrentyps zur\u00fcckblicken. Wir wollten wissen, wie es sein Know-how zur Lancierung dieses Klassikers in der Version 2017 weiterentwickelt hat.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">AUSSTATTUNG:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Tudor-5.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-25180 alignleft\" src=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Tudor-5.jpg\" alt=\"Tudor-5\" width=\"329\" height=\"272\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Tudor-5.jpg 680w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Tudor-5-300x248.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 329px) 100vw, 329px\" \/><\/a>Bei der Ausstattung gibt es keine \u00dcberraschungen. Den Chronographen mit dem Namen \u00abHeritage\u00bb nach technischen und \u00e4sthetischen Entwicklungen der letzten 30 Jahre abzusuchen, k\u00e4me einem Fehlersuchbild gleich. Aber wie heisst es doch so sch\u00f6n? Never change a winning team. In diesem Fall hat der Verfasser dieser Zeilen die Uhr mit der 1989 lancierten Version des Prince Oysterdate Chronograph (ihrem Vorfahren) verglichen. Das Edelstahlgeh\u00e4use hat noch immer einen Durchmesser von 41 mm und besticht durch vertikal \u00abeingeschnittene\u00bb Mittelteilflanken. Die L\u00fcnette tr\u00e4gt noch immer eine gravierte Tachometerskala. Das Kunststoffglas von 1989 hingegen ist einem Saphirglas gewichen, dieses Mal jedoch ohne Lupe f\u00fcr das Datum. Die einst der grossen Schwester der Marke entliehene Krone wurde neu gestaltet. Krone, Dr\u00fccker und verschraubter Vollboden garantieren dieser Uhr eine zertifizierte Wasserdichtheit bis 200 m.<br \/>\nAuch wenn Stil und Identit\u00e4t von Zifferblatt und Zeigern gleich geblieben sind, haben sie sich doch weiterentwickelt, um mit der aktuellen Kollektion im Einklang zu sein und um die Lesbarkeit \u2013 insbesondere in der Nacht \u2013 zu verbessern.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">WERK:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Tudor-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-25190 alignright\" src=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Tudor-2.jpg\" alt=\"Tudor-2\" width=\"347\" height=\"235\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Tudor-2.jpg 358w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Tudor-2-300x204.jpg 300w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Tudor-2-128x86.jpg 128w\" sizes=\"(max-width: 347px) 100vw, 347px\" \/><\/a>Hier sind die meisten Neuerungen sichtbar. Auch wenn es sich nicht um hohe Uhrmacherkunst handelt, ist Tudor doch ein Meisterst\u00fcck gelungen. Es ist bereits bekannt, dass Tudor und Breitling j\u00fcngst eine Kooperation f\u00fcr eine gemeinsame Verwendung von Kalibern eingegangen sind. So verf\u00fcgt Breitling \u00fcber das Automatikwerk von Tudor, und der Genfer Uhrmacher r\u00fcstet im Gegenzug diesen Chronographen mit einem Breitling-Kaliber aus. Diese Kaliber-Partnerschaft ist in Sachen Kostenoptimierung ein brillanter Schachzug, denn der Automatikchronograph mit S\u00e4ulenrad, vertikaler Kupplung und Datumsanzeige kostet weniger als CHF 5000.<br \/>\nNeben den wenig markanten \u00e4usseren Unterschieden zeichnet sich die Tudor-Version dieses Kalibers mit 70 Stunden Gangreserve vielmehr durch ihr Regulierorgan mit variablem Tr\u00e4gheitsmoment aus, was die Ganggenauigkeit deutlich verbessern d\u00fcrfte. F\u00fcr etwas Abwechslung sorgt der 45-Minuten-Z\u00e4hler, der an die Stelle des 30-Minuten-Z\u00e4hlers getreten ist.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">TESTS:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es grenzt an eine echte Meisterleistung, eine Uhr, deren Kaliber mit derartigen technischen Finessen ausgestattet ist, zu diesem Preis anzubieten \u2013 sogar wenn man die dem Genfer Haus industriell zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel bedenkt. Die technischen Besonderheiten der Ausstattung sind seit mehreren Jahrzehnten ein Begriff und die Robustheit und Pr\u00e4zision \u00fcber jeden Zweifel erhaben. Aber kann das Kaliber MT 5813 auch mit dem Valjoux 7750 mithalten, mit dem die Vorfahren dieser neuen Referenz best\u00fcckt wurden? Die Ergebnisse unserer Messungen (siehe nachfolgende Tabelle) sind einfach verbl\u00fcffend. Die Ganggenauigkeit ist beispielhaft, und die Amplitudenverluste in vertikalen Stellungen oder bei eingeschaltetem Chronographen sind minimal. Das Kaliber MT 5813 ist nicht nur eine \u00dcberraschung, sondern eindeutig eine Offenbarung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Mesures-banc-dessai.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-25169 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Mesures-banc-dessai.jpg\" alt=\"Mesures-banc-d'essai\" width=\"697\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Mesures-banc-dessai.jpg 1683w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Mesures-banc-dessai-300x96.jpg 300w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Mesures-banc-dessai-1024x327.jpg 1024w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Mesures-banc-dessai-1300x415.jpg 1300w\" sizes=\"(max-width: 697px) 100vw, 697px\" \/><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">FAZIT:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl der Tudor Heritage Black Bay Chronograph f\u00fcr beinahe alle Geldb\u00f6rsen erschwinglich ist, geht er hinsichtlich des in seiner Kategorie erwarteten Qualit\u00e4tsniveaus keine Kompromisse ein. Fern jeder finanziellen \u00dcberlegung ist er heute sicherlich einer der besten Chronographen des Markts. Diese Uhr ist nicht nur \u00fcberaus gelungen, sie symbolisiert m\u00f6glicherweise vielmehr die Rettung der Schweizer Uhrmacherei, die es im Laufe der letzten Jahrzehnte nicht geschafft hat, in diesem Preissegment Fuss zu fassen. Diese strategische und industrielle Cleverness k\u00f6nnte dem Chronographen im November den Sonderpreis \u00abAiguille d\u2019Or\u00bb (Goldener Zeiger) am GPHG einbringen und ihm eine ruhige und lange Existenz sichern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Einweihung des neuen Layouts Ihres Lieblingsmagazins hat sich die Redaktion von GMT f\u00fcr eine in vielerlei Hinsicht erstaunliche Uhr entschieden: den Tudor Heritage Black Bay Chronograph. Das Genfer Haus kann seit den 1970er-Jahren auf eine lange Erfahrung in der Herstellung dieses Uhrentyps zur\u00fcckblicken. 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