{"id":2697,"date":"2012-01-19T20:20:57","date_gmt":"2012-01-19T19:20:57","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=2697"},"modified":"2012-12-05T16:26:35","modified_gmt":"2012-12-05T15:26:35","slug":"de-bethune-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/technik-n-de\/banc_essai-3\/de-bethune-13.html","title":{"rendered":"De Bethune : DB28TIS8"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\"><strong>Ausstattung:<\/strong><br \/>\nAuch wenn die DB28TIS8 \u00fcber ein traditionelles Geh\u00e4use verf\u00fcgen w\u00fcrde, h\u00e4tte sie einen Artikel in unserer Rubrik verdient. Denis Flageollet, Mitgr\u00fcnder der Marke und \u00abtechnisches Hirn\u00bb, begl\u00fcckte uns jedoch mit einem extrem innovativen und \u00e4sthetisch zeitgen\u00f6ssischen Geh\u00e4use. Auf den ersten Blick scheint das Werk in einem herk\u00f6mmlichen Beh\u00e4ltnis mit einem Durchmesser von 43 mm zu ruhen. Doch der Schein tr\u00fcgt, denn das Geh\u00e4use ist weder rund noch zylinderf\u00f6rmig. Eine Ausbuchtung bei 6 Uhr sowie eine sch\u00f6ne \u00d6ffnung \u00fcber dem ber\u00fchmten, sich drehenden Mond und eine intelligent bei 12 Uhr positionierte Krone. Somit ist die Achse zwischen 9 Uhr und 3 Uhr frei, um hier die Drehpunkte f\u00fcr die beweglichen (und in zwei L\u00e4ngen erh\u00e4ltlichen!) Bandanst\u00f6sse zu fixieren. Diese sind zart und durchbrochen und schmiegen sich sanft um das Handgelenk. Die Buchstaben \u00abTI\u00bb im Namen erkl\u00e4ren, dass das gesamte Geh\u00e4use aus Titan Grad 5 gefertigt ist. Diese Legierung erm\u00f6glicht eine perfekte Politur, garantiert die Robustheit des Ensembles sowie vor allem der mobilen Teile und macht die Uhr insgesamt durch ihr beeindruckendes Leichtgewicht extrem komfortabel. Die v\u00f6llig frei liegende Krone ist gut greifbar und verschraubt. Dieser Zeitmesser hat kein Zifferblatt im herk\u00f6mmlichen Sinne, sondern vielmehr eine Silberscheibe f\u00fcr die Minutenstellung, die an die Bl\u00fctezeit der hohen Uhrmacherei erinnert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Werk:<\/strong><br \/>\nDas Kaliber DB 2115 mit Handaufzug symbolisiert das Nonplusultra in Bezug auf Ausf\u00fchrung und Vollendungen. Seine moderne Architektur und seine technischen Innovationen garantieren Ganggenauigkeit und optimale Einstellungsqualit\u00e4t. Zwei sich selbst ausgleichende und patentierte Federh\u00e4user liefern w\u00e4hrend der gesamten Gangreserve eine beeindruckend konstante Energie. Der Tr\u00e4ger kann sich dank der Drehmomentanzeige auf der gleichen Achse wie das Eingangsfederhaus zwischen 2 Uhr und 3 Uhr selbst davon \u00fcberzeugen. Eine sehr diskrete Markierung bewegt sich zwischen einem Saphir (optimales Drehmoment) und einem Rubin (minimales Drehmoment). Diese Information wird durch eine Anzeige der Gangreserve (mit sechs Tagen angegeben) in einem Fenster im Geh\u00e4useboden vervollst\u00e4ndigt. Die Werkssymmetrie mit umgekehrten Zeigern liefert gen\u00fcgend Raum f\u00fcr die Unruhspirale in Silizium und Platin, die dank der Kombination beider Metalle ein optimales Tr\u00e4gheitsmoment aufweist. Br\u00fccken und Werksplatine sind schwarz galvanisiert und mit vertikalen Genfer Streifen dekoriert und bilden zur hochglanzpolierten Br\u00fccke der Minutenstellung einen sch\u00f6nen Kontrast. Die Unruh ist mit dem ber\u00fchmten und spektakul\u00e4ren dreifachen Shockabsorber gesichert, der alle St\u00f6sse sanft abf\u00e4ngt. Bei der Spirale fiel die Wahl auf das ber\u00fchmte Modell der Marke mit flacher Endkr\u00fcmmung (De Bethune z\u00e4hlte zu den Pionieren bei der Verwendung von Siliziumspiralen) und somit beispielhaftem Isochronismus. Bei 6 Uhr steht der Mond im Rampenlicht! Der ber\u00fchmte Kugelmond erm\u00f6glicht ein luxuri\u00f6ses und komfortables Ablesen des Mondalters und zieht alle Blicke rundum magisch an.<br \/>\n<strong><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tests:<\/strong><br \/>\nDie stark begrenzte Auflage (rund 250 St\u00fcck pro Jahr) von De Bethune erschwert es ungemein, einen der Zeitmesser f\u00fcr einen Pr\u00fcfstand zur Verf\u00fcgung zu stellen. Dank der emsigen Arbeit des Markenteams konnte uns aber dennoch ein bereits intern getragener Prototyp geliehen werden. Der Gang wurde bei vollem Aufzug und nach 24 Stunden gemessen. Die Gangreserve lag bei sechs Tagen und sechs Stunden. Die Zeitwaage beweist die absolute Effizienz des Duos aus Unruh und Spirale.\u00a0 Die Amplituden sowie der gemessene Gang zeugen von h\u00f6chster G\u00fcte. Bei jedem Aufzugsniveau lagen die Amplituden in horizontaler Lage zwischen 280\u00b0 und 290\u00b0 und in vertikaler Lage zwischen 270\u00b0 und 275\u00b0. Die Gangabweichungen betrugen zwischen +3 Sekunden\/Tag und +10 Sekunden\/Tag in allen sechs Positionen bei einem Delta von 6 Sekunden\/Tag bei vollem Aufzug und 7 Sekunden\/Tag nach 24 Stunden. Der Aufzug und die Zeiteinstellung sind sehr angenehm, und in Bezug auf den Tragekomfort kann man sich nichts Sch\u00f6neres ertr\u00e4umen.<br \/>\n<strong><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><br \/>\nMeiner Meinung nach z\u00e4hlt Denis Flageollet wahrscheinlich zu den besten Uhrmachern des 20. und 21. Jahrhunderts. Er weiss Werke nach den h\u00f6chsten uhrmacherischen Anspr\u00fcchen zu fertigen und zu vollenden. Er kennt auch alle Punkte, in denen die mechanische Uhrmacherei noch verbessert werden kann, und ist in der Lage, daf\u00fcr neuartige und effiziente L\u00f6sungen zu entwickeln. Gleichzeitig ist er ein sehr offener und innovationsfreudiger Mensch, der gleichermassen durch Bescheidenheit und Talent besticht. Was f\u00fcr eine Wohltat im Lande der egozentrischen Uhrmacher! Diese Lebenseinstellung sp\u00fcrt man auch in seinen Zeitmessern, die f\u00fcr sich selbst die beste Werbung machen. Kurz: Die \u00abAiguille d\u2018or\u00bb des Grand Prix d\u2018Horlogerie de Gen\u00e8ve hat die Uhr absolut verdient und k\u00f6nnte auch eine Auszeichnung der gesamten Arbeit der Teams von De Bethune seit der Gr\u00fcndung der Marke darstellen.<\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Ausstattung:<\/strong><br \/>\nAuch wenn die DB28TIS8 \u00fcber ein traditionelles Geh\u00e4use verf\u00fcgen w\u00fcrde, h\u00e4tte sie einen Artikel in unserer Rubrik verdient. Denis Flageollet, Mitgr\u00fcnder der Marke und \u00abtechnisches Hirn\u00bb, begl\u00fcckte uns jedoch mit einem extrem innovativen und \u00e4sthetisch zeitgen\u00f6ssischen Geh\u00e4use. Auf den ersten Blick scheint das Werk in einem herk\u00f6mmlichen Beh\u00e4ltnis mit einem Durchmesser von 43 mm zu ruhen. Doch der Schein tr\u00fcgt, denn das Geh\u00e4use ist weder rund noch zylinderf\u00f6rmig. Eine Ausbuchtung bei 6 Uhr sowie eine sch\u00f6ne \u00d6ffnung \u00fcber dem ber\u00fchmten, sich drehenden Mond und eine intelligent bei 12 Uhr positionierte Krone. Somit ist die Achse zwischen 9 Uhr und 3 Uhr frei, um hier die Drehpunkte f\u00fcr die beweglichen (und in zwei L\u00e4ngen erh\u00e4ltlichen!) Bandanst\u00f6sse zu fixieren. Diese sind zart und durchbrochen und schmiegen sich sanft um das Handgelenk. Die Buchstaben \u00abTI\u00bb im Namen erkl\u00e4ren, dass das gesamte Geh\u00e4use aus Titan Grad 5 gefertigt ist. Diese Legierung erm\u00f6glicht eine perfekte Politur, garantiert die Robustheit des Ensembles sowie vor allem der mobilen Teile und macht die Uhr insgesamt durch ihr beeindruckendes Leichtgewicht extrem komfortabel. Die v\u00f6llig frei liegende Krone ist gut greifbar und verschraubt. Dieser Zeitmesser hat kein Zifferblatt im herk\u00f6mmlichen Sinne, sondern vielmehr eine Silberscheibe f\u00fcr die Minutenstellung, die an die Bl\u00fctezeit der hohen Uhrmacherei erinnert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Werk:<\/strong><br \/>\nDas Kaliber DB 2115 mit Handaufzug symbolisiert das Nonplusultra in Bezug auf Ausf\u00fchrung und Vollendungen. Seine moderne Architektur und seine technischen Innovationen garantieren Ganggenauigkeit und optimale Einstellungsqualit\u00e4t. Zwei sich selbst ausgleichende und patentierte Federh\u00e4user liefern w\u00e4hrend der gesamten Gangreserve eine beeindruckend konstante Energie. Der Tr\u00e4ger kann sich dank der Drehmomentanzeige auf der gleichen Achse wie das Eingangsfederhaus zwischen 2 Uhr und 3 Uhr selbst davon \u00fcberzeugen. Eine sehr diskrete Markierung bewegt sich zwischen einem Saphir (optimales Drehmoment) und einem Rubin (minimales Drehmoment). Diese Information wird durch eine Anzeige der Gangreserve (mit sechs Tagen angegeben) in einem Fenster im Geh\u00e4useboden vervollst\u00e4ndigt. Die Werkssymmetrie mit umgekehrten Zeigern liefert gen\u00fcgend Raum f\u00fcr die Unruhspirale in Silizium und Platin, die dank der Kombination beider Metalle ein optimales Tr\u00e4gheitsmoment aufweist. Br\u00fccken und Werksplatine sind schwarz galvanisiert und mit vertikalen Genfer Streifen dekoriert und bilden zur hochglanzpolierten Br\u00fccke der Minutenstellung einen sch\u00f6nen Kontrast. Die Unruh ist mit dem ber\u00fchmten und spektakul\u00e4ren dreifachen Shockabsorber gesichert, der alle St\u00f6sse sanft abf\u00e4ngt. Bei der Spirale fiel die Wahl auf das ber\u00fchmte Modell der Marke mit flacher Endkr\u00fcmmung (De Bethune z\u00e4hlte zu den Pionieren bei der Verwendung von Siliziumspiralen) und somit beispielhaftem Isochronismus. Bei 6 Uhr steht der Mond im Rampenlicht! Der ber\u00fchmte Kugelmond erm\u00f6glicht ein luxuri\u00f6ses und komfortables Ablesen des Mondalters und zieht alle Blicke rundum magisch an.<br \/>\n<strong><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tests:<\/strong><br \/>\nDie stark begrenzte Auflage (rund 250 St\u00fcck pro Jahr) von De Bethune erschwert es ungemein, einen der Zeitmesser f\u00fcr einen Pr\u00fcfstand zur Verf\u00fcgung zu stellen. Dank der emsigen Arbeit des Markenteams konnte uns aber dennoch ein bereits intern getragener Prototyp geliehen werden. Der Gang wurde bei vollem Aufzug und nach 24 Stunden gemessen. Die Gangreserve lag bei sechs Tagen und sechs Stunden. Die Zeitwaage beweist die absolute Effizienz des Duos aus Unruh und Spirale.\u00a0 Die Amplituden sowie der gemessene Gang zeugen von h\u00f6chster G\u00fcte. Bei jedem Aufzugsniveau lagen die Amplituden in horizontaler Lage zwischen 280\u00b0 und 290\u00b0 und in vertikaler Lage zwischen 270\u00b0 und 275\u00b0. Die Gangabweichungen betrugen zwischen +3 Sekunden\/Tag und +10 Sekunden\/Tag in allen sechs Positionen bei einem Delta von 6 Sekunden\/Tag bei vollem Aufzug und 7 Sekunden\/Tag nach 24 Stunden. Der Aufzug und die Zeiteinstellung sind sehr angenehm, und in Bezug auf den Tragekomfort kann man sich nichts Sch\u00f6neres ertr\u00e4umen.<br \/>\n<strong><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><br \/>\nMeiner Meinung nach z\u00e4hlt Denis Flageollet wahrscheinlich zu den besten Uhrmachern des 20. und 21. Jahrhunderts. Er weiss Werke nach den h\u00f6chsten uhrmacherischen Anspr\u00fcchen zu fertigen und zu vollenden. Er kennt auch alle Punkte, in denen die mechanische Uhrmacherei noch verbessert werden kann, und ist in der Lage, daf\u00fcr neuartige und effiziente L\u00f6sungen zu entwickeln. Gleichzeitig ist er ein sehr offener und innovationsfreudiger Mensch, der gleichermassen durch Bescheidenheit und Talent besticht. Was f\u00fcr eine Wohltat im Lande der egozentrischen Uhrmacher! Diese Lebenseinstellung sp\u00fcrt man auch in seinen Zeitmessern, die f\u00fcr sich selbst die beste Werbung machen. 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