{"id":28431,"date":"2018-04-10T07:35:49","date_gmt":"2018-04-10T05:35:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gmtmag.com?p=28431"},"modified":"2018-04-18T09:43:47","modified_gmt":"2018-04-18T07:43:47","slug":"julien-tornare-ceo-zenith","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/business-n-de\/interview-3\/julien-tornare-ceo-zenith.html","title":{"rendered":"Julien Tornare: CEO Zenith"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ist dies die wichtigste Baselworld-Teilnahme in der Geschichte von Zenith? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Ausgabe ist ohne Zweifel von grundlegender Bedeutung, da Zenith dabei ist, den neuen Kurs der Marke festzulegen und die Kollektion Defy als solche zu positionieren. Die Besucher der Geneva Days konnten bereits im Januar mit eigenen Augen sehen, dass 2018 f\u00fcr die Erneuerung der Marke steht. Dies m\u00fcssen wir an der Baselworld bekr\u00e4ftigen. Wir werden f\u00fcr die Besucher dort \u00fcbrigens ein regelrechtes Erlebnis veranstalten, denn viel zu oft d\u00fcrfen sie die St\u00e4nde nur von aussen betrachten und sehen nichts anderes als Fassaden oder Vitrinen. Es soll kein reines Marketing- Event sein. Sie sollen vielmehr Zugang zum Ph\u00e4nomen Defy erhalten. Wir werden das Produkt in den Vordergrund stellen und die Linie zus\u00e4tzlich zu den zehn bereits Anfang des Jahres lancierten Uhren um f\u00fcnf neue Modelle erweitern. Ausserdem stellen wir zwei Uhren der Kollektion Pilote vor. All diese Neuheiten werden ab April verf\u00fcgbar sein. Das ist eine grosse Premiere f\u00fcr Zenith und auch f\u00fcr die Uhrenbranche im Allgemeinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auf welche Neuheiten sind Sie besonders stolz? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der auf eine Hundertstelsekunde genaue Chronograph El Primero 21 ist und bleibt das Herzst\u00fcck der Linie Defy, aber wir stellen an der Baselworld zwei weitere herausragende Defy-Modelle vor: eine feinere und erschwinglichere klassische Uhr (ca. CHF 7000 bis 8000.\u2013) und eine grosse Komplikation, die das Comeback von Zenith in der modernen hohen Uhrmacherei einl\u00e4utet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> Birgt die hohe Uhrmacherei ein grosses Potenzial f\u00fcr Zenith?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn die grossen Komplikationen nicht zu einem bedeutenden Segment von Zenith ausgebaut werden, so stellen wir doch fest, dass unsere Marke und ihre Manufaktur in diesem Bereich auf eine reiche Geschichte zur\u00fcckblicken k\u00f6nnen. Diese Tradition gilt es fortzuf\u00fchren. Es wird allgemein angenommen, dass grosse Komplikationen seit ein paar Jahren nicht mehr hoch im Kurs stehen, aber auch wenn die Marken authentisch bleiben und sich an den Geschmack der Kunden anpassen \u2013 wie Zenith mit der Defy \u2013 denken wir, dass die hohe Uhrmacherkunst eine wahre Daseinsberechtigung hat. Zenith hat schon immer grosse Komplikationen f\u00fcr relativ klassische Geh\u00e4use entworfen. Nun vollziehen wir eine Wende, um sie moderner zu gestalten, und integrieren sie daf\u00fcr in die Kollektion Defy, die dem aktuellen Zeitgeist entspricht. Wir denken da an drei Modelle im Jahr, beginnend mit der Z\u00e9ro G (f\u00fcr \u00abz\u00e9ro gravit\u00e9\u00bb, Schwerelosigkeit) an der Baselworld, einem gyroskopischen Tourbillon im Sinne der Academy Christophe Colomb, der aber harmonischer ins Geh\u00e4use eingebettet sein wird. Die rund zehn Exemplare in Gold oder Titan werden ab Juni 2018 erh\u00e4ltlich sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Welche Wirkung hatte die Defy Lab seit ihrer Lancierung 2017?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie hat viel Begeisterung und eine Beschleunigung des Wachstums ausgel\u00f6st. Die Wirkung war enorm positiv. W\u00e4hrend der dreimonatigen Markteinf\u00fchrung der Linie Defy El Primero 21 von Oktober bis Dezember 2017 haben wir weltweit ann\u00e4hernd 900 Uhren an Einzelh\u00e4ndler geliefert, die ihrerseits im gleichen Zeitraum 83 % dieser Uhren verkauft haben. Das ist eine ausgezeichnete Quote. Parallel dazu haben wir die Defy Lab im September in unserer Manufaktur in Le Locle vorgestellt. Im November wurde sie mit dem Grand Prix d\u2019Horlogerie de Gen\u00e8ve ausgezeichnet. Diese guten Nachrichten haben dazu beigetragen, dass unsere Einzelh\u00e4ndler an den Geneva Days Anfang Jahr sehr zuversichtlich waren, was sich in einer beschleunigten Umsatzentwicklung und einer St\u00e4rkung des Markenimages von Zenith widerspiegelte. Wir konnten in unserem Vertriebsnetz, bei der Presse und in der \u00d6ffentlichkeit ein grosses Interesse wecken. Die Marke Zenith ist j\u00fcnger geworden und wird Marktanteile zur\u00fcckerobern k\u00f6nnen. Es liegt nun an uns, diesen guten Start voll auszusch\u00f6pfen und die Begeisterung auf dynamische Weise weiterzugeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie m\u00f6chte Zenith die Kunden bis Ende 2018 \u00fcberraschen? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber das macht Zenith doch schon jetzt! Und zwar so sehr, dass wir selbst \u00fcberrascht sind. Wir m\u00fcssen jedoch noch weiter gehen. Wenn wir es bereits in diesem Jahr schaffen, die Weiterentwicklung der Defy Lab mit dem neuen Oszillator zu vermarkten, dann w\u00e4re das eine ausgezeichnete \u00dcberraschung. Das Potenzial ist riesig: F\u00fcr diese im September vorgestellte Sonderserie, die in nur zehn Exemplaren aufgelegt wird, haben wir 150 Bestellungen verbucht. Diese bedeutende Innovation m\u00fcsste in eine Serienproduktion umgewandelt werden, aber dazu m\u00fcssten erst noch technische Fragen gel\u00f6st werden. Wir m\u00f6chten uns die n\u00f6tige Zeit lassen, damit alles einwandfrei ist. Das gleiche gilt f\u00fcr die Kommunikation, die wir um drei Hauptachsen angeordnet haben: die Partnerschaften mit Cohiba-Zigarren und Range Rover werden mit der Entwicklung von Sonderserien wie z. B. f\u00fcr die neue Defender und Evoque fortgef\u00fchrt. Ausserdem lancieren wir zur Unterst\u00fctzung des Innovationsgeistes der Defy die Zenith Talks. Wir ermutigen erfolgreiche Jungunternehmer, an Zenith-Veranstaltungen in allen unseren M\u00e4rkten 15 Minuten lang \u00fcber ihre Erfahrungen zu berichten, und setzen auf diese Weise den Start-up-Geist der Marke lokal um.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was hat Sie \u00fcberrascht, als Sie letztes Jahr die Leitung von Zenith \u00fcbernommen haben?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mir wurde oftmals erz\u00e4hlt, dass Zenith in der \u00d6ffentlichkeit, bei den Einzelh\u00e4ndlern und in der LVMH-Gruppe \u00fcber hohe Sympathiewerte verf\u00fcgt. Sie alle hegen grosse Erwartungen, dass die Marke wieder an fr\u00fchere Erfolge ankn\u00fcpft. Mich hat \u00fcberrascht, wie schnell die Energie am Gesch\u00e4ftssitz in Schwung gekommen ist. Bei meiner Ankunft war die Situation sehr schwierig. Ich dachte, dass wir viel mehr Zeit brauchen w\u00fcrden, um das Ruder herumzureissen. Nach einigen Monaten sp\u00fcrte ich aber bereits die ersten Auswirkungen der Dynamik, die ich in die Marke einbringen wollte. Sie wurde von einigen Schl\u00fcsselpersonen bei Zenith aufgegriffen, die viel fr\u00fcher als erwartet daran zu glauben begannen. Wir haben es in Rekordzeit geschafft, einen \u00e4usserst positiven Zusammenhalt herzustellen. Bezeichnenderweise haben sich die Bestellungen der Einzelh\u00e4ndler w\u00e4hrend der Geneva Days vervierfacht. Das hat den Teams frischen Aufwind gegeben, und wir sp\u00fcren eine v\u00f6llig neue Energie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist dies die wichtigste Baselworld-Teilnahme in der Geschichte von Zenith? 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