{"id":31198,"date":"2018-11-06T12:08:20","date_gmt":"2018-11-06T10:08:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gmtmag.com?p=31198"},"modified":"2018-11-06T12:08:20","modified_gmt":"2018-11-06T10:08:20","slug":"jean-marc-pontroue-ceo-panerai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/business-n-de\/interview-3\/jean-marc-pontroue-ceo-panerai.html","title":{"rendered":"Jean-Marc Pontrou\u00e9 : CEO Panerai"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>LUMINOR DUE 38 (PAM755-1600)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Sie haben eben erst die Leitung von Panerai \u00fcbernommen und sind in diesem Sommer schon einmal um die Welt gereist, um Ihre Niederlassungen zu besuchen. Welcher ist Ihr erster Eindruck?<\/strong><\/p>\n<p>Panerai ist eine starke Marke, an deren Geschichte wir weiterschreiben k\u00f6nnen. Die Marke, die seit 1997 zur Richemont-Gruppe geh\u00f6rt, ist gut organisiert und kann auf ihre Niederlassungen, \u00fcber 80 Boutiquen und eines der weltweit besten H\u00e4ndlernetze zur\u00fcckgreifen. Wenn man in ein neues Unternehmen eintaucht, kann man Vorteile aus dem Feedback von bestimmten Personen wie H\u00e4ndlern, Journalisten oder \u2013 wie bei Panerai \u2013 den Liebhabern der Marke ziehen. Panerai hat das grosse Gl\u00fcck, in zahlreichen L\u00e4ndern auf diese eingeschworene Fangemeinde z\u00e4hlen zu k\u00f6nnen, die sich regelm\u00e4ssig trifft und leidenschaftlich \u00fcber die Marke diskutiert. Sie leiten sehr ausf\u00fchrliche Kommentare an uns weiter, die es zu analysieren gilt, denn nat\u00fcrlich kann nicht alles verwirklicht werden. Dank meines Blicks von aussen haben wir gemerkt, dass wir einige Themen schneller angehen und bei anderen wiederum das Tempo drosseln m\u00fcssen. Das geh\u00f6rt zur normalen Entwicklung einer Marke.<\/p>\n<p><strong>Erwartet die Fangemeinde nicht mehr Neuerungen von Panerai?<\/strong><\/p>\n<p>Das geh\u00f6rt zu den Themen, auf die ein st\u00e4rkerer Fokus gelegt werden soll. Panerai ist eine innovative Marke und verf\u00fcgt bereits \u00fcber eine eigene Ideenschmiede, der wir einen neuen Schwung verleihen werden. Ihre italienische Identit\u00e4t muss sich durch Kreativit\u00e4t und insbesondere durch technische Innovationen hinsichtlich Kaliber und Werkstoffe auszeichnen. Die disruptive Art, mit der sich Panerai in der Uhrenindustrie behaupten konnte, muss noch deutlicher zum Tragen kommen. Das war bereits bei Werkstoffen wie BMG-TECH, Carbotech oder Bronzo der Fall, die bei der Markteinf\u00fchrung durch Panerai einen bleibenden Eindruck hinterliessen. Es liegt mir sehr daran, diese Tradition wie im letzten Jahr mit der Lab-ID aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p><strong>Erzielen die k\u00fcrzlich lancierten flacheren Modelle der Luminor Due den gew\u00fcnschten Erfolg?<\/strong><\/p>\n<p>Ja! Ihr Erfolg h\u00e4ngt damit zusammen, dass Panerai mit diesen Modellen einen v\u00f6llig neuen Kundenstamm anspricht. Dadurch k\u00f6nnen wir nun viele Frauen, junge Menschen und Kunden aus Asien gewinnen, die die Marke zuvor nie beachtet haben. Im \u00dcbrigen wird die Luminor Due zu einer eigenst\u00e4ndigen Produktlinie weiterentwickelt. Mit der Luminor und der Radiomir bot Panerai bisher zwei Linien an, die nun auf vier Kollektionen verteilt werden, damit das Angebot \u00fcbersichtlicher gestaltet werden kann: Radiomir, Luminor, Luminor Due und Submersible (die fr\u00fcher zur Luminor-Linie geh\u00f6rte). Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Submersible gelegt.<\/p>\n<p><strong>Was sind Ihre Priorit\u00e4ten f\u00fcr 2019?<\/strong><\/p>\n<p>Wie Sie bereits gemerkt haben, werden die Produkte im Mittelpunkt stehen. Allerdings ist der Spielraum bei einer so emblematischen Marke wie Panerai sehr gering, da nichts kaputt gehen darf. Eine Weiterentwicklung muss die Vergangenheit anerkennen und subtil genug verlaufen, damit eine Kontinuit\u00e4t gew\u00e4hrleistet werden kann. Gleichzeitig gilt es, den Zauber um unsere zwei emblematischen St\u00e4dte Florenz und Neuenburg wieder aufleben zu lassen. Florenz und die dortige, architektonisch herausragende Panerai-Boutique stehen f\u00fcr die Geschichte des Hauses, und wir werden ihr verschiedene Sonderserien widmen. In Neuenburg werden wir die Manufaktur in Szene setzen: Wir werden eine Lounge und einen Raum einrichten, in dem die Kunden bei einem Falltest hautnah miterleben k\u00f6nnen, wie robust unsere Uhren sind. Ausserdem werden wir unsere Ideenschmiede mithilfe eines geheimen Raums besser nutzen und eine Hall of Fame mit allen Stars schaffen, die unsere Uhren tragen. Das ist bis jetzt noch nie geschehen, und wir werden dieses weitgehend ungenutzte Potenzial von Panerai nun aussch\u00f6pfen.<\/p>\n<p><strong>Wird die Meeres-DNA von Panerai auch weiterhin eine bedeutende Rolle spielen?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, der marine Schwerpunkt wird bei unseren Produkten sowie bei unserem klassischen Holzschiff Eilean in seiner Eigenschaft als nautischer Botschafter nach wie vor im Vordergrund stehen. Die Segelyacht wird auch weiterhin an den klassischen Regatten der Karibik und des Mittelmeers wie der Panerai Classic Yachts Challenge teilnehmen und sich dem Publikum in Miami, London oder Saint-Barth zeigen.<\/p>\n<p><strong>M\u00fcssen Sie sich nicht zwischen den klassischen Holzbooten und den Hightech-Boliden des von Ihnen ebenfalls gesponserten America\u2019s Cup entscheiden?<\/strong><\/p>\n<p>Nein, denn die Eilean ist f\u00fcr Florenz das, was ein America\u2018s- Cup-Rennen f\u00fcr Neuenburg ist. \u00dcbrigens werden wir bald neue Partnerschaften mit spektakul\u00e4ren Rennen bekanntgeben. Diese Regatten sind eine einzigartige Inspirationsquelle f\u00fcr neue Werkstoffe und Erfahrungen. Panerai wird sich von der Geschichte des Hauses um die Florentiner Boutique, die Eilean oder die Radiomir inspirieren lassen und sie um das bereichern, was die Zukunft der Marke sowie ihre uhrmacherische Kreativit\u00e4t ausmachen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LUMINOR DUE 38 (PAM755-1600) Sie haben eben erst die Leitung von Panerai \u00fcbernommen und sind [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":31194,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[64],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31198"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31198"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31198\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31199,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31198\/revisions\/31199"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}