{"id":32907,"date":"2019-03-24T08:00:34","date_gmt":"2019-03-24T06:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gmtmag.com\/?p=32907"},"modified":"2019-03-22T16:38:38","modified_gmt":"2019-03-22T14:38:38","slug":"pruefstand-audemars-piguet-code-11-59-chronograph","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/non-classe-de\/pruefstand-audemars-piguet-code-11-59-chronograph.html","title":{"rendered":"Pr\u00fcfstand : Audemars Piguet Code 11.59 Chronograph"},"content":{"rendered":"<p>Gerade erst haben wir das gesch\u00e4ftige Treiben des SIHH hinter uns gelassen und freuen uns bereits darauf, in diesem Pr\u00fcfstand eine der Neuheiten zu pr\u00fcfen, die w\u00e4hrend dieser grossen Genfer Abendgesellschaft in absolut aller Munde waren. Der SIHH war noch nicht einmal offiziell er\u00f6ffnet, als bereits ein wahrhaftiger Medienrummel um eine neue Kollektion der Marke aus Le Brassus w\u00fctete. Im Falle einer Marke, die bisher im Wesentlichen von ihrer emblematischen Royal Oak abh\u00e4ngig war, musste ein solches Ereignis starke Emotionen wecken. Und das tat es auch. Kritiker und Fans echauffierten sich in den sozialen Netzwerken und verteidigten ihre Ansichten. Wir m\u00f6chten hier, fernab aller Emotionen, einen m\u00f6glichst objektiven und pragmatischen Standpunkt einbringen, damit sich jeder seine eigene Meinung \u00fcber diese Kollektion und insbesondere \u00fcber den Gegenstand dieses Pr\u00fcfstands, den Chronographen Code 11.59, bilden kann.<\/p>\n<p><strong>AUSSTATTUNG:<\/strong><\/p>\n<p>Ausstattung und Design dieser Kollektion riefen am meisten Reaktionen hervor. Auf den ersten Blick ist die Uhr rund. Betrachtet man sie jedoch von der Seite, stellt man fest, dass das Design dieser Uhr komplexer ist als es scheint. Die vorspringenden Elemente Boden und L\u00fcnette sind kreisf\u00f6rmig, und ihre Seiten \u2013 genau wie die des Mittelteilbands \u2013 satiniert. Letzteres besitzt die f\u00fcr die Kollektion Royal Oak charakteristische achteckige Form. Handelt es sich hierbei um mangelnde Inspiration oder im Gegenteil um eine bewusste Entscheidung, die auf die Erschaffung einer stilistischen Signatur abzielt? Antworten gibt es auf diese Frage viele, und die Zukunft wird Aufschluss \u00fcber die Richtigkeit dieser Wahl geben. Besonders elegant muten die zwei breiten, polierten Streifen an, die sich jeweils zwischen Mittelteil und L\u00fcnette bzw. Boden befinden. Die durchbrochenen Bandanst\u00f6sse sind, wenn auch nicht ungew\u00f6hnlich oder revolution\u00e4r, so doch mit dem Stil im Einklang und bilden eine harmonische Fortsetzung des Geh\u00e4uses. Dieses f\u00e4llt bei einem idealen Durchmesser von 41 mm mit einem beinahe unmerklichen Detail auf, das dennoch die Identit\u00e4t dieser Kollektion festigt: Das runde Saphirglas ist doppelt gew\u00f6lbt. Dabei ist der Kr\u00fcmmungsradius der Horizontalachse (von 9 nach 3 Uhr) viel kleiner als der der Vertikalachse (von 12 nach 6 Uhr). Indexe und Zeiger heben sich ihrerseits zart und elegant vom pr\u00e4chtigen, blau lackierten Zifferblatt unseres Modells ab.<\/p>\n<p>Obgleich das Design an sich nicht revolution\u00e4r ist, entspricht es doch durchaus der Identit\u00e4t der Marke aus dem Vall\u00e9e de Joux und wird auch den zurecht an eine solche Kollektion gestellten qualitativen und stilistischen Erwartungen gerecht.<\/p>\n<p><strong>WERK:<\/strong><\/p>\n<p>Es handelt sich um das neue Kaliber 4401. Das Werk ist ein automatischer Flyback-Chronograph, der neben den traditionellen Anzeigen \u00fcber einen Kalender mit Sofortumsprung in einem Fenster verf\u00fcgt. Die Steuerelemente werden von einem S\u00e4ulenrad dirigiert, das Ensemble wiederum wird von einer mit 28 800 Halbschwingungen pro Stunde schwingenden Unruh geregelt. Die Vollendungen werden sowohl denen fr\u00fcherer Kaliber von Audemars Piguet als auch den Qualit\u00e4tsstandards der hohen Uhrmacherkunst gerecht, und die Gangreserve entspricht mit optimalen 70 Stunden ebenfalls den heutigen Massst\u00e4ben.<\/p>\n<p><strong>TESTS:<\/strong><\/p>\n<p>Dieser Chronograph ist durch und durch aktuell. Falls es dieser Kollektion gelingt, neben der grossen Royal-Oak-Familie Fuss zu fassen, dann steht diesem Modell aufgrund seiner technischen Relevanz, seines Stils und seiner vern\u00fcnftigen Dimensionierung eine gl\u00e4nzende Zukunft bevor. Es k\u00f6nnte sich sogar als eine der neuen Speerspitzen der Marke etablieren. Unsere Messungen zeigen, dass die Gangergebnisse den Standards der hohen Uhrmacherei entsprechen. Die technischen Entscheidungen wie das S\u00e4ulenrad oder der konventionelle Antrieb des Chronographen sollten eine vertrauenerweckende Zuverl\u00e4ssigkeit garantieren.<\/p>\n<p>Die gemessenen Ergebnisse sind unserer Ansicht nach zwar etwas zu negativ, aber es handelte sich um ein Exemplar, dass den SIHH \u00aberleiden\u00bb musste, und die sehr eng beieinanderliegenden Zahlen k\u00f6nnen deshalb als beruhigend gewertet werden. Die Ergonomie des Geh\u00e4uses bietet optimalen Komfort, und die gemessenen Werte der Gangreserve \u00fcbertrafen systematisch die auf dem technischen Datenblatt angek\u00fcndigten 70 Stunden.<\/p>\n<p>Die Lesbarkeit ist zugegebenermassen nicht optimal. Alle Zeiger sind schmal, und die Zeiger der Chronographenfunktion unterscheiden sich nicht von denen der Uhrzeit. Einige werden mit Bedauern feststellen, dass hier ganz klar die Entscheidung getroffen wurde, die Lesbarkeit der Gesamt\u00e4sthetik zu opfern. Die Chronographendr\u00fccker weisen einen fast nicht enden wollenden Freilauf auf, bevor sie mit ihrer entsprechenden Wippe in Kontakt kommen. Das ist zwar nur ein Detail, aber es ist der hohen Uhrmacherkunst nicht wirklich w\u00fcrdig und k\u00f6nnte beim Starten und Stoppen des Chronographen zu Ungenauigkeiten von einigen Hundertstelsekunden f\u00fchren. Es ist jedoch leicht zu verbessern und k\u00f6nnte bei der Serienfertigung behoben werden.<\/p>\n<p>Besonders sch\u00e4tzenswert ist die Flyback-Funktion. Und zwar \u00fcber den funktionalen Aspekt hinaus vielmehr aus Sicherheitsgr\u00fcnden. Tats\u00e4chlich verwendet heutzutage kein Pilot mehr diese Funktion. Sie bietet jedoch den grossen Vorteil, dass sie eine unangebrachte (und ungewollte) Nullstellung verhindert, w\u00e4hrend die Zeit gemessen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade erst haben wir das gesch\u00e4ftige Treiben des SIHH hinter uns gelassen und freuen uns [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":32897,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1665,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32907"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32907"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32907\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32913,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32907\/revisions\/32913"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32897"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32907"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32907"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32907"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}