{"id":33454,"date":"2019-04-09T14:00:16","date_gmt":"2019-04-09T12:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gmtmag.com\/?p=33454"},"modified":"2019-04-09T11:53:44","modified_gmt":"2019-04-09T09:53:44","slug":"technik-der-transparenz-hohe-ansprueche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/technik-n-de\/technik\/technik-der-transparenz-hohe-ansprueche.html","title":{"rendered":"Technik: Der Transparenz hohe Anspr\u00fcche"},"content":{"rendered":"<p><strong>Uhren mit Saphirgeh\u00e4use sind der Gipfel der Uhrmacherkunst \u2013 nicht nur bez\u00fcglich ihrer Preise, sondern vor allem, weil sie perfekt konzipierte Zeitmesser voraussetzen.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-33414 alignright\" src=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/112-213x300.jpg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/112-213x300.jpg 213w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/112.jpg 333w\" sizes=\"(max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/p>\n<p>Was eignet sich besser f\u00fcr die Inszenierung eines medienwirksamen Coups, eines besonderen Ank\u00fcndigungseffekts oder einer herausragenden Uhr als ein transparentes Geh\u00e4use aus Saphirglas? Die Zeiten, in denen man f\u00fcr diese Uhren tief in die Tasche greifen musste, sind vorbei. Nat\u00fcrlich hinterl\u00e4sst ein siebenstelliger Betrag nicht nur optisch einen bleibenden Eindruck, aber das entspricht nicht mehr der Norm. Eins ist jedoch sicher: Obgleich es inzwischen nicht mehr exorbitant teuer ist, Flanken, L\u00fcnetten, H\u00f6rner und B\u00f6den aus Korundkristall zu schneiden, bleibt es doch etwas Aussergew\u00f6hnliches.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>HART <\/strong><\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-33436 alignleft\" src=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/GMT_n61_FR_ipad-294-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/GMT_n61_FR_ipad-294-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/GMT_n61_FR_ipad-294.jpg 265w\" sizes=\"(max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><br \/>\n<\/strong>Saphirglas ist das h\u00e4rteste Material, das die Uhrmacherei verarbeiten kann. Der Werkstoff an sich ist nicht gerade billig, aber es handelt sich bei Korundkristall um ein synthetisches Produkt, das im Labor hergestellt wird und folglich relativ g\u00e4ngig ist. Es gab in diesem Bereich betr\u00e4chtliche Investitionen, mit denen grosse Fortschritte erzielt wurden. Aufgrund des Bedarfs an kratzfesten Gl\u00e4sern, Sichtb\u00f6den und nun auch Glasboxen sowie der Expansion des Premiumsegments im Allgemeinen gibt es heute zahlreiche Lieferanten von Saphirbestandteilen. Sie verf\u00fcgen \u00fcber das n\u00f6tige Know-how, um Saphirglas zu schneiden, zu polieren und in allen drei Dimensionen zu bohren. Diese f\u00fcr einen Einsatz in der Uhrenausstattung unerl\u00e4sslichen Schritte nehmen mehrere Dutzend Tage in Anspruch. Dar\u00fcber hinaus muss mit einem schnellen Verschleiss der Schneidewerkzeuge gerechnet werden. Je komplexer oder gew\u00f6lbter der Bestandteil ist, desto mehr Zeit und Geld m\u00fcssen f\u00fcr seine Fertigung aufgewendet werden. Der Preis des Saphirglases treibt folglich den Preis der damit ausgestatteten Uhren in die H\u00f6he.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-33445 alignright\" src=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/GMT_n61_FR_ipad-330-copie-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/GMT_n61_FR_ipad-330-copie-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/GMT_n61_FR_ipad-330-copie.jpg 227w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>ENTH\u00dcLLEND<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Saphirglas ist nicht nur in seiner Verarbeitung \u00e4usserst anspruchsvoll. Aufgrund seiner Natur bringt es alles ans Licht und duldet folglich keine M\u00e4ngel. Ob Kanten, Vorder- oder R\u00fcckseite \u2013 dank des Saphirglases bleibt nichts verborgen, erst recht nicht, wenn die Werke in diesen mineralischen Geh\u00e4usen durchbrochen sind. Die Oberfl\u00e4chen m\u00fcssen auf allen Seiten makellos sein. Dies erkl\u00e4rt, warum die Transparenz als Teil einer Entwicklung anzusehen ist. Das Saphirglas kam erst auf, als ausgereifte Skelettwerke in v\u00f6llig leeren Geh\u00e4usen schwebten. Auch heute noch befindet sich das Design vieler Marken in einem Reifeprozess, sodass diese nur langsame Fortschritte auf dem Weg zu einer absoluten Transparenz machen. Am Anfang der Quasar von Girard-Perregaux standen die N\u00e9o Tourbillon sous Trois Ponts und dann die skelettierte Variante mit durchbrochener Platine. Und nun tritt ein K\u00f6rper ganz aus Saphirglas an die Stelle des Titans.<\/p>\n<p><strong>VIELVERSPRECHEND <\/strong><\/p>\n<p>Hublot beschloss, wiederkehrende Serien auf den Markt zu bringen. Bis dato erschienen 23 verschiedene, meist farbige Modelle in immerzu limitierter Sonderserie. Die neuesten Modelle wurden am SIHH vorgestellt: eine Spirit of Big Bang in leuchtendem Gelb oder Indigoblau und eine Big Bang Tourbillon Power Reserve 5 Days in Rot oder Blau. Eine der grossen St\u00e4rken der Marke war jedoch, je nach Komplexit\u00e4t des Designs verschiedene Preisniveaus anzubieten. Die Preise im Einstiegssegment zogen eine v\u00f6llig neue Kundengruppe an. Am SIHH 2019 und seinen Satellitenveranstaltungen wurde deutlicher denn je, dass Saphirgeh\u00e4use hoch im Kurs stehen. In einer Vielzahl von Stilen hielten unl\u00e4ngst nicht zwingend unerschwingliche Uhren bei Franck Muller, Bovet, Speake-Marin oder auch Armin Strom Einzug.<\/p>\n<p><strong>EXTREM <\/strong><\/p>\n<p>Doch Ehre, wem Ehre geb\u00fchrt: Richard Mille bot 2012 mit der RM 056 Felipe Massa als allererster eine Uhr ganz aus Saphirglas an. Sp\u00e4ter folgten ihr zwei weitere, der Logik der Marke entsprechend s\u00fcndhaft teure Modelle in Kleinstserien. Und schliesslich pr\u00e4sentierte die RM 07-02 Pink Lady Sapphire f\u00fcr Damen erstmals rosa eingef\u00e4rbtes Saphirglas. Seitdem macht die Marke eine Pause, und das so entstandene Vakuum wurde zur gr\u00f6ssten Freude der Allgemeinheit von rund zehn anderen Uhrenh\u00e4usern ausgef\u00fcllt.<\/p>\n<blockquote><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am diesj\u00e4hrigen SIHH fiel mir auf, dass Saphirgeh\u00e4use immer gr\u00f6sser und ihre Formen immer ungew\u00f6hnlicher werden. Das Saphirgeh\u00e4use der Armin Strom Dual Time Resonance zum Beispiel, die David in seinem Artikel erw\u00e4hnt (und die Timmy Tan auf WorldTempus in seine Top Five der kompliziertesten Uhren des SIHH aufgenommen hat \u2013 scannen Sie den QR-Code, um seinen Artikel zu lesen), er\u00f6ffnet v\u00f6llig neue Horizonte, was die Breite von Geh\u00e4usen aus Saphirglas angeht. Es ist ausserdem ein grossartiges Vorzeigeprojekt f\u00fcr Saphirwerk, eine Schweizer Firma, die mit der Armin Strom Dual Time Resonance ihr Deb\u00fct in der Uhrengeh\u00e4usefertigung gab. Auch Bovet stellte das erste Saphirgeh\u00e4use der Marke in der hochkomplizierten, gew\u00f6lbten und dem Tr\u00e4ger zugeneigten \u00ab\u00c9critoire\u00bb-Form vor. Aus technischen Gr\u00fcnden waren f\u00fcr dieses Geh\u00e4use zus\u00e4tzliche metallische St\u00fctzen und Bandanst\u00f6sse erforderlich, was mich wiederum vermuten l\u00e4sst, dass wir bei der Verwendung von Saphir langsam an die Grenzen der Machbarkeit stossen.<\/p>\n<p>PAUL O&#8217;NEIL<\/p>\n<p>Chefredakteur von WorldTempus.com<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Uhren mit Saphirgeh\u00e4use sind der Gipfel der Uhrmacherkunst \u2013 nicht nur bez\u00fcglich ihrer Preise, sondern [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":33409,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[506],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33454"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33454"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33454\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33458,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33454\/revisions\/33458"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/33409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33454"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33454"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33454"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}