{"id":34138,"date":"2019-07-20T17:09:57","date_gmt":"2019-07-20T15:09:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gmtmag.com\/?p=34138"},"modified":"2019-07-24T17:16:36","modified_gmt":"2019-07-24T15:16:36","slug":"urban-juergensen-one","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/technik-n-de\/banc_essai-3\/urban-juergensen-one.html","title":{"rendered":"Urban J\u00fcrgensen One"},"content":{"rendered":"<p>Urban J\u00fcrgensen sorgte f\u00fcr eine wahrhaft grosse \u00dcberraschung, als der sagenumwobene d\u00e4nische Uhrmacher mit vier Referenzen in ein Segment einstieg, in dem ihn niemand erwartet h\u00e4tte. Die One ist eine Sportuhr im Sinne der bedeutenden Ikonen der 1970er-Jahre. Das Design l\u00e4sst keinen Zweifel zu: Die One erweist sich als Allrounderin, die sich vielmehr f\u00fcr den abwechslungsreichen Alltag eignet als f\u00fcr einen hochspezialisierten Einsatz. Das mag \u00fcberraschen, denn bis jetzt f\u00fchlten sich die Fans der Marke von einem vorbildhaft gemeisterten und \u00fcber die Jahrhunderte verfeinerten klassischen Stil angezogen. Wie wird diese One also von den Puristen aufgenommen werden? Wird sie es schaffen, den Kreis ihrer Liebhaber zu erweitern, von denen schon allein aufgrund der Geschichte der Marke sowie ihres technischen Erfindungsgeistes eine gewisse Erziehung (ohne jegliche elit\u00e4ren Hintergedanken!) verlangt wird? Vielleicht kann dieser Pr\u00fcfstand ansatzweise einige Antworten auf diese Fragen liefern. F\u00fcr die vorliegende Auflage haben wir uns mit der Version mit drei zentralen Zeigern, Datum und blauem Zifferblatt befasst.<\/p>\n<p><strong> AUSSTATTUNG<\/strong><\/p>\n<p>Das Geh\u00e4use ist weder tonneau- noch kieself\u00f6rmig und auch nicht rund, sondern ein wenig von alledem. Und genau das ist das Geheimnis ihres Siebzigerjahre-Stils. Das Armband geht fliessend, in grossen Wellen, ins Geh\u00e4use \u00fcber. Volumen und Formen werden durch abwechselnd polierte und satinierte Fl\u00e4chen betont. Das blaue Zifferblatt ist im Zentrum mit eleganten \u00ab Meereswellen \u00bb guillochiert, die die Geschichte der Marke mit der Dichtigkeit des One-Geh\u00e4uses von bis zu 120 Metern verkn\u00fcpfen. Obwohl alles daf\u00fcr spricht, dass die One auch vor 40 oder 50 Jahren h\u00e4tte lanciert werden k\u00f6nnen, braucht sie sich in Sachen Ergonomie vor niemandem zu verstecken. Ihr Tragekomfort geht mit den fliessenden Linien ihres Designs einher. Es ist nicht jedem verg\u00f6nnt, ein Metallarmband sowohl komfortabel als auch optisch gelungen zu gestalten. Das der One verdient ein Sonderlob und k\u00f6nnte sogar einige \u00ab Stahlgegner \u00bb umstimmen. Die Zeiger haben wir uns f\u00fcr den Schluss aufgehoben, denn sie h\u00e4tten f\u00fcr sich schon eine zwei Seiten lange Ode verdient. Wie gewohnt sind sie einfach umwerfend. Sie wurden durch Skelettierung und Super-LumiNova\u00ae an den sportlichen Charakter der Uhr angepasst. Das als separater Bestandteil hergestellte Stundenrohr und der Kopf des Stundenzeigers verleihen den Stahlzeigern eine besonders edle Note. Und genau das unterscheidet die One von allen anderen Uhren \u2013 solange wir noch keinen Blick auf ihre Mechanik geworfen haben.<\/p>\n<p><strong>WERK<\/strong><\/p>\n<p>Die Referenz 5241 wird vom Automatikkaliber P5 gesteuert. Schon auf den ersten Blick scheint es perfekt f\u00fcr die ihm auferlegte Aufgabe geschaffen zu sein. Es bleibt der uhrmacherischen Noblesse der Marke auf alle F\u00e4lle treu und pr\u00e4sentiert eine Konstruktion, die sowohl hinsichtlich der Zuverl\u00e4ssigkeit als auch der Leistungen Vertrauen einfl\u00f6sst. Das kommt in dieser Kategorie, von der wir oft an flachere und \u00ab zartere \u00bb Werke gew\u00f6hnt wurden, selten genug vor und verdient, betont zu werden. Das P5 wird von zwei Federh\u00e4usern angetrieben, die ihm eine dreit\u00e4gige Gangautonomie (72 Stunden) bei einer Frequenz von 21 600 Halbschwingungen pro Stunde gew\u00e4hrleisten. Die doppelte Auflage des Unruhklobens und die beweglichen Teile des automatischen R\u00e4derwerks sind die offensichtlichsten Elemente der Zuverl\u00e4ssigkeit, die dieses Modell in B\u00e4lde unverkennbar charakterisieren sollte. Die Schwungmasse verf\u00fcgt \u00fcber ein grosses Segment in 22 Karat Gold, das auch aus den Inaktivsten unter uns die n\u00f6tige Energie herauskitzeln wird. Die Schwungmassenplatte wurde grossz\u00fcgig ausgespart, sodass die \u00ab sonnengeschliffenen Streifen \u00bb ihrer Vollendungen bewundert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>TESTS<\/strong><\/p>\n<p>Alle Tests haben das Gef\u00fchl von Zuverl\u00e4ssigkeit und Pr\u00e4zision best\u00e4tigt, das bei der blossen Betrachtung des Werks aufkam. Die beigef\u00fcgte Ergebnistabelle liefert den Beweis daf\u00fcr. Wir befinden uns eindeutig im Bereich der Ganggenauigkeit, und die Robustheit der Bauweise ist \u00e4usserst \u00fcberzeugend. Das automatische System und die Tr\u00e4gheit der Schwungmasse garantieren einen schnellen Aufzug. Die One wird ohne jeden Zweifel aufgrund ihrer Leistungen \u00fcberzeugen, denn selten hat ein Werk in einem 41 mm grossen Geh\u00e4use einen vergleichbaren Eindruck von Vertrauen und Performance vermittelt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-34129 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/GMT_62_FR_ipad-206.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"165\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>CHRISTOPHE PERSOZ<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Uhrmacher<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Das Deb\u00fct der d\u00e4nischen Uhrmacher im schwierigen Segment der sportlich-klassischen Uhren kann als vollkommen gelungen gewertet werden. Rein gestalterisch gesehen ist es ihnen vielleicht sogar zu gut gegl\u00fcckt. Obgleich die One ihre eigene Identit\u00e4t zu wahren weiss, wurden die Stilelemente so meisterhaft eingesetzt, dass sie unweigerlich an das geniale Design der Siebzigerjahre erinnert. Diese erfolgreiche Umsetzung k\u00f6nnte manch einen ins Wanken bringen, w\u00e4ren da nicht die Zeiger, die eindeutig auf die Identit\u00e4t der Marke verweisen. H\u00e4tte die One in den 1970er-Jahren das Licht der Welt erblickt, h\u00e4tte man ihr in dieser so wettbewerbsintensiven Welt einen Ehrenplatz einger\u00e4umt. Heute verleiht sie dieser Kategorie eine neue Dimension, indem sie mit einer Mechanik ausgestattet wurde, die im Vergleich zur Vergangenheit zugegebenermassen \u00fcber technische Entwicklungen verf\u00fcgt, die jedoch mit grossem Sachverstand ausgew\u00e4hlt wurden. Im Endeffekt verf\u00fcgt die One gewiss \u00fcber alle Vorz\u00fcge, um sich als bleibender Klassiker zu etablieren. Unsere Nachfolger werden noch in 50 Jahren \u00fcber sie berichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urban J\u00fcrgensen sorgte f\u00fcr eine wahrhaft grosse \u00dcberraschung, als der sagenumwobene d\u00e4nische Uhrmacher mit vier [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":34134,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[56],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34138"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34138"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34138\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34139,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34138\/revisions\/34139"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34134"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34138"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34138"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34138"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}