{"id":411,"date":"2011-06-08T11:46:31","date_gmt":"2011-06-08T10:46:31","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=411"},"modified":"2012-12-03T14:33:20","modified_gmt":"2012-12-03T13:33:20","slug":"noch-dominiert-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/art-n-de\/enchere-3\/noch-dominiert-europa.html","title":{"rendered":"Noch dominiert Europa : (wertm\u00e4ssig) \u2026"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\">Auch wenn Christie\u2019s im vergangenen Gesch\u00e4ftsjahr Uhren f\u00fcr eine Rekordsumme von \u00fcber USD 91 Millionen versteigerte, m\u00f6chte der Verantwortliche dieser Sparte das Wort Euphorie nicht in den Mund nehmen. \u00ab2007 war das der Fall\u00bb, erkl\u00e4rt Aurel Bacs, \u00abheute sind die K\u00e4ufer Kenner. Sie wissen, dass sie gut investieren, und sind zuversichtlicher.\u00bb Und doch steigt die Anzahl der Interessenten an Uhrenauktionen unaufh\u00f6rlich. \u00abAlle sechs Monate haben wir mehr Kunden, vor allem in Asien\u00bb, f\u00fchrt der mehrsprachige Fachmann weiter aus und erw\u00e4hnt, dass er viel Zeit in Indonesien, Malaysia und Thailand verbringt, um neue Sammler kennenzulernen. Ob K\u00e4ufer oder Verk\u00e4ufer: Alle reissen sich um Informationen und vielf\u00e4ltige Produkte. Sie sind vergleichsweise jung und haben weniger Vorurteile. Wie auch auf dem Markt f\u00fcr neue Uhren steigt die Anzahl asiatischer Sammler, zumindest volumenm\u00e4ssig. Doch das ist die einzige Parallele, die man ziehen kann, denn obwohl fast die H\u00e4lfte der \u00fcber 2000 von Christie\u2019s im Jahr 2010 versteigerten Uhren an K\u00e4ufer aus Asien ging, liegt der Durchschnittspreis deutlich unter dem der amerikanischen und vor allem der europ\u00e4ischen Sammler. Der Gesamtwert der von asiatischen Kunden ersteigerten Uhren liegt somit weit unter der H\u00e4lfte des Werts der von Europ\u00e4ern gekauften St\u00fccke.<\/p>\n<p>Welche Lehren kann man noch aus dem Jahr 2010 ziehen? \u00abQualitativ hochwertige St\u00fccke verkaufen sich gut\u00bb, kommentiert Aurel Bacs und f\u00fcgt hinzu, dass die Qualit\u00e4t von der Marke (Patek Philippe ist und bleibt die Referenz), vom Werk (das den Intellekt des Sammlers ansprechen muss), von der Seltenheit des Modells und vom Zustand des Zeitmessers abh\u00e4ngt. Die St\u00e4rke des Schweizer Franken benachteiligt den Schweizer Sammler, der gerne einen Teil seiner Sammlung abstossen m\u00f6chte, da seine Zeitmesser den potenziellen K\u00e4ufern, die eine andere W\u00e4hrung ben\u00fctzen, teuer erscheinen. Gleichzeitig hat er aber mehr Kaufkraft, wenn er sich f\u00fcr St\u00fccke ausserhalb der Schweizer Grenzen interessiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Drei Spezialgebiete<\/strong><\/p>\n<p>Den Auktionsmarkt kann man nicht manipulieren, da Angebot und Nachfrage st\u00e4ndig schwanken und der Fachmann f\u00fcr Uhrmacherei geduldig sein muss, um zum rechten Moment am rechten Ort zu sein und so das Vertrauen Hunderter K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer zu gewinnen. Aurel Bacs hat ein besonders Flair f\u00fcr neue Trends, m\u00f6chte aber trotzdem die drei Spezialgebiete ausbauen, auf denen das Auktionshaus Christie\u2019s in Genf sein K\u00f6nnen unter Beweis gestellt hat: Vintage-Modelle von Patek Philippe, Rolex und Audemars Piguet, alte Taschenuhren (18. und 19. Jahrhundert) mit Automaten, Komplikationen und\/oder Email sowie moderne Kreationen unabh\u00e4ngiger Uhrmacher und Sonderserien grosser Manufakturen. Christie\u2019s ist der einzige Auktionator, der Uhren von Philippe Dufour feilh\u00e4lt und \u00fcber eine Warteliste interessierter K\u00e4ufer verf\u00fcgt. In der Aufz\u00e4hlung der regelm\u00e4ssig von Sammlern gesuchten St\u00fccke erw\u00e4hnt Aurel Bacs auch die Opus-Modelle von Harry Winston und die Vagabondage-Uhren von F.P. Journe. Bei den Sonderserien der grossen Marken stehen die Jubil\u00e4umsst\u00fccke oder die speziellen Boutique-Zeitmesser von Patek gefolgt von den verschiedenen Ausf\u00fchrungen der \u00abPour le M\u00e9rite\u00bb von Lange &amp; S\u00f6hne hoch im Kurs.<\/p>\n<p>Die f\u00fcr den 16. November in Genf angesetzte Auktion umfasst 400 Zeitmesser, von denen die meisten aus diesen drei Spezialgebieten stammen \u2013 jedoch nicht alle. Christie\u2019s wartet ausserdem mit kleinen Sportkollektionen von Rolex aus den 50er und 60er Jahren, chinesischen und t\u00fcrkischen Taschenuhren mit Email vom Anfang des 19. Jahrhunderts sowie (und vielleicht sogar vor allem) mit der vierten und letzten Ausgabe der Saga \u00abA Connoisseur\u2019s Vision\u00bb auf. Dieses Mal werden rund zehn extrem seltene und aussergew\u00f6hnliche Zeitmesser von Patek Philippe aus einer sagenumwobenen Privatsammlung die Sammlerherzen h\u00f6her schlagen lassen. Die Gebote werden sich \u00fcberschlagen!<\/p><\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn Christie\u2019s im vergangenen Gesch\u00e4ftsjahr Uhren f\u00fcr eine Rekordsumme von \u00fcber USD 91 Millionen versteigerte, m\u00f6chte der Verantwortliche dieser Sparte das Wort Euphorie nicht in den Mund nehmen. \u00ab2007 war das der Fall\u00bb, erkl\u00e4rt Aurel Bacs, \u00abheute sind die K\u00e4ufer Kenner. Sie wissen, dass sie gut investieren, und sind zuversichtlicher.\u00bb Und doch steigt die Anzahl der Interessenten an Uhrenauktionen unaufh\u00f6rlich. \u00abAlle sechs Monate haben wir mehr Kunden, vor allem in Asien\u00bb, f\u00fchrt der mehrsprachige Fachmann weiter aus und erw\u00e4hnt, dass er viel Zeit in Indonesien, Malaysia und Thailand verbringt, um neue Sammler kennenzulernen. Ob K\u00e4ufer oder Verk\u00e4ufer: Alle reissen sich um Informationen und vielf\u00e4ltige Produkte. Sie sind vergleichsweise jung und haben weniger Vorurteile. Wie auch auf dem Markt f\u00fcr neue Uhren steigt die Anzahl asiatischer Sammler, zumindest volumenm\u00e4ssig. Doch das ist die einzige Parallele, die man ziehen kann, denn obwohl fast die H\u00e4lfte der \u00fcber 2000 von Christie\u2019s im Jahr 2010 versteigerten Uhren an K\u00e4ufer aus Asien ging, liegt der Durchschnittspreis deutlich unter dem der amerikanischen und vor allem der europ\u00e4ischen Sammler. Der Gesamtwert der von asiatischen Kunden ersteigerten Uhren liegt somit weit unter der H\u00e4lfte des Werts der von Europ\u00e4ern gekauften St\u00fccke.<\/p>\n<p>Welche Lehren kann man noch aus dem Jahr 2010 ziehen? \u00abQualitativ hochwertige St\u00fccke verkaufen sich gut\u00bb, kommentiert Aurel Bacs und f\u00fcgt hinzu, dass die Qualit\u00e4t von der Marke (Patek Philippe ist und bleibt die Referenz), vom Werk (das den Intellekt des Sammlers ansprechen muss), von der Seltenheit des Modells und vom Zustand des Zeitmessers abh\u00e4ngt. Die St\u00e4rke des Schweizer Franken benachteiligt den Schweizer Sammler, der gerne einen Teil seiner Sammlung abstossen m\u00f6chte, da seine Zeitmesser den potenziellen K\u00e4ufern, die eine andere W\u00e4hrung ben\u00fctzen, teuer erscheinen. Gleichzeitig hat er aber mehr Kaufkraft, wenn er sich f\u00fcr St\u00fccke ausserhalb der Schweizer Grenzen interessiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Drei Spezialgebiete<\/strong><\/p>\n<p>Den Auktionsmarkt kann man nicht manipulieren, da Angebot und Nachfrage st\u00e4ndig schwanken und der Fachmann f\u00fcr Uhrmacherei geduldig sein muss, um zum rechten Moment am rechten Ort zu sein und so das Vertrauen Hunderter K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer zu gewinnen. Aurel Bacs hat ein besonders Flair f\u00fcr neue Trends, m\u00f6chte aber trotzdem die drei Spezialgebiete ausbauen, auf denen das Auktionshaus Christie\u2019s in Genf sein K\u00f6nnen unter Beweis gestellt hat: Vintage-Modelle von Patek Philippe, Rolex und Audemars Piguet, alte Taschenuhren (18. und 19. Jahrhundert) mit Automaten, Komplikationen und\/oder Email sowie moderne Kreationen unabh\u00e4ngiger Uhrmacher und Sonderserien grosser Manufakturen. Christie\u2019s ist der einzige Auktionator, der Uhren von Philippe Dufour feilh\u00e4lt und \u00fcber eine Warteliste interessierter K\u00e4ufer verf\u00fcgt. In der Aufz\u00e4hlung der regelm\u00e4ssig von Sammlern gesuchten St\u00fccke erw\u00e4hnt Aurel Bacs auch die Opus-Modelle von Harry Winston und die Vagabondage-Uhren von F.P. Journe. Bei den Sonderserien der grossen Marken stehen die Jubil\u00e4umsst\u00fccke oder die speziellen Boutique-Zeitmesser von Patek gefolgt von den verschiedenen Ausf\u00fchrungen der \u00abPour le M\u00e9rite\u00bb von Lange &amp; S\u00f6hne hoch im Kurs.<\/p>\n<p>Die f\u00fcr den 16. November in Genf angesetzte Auktion umfasst 400 Zeitmesser, von denen die meisten aus diesen drei Spezialgebieten stammen \u2013 jedoch nicht alle. Christie\u2019s wartet ausserdem mit kleinen Sportkollektionen von Rolex aus den 50er und 60er Jahren, chinesischen und t\u00fcrkischen Taschenuhren mit Email vom Anfang des 19. Jahrhunderts sowie (und vielleicht sogar vor allem) mit der vierten und letzten Ausgabe der Saga \u00abA Connoisseur\u2019s Vision\u00bb auf. Dieses Mal werden rund zehn extrem seltene und aussergew\u00f6hnliche Zeitmesser von Patek Philippe aus einer sagenumwobenen Privatsammlung die Sammlerherzen h\u00f6her schlagen lassen. 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