{"id":4968,"date":"2013-04-22T14:04:42","date_gmt":"2013-04-22T13:04:42","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=4968"},"modified":"2013-04-22T14:04:42","modified_gmt":"2013-04-22T13:04:42","slug":"cartier-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/art-n-de\/architecture-3\/cartier-20.html","title":{"rendered":"Cartier : Magische Monumente"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>Montre Rotonde de Cartier Double Tourbillon Myst\u00e9rieux<\/strong><\/p>\n<p><strong>Werk: <\/strong>Mechanikwerk mit Handaufzug, Kaliber 9454 MC, Genfer Stempel sowie 52 Stunden Gangreserve <strong>Geh\u00e4use:<\/strong> Platin <strong>Durchmesser:<\/strong> 45 mm <strong>Funktionen:<\/strong> Stunden, Minuten und geheimnisvoller doppelter Tourbillon <strong>Boden: <\/strong>Saphir<strong> Armband:<\/strong> schwarzes Alligatorleder <strong>Wasserdichte:<\/strong> 30 Meter<\/p>\n<div><\/div>\n<\/blockquote>\n<div class=\"contenu_article\"><strong>Uhr: Rotonde de Cartier Double Tourbillon Myst\u00e9rieux<\/strong><\/p>\n<p>Sehr geheimnisvoll! Dieses Wort passt hervorragend zu diesem extrem schlichten Modell mit \u00e4usserst komplexem Mechanismus. Das Entwicklungsteam von Cartier liess sich von Jean-Eug\u00e8ne Robert-Houdin, dem Vorreiter aller modernen Zauberer, und seinen Tricks inspirieren, um den Eindruck zu erwecken, dass der K\u00e4fig frei im Raum schwebt. Der fliegende Tourbillon scheint tats\u00e4chlich v\u00f6llig losgel\u00f6st und ohne sichtbare Verankerung mit den R\u00e4derwerken. Daf\u00fcr wurde in eine entspiegelte Saphirscheibe eine exakt den Tourbillonabmessungen entsprechende \u00d6ffnung geschnitten. Die Entwickler hatten zudem die geniale Idee, rund um diese Saphirscheibe eine Zahnf\u00fchrung zu platzieren und sie somit in ein grosses Zahnrad zu verwandeln, das sich alle f\u00fcnf Minuten um die eigene Achse dreht. W\u00e4hrend der Tourbillon sich in 60 Sekunden um die eigene Achse dreht, vollf\u00fchrt der K\u00e4fig seine Umdrehung gleichzeitig in f\u00fcnf Minuten. Der Schwebeeffekt ist \u00fcberw\u00e4ltigend. Diese originelle mechanische Bauweise ist das Ergebnis langj\u00e4hriger Forschung, die hier durch schlichte \u00c4sthetik die Uhrmacherei an Zauberei grenzen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Architektonisches Pendant: Cube Orange, Lyon, Frankreich, von Jakob + MacFarlane Architects<\/strong><\/p>\n<p>Am Ufer der Saone wurde im Quartier Confluence in Lyon 2011 der Cube Orange erbaut. Es handelt sich um einen rechtwinkligen Kubus von 29 x 33 Metern mit f\u00fcnf Etagen, in den die Architekten f\u00fcr beste Bedingungen bez\u00fcglich Lichteinfall, Bel\u00fcftung und Aussicht ein grosses Loch geschnitten haben. Diese \u00d6ffnung reicht horizontal vom Saone-Ufer bis zur Dachterrasse und bildet als Schnittpunkt zweier Kurven eine Diagonale im Eck. Sie schafft in der Tiefe des Volumens einen riesigen Innenhof, der von an die B\u00fcros angeschlossenen Balkonen eingerahmt ist.<\/p>\n<p>Diese strukturelle Manipulation dient dem Besucher als Orientierungspunkt und verleiht dieser einzigartigen Aussparung eine visuelle Gewichtung. Abgesehen von den angef\u00fchrten baulichen Vorteilen lenkt diese Besonderheit durch eine optische Wirkung auch den Blick des Betrachters geschickt mitten ins Loch, weshalb dieser Monoblock mit imposanten Abmessungen deutlich kleiner wirkt.<\/p>\n<p>Die Rotonde de Cartier Double Tourbillon Myst\u00e9rieux und der Cube Orange verfolgen den gleichen konzeptuellen Ansatz: Es handelt sich um einen Zaubertrick mit faszinierender kinetischer Sequenz. Vom normalen Nutzen beider Objekte wird durch Tricks abgelenkt und so durch Illusion beiden ein symbolischer Wert verliehen.<\/p><\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Uhr: Rotonde de Cartier Double Tourbillon Myst\u00e9rieux<\/strong><\/p>\n<p>Sehr geheimnisvoll! Dieses Wort passt hervorragend zu diesem extrem schlichten Modell mit \u00e4usserst komplexem Mechanismus. Das Entwicklungsteam von Cartier liess sich von Jean-Eug\u00e8ne Robert-Houdin, dem Vorreiter aller modernen Zauberer, und seinen Tricks inspirieren, um den Eindruck zu erwecken, dass der K\u00e4fig frei im Raum schwebt. Der fliegende Tourbillon scheint tats\u00e4chlich v\u00f6llig losgel\u00f6st und ohne sichtbare Verankerung mit den R\u00e4derwerken. Daf\u00fcr wurde in eine entspiegelte Saphirscheibe eine exakt den Tourbillonabmessungen entsprechende \u00d6ffnung geschnitten. Die Entwickler hatten zudem die geniale Idee, rund um diese Saphirscheibe eine Zahnf\u00fchrung zu platzieren und sie somit in ein grosses Zahnrad zu verwandeln, das sich alle f\u00fcnf Minuten um die eigene Achse dreht. W\u00e4hrend der Tourbillon sich in 60 Sekunden um die eigene Achse dreht, vollf\u00fchrt der K\u00e4fig seine Umdrehung gleichzeitig in f\u00fcnf Minuten. Der Schwebeeffekt ist \u00fcberw\u00e4ltigend. Diese originelle mechanische Bauweise ist das Ergebnis langj\u00e4hriger Forschung, die hier durch schlichte \u00c4sthetik die Uhrmacherei an Zauberei grenzen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Architektonisches Pendant: Cube Orange, Lyon, Frankreich, von Jakob + MacFarlane Architects<\/strong><\/p>\n<p>Am Ufer der Saone wurde im Quartier Confluence in Lyon 2011 der Cube Orange erbaut. 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Abgesehen von den angef\u00fchrten baulichen Vorteilen lenkt diese Besonderheit durch eine optische Wirkung auch den Blick des Betrachters geschickt mitten ins Loch, weshalb dieser Monoblock mit imposanten Abmessungen deutlich kleiner wirkt.<\/p>\n<p>Die Rotonde de Cartier Double Tourbillon Myst\u00e9rieux und der Cube Orange verfolgen den gleichen konzeptuellen Ansatz: Es handelt sich um einen Zaubertrick mit faszinierender kinetischer Sequenz. 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