{"id":5155,"date":"2010-04-25T13:44:18","date_gmt":"2010-04-25T12:44:18","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=5155"},"modified":"2013-05-25T13:45:03","modified_gmt":"2013-05-25T12:45:03","slug":"cartier-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/business-n-de\/ambiente\/cartier-23.html","title":{"rendered":"Cartier : Manufaktur in La Chaux-de-Fonds"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\">\u00abVor der Errichtung dieses Geb\u00e4udes legte ein Produkt bis zur Validierung 170 km zwischen den einzelnen Produktionsstandorten zur\u00fcck. Heute sind es nur noch 300 Meter\u00bb, erkl\u00e4rt uns der Standortverantwortliche einleitend. <strong>Cartier<\/strong> startete 2005 das Projekt \u00abThink Tank\u00bb, um die Innovation zu stimulieren. Den Kern des Projektteams bildeten nur zwei Personen, darunter aber die Koryph\u00e4e der hohen Uhrmacherkunst von Cartier, Carole Forestier. In diesem Ideenlabor arbeiten heute 25 Personen in perfekter Symbiose mit \u00fcber 1000 Angestellten vor Ort. \u00abAlle unter einem Dach\u00bb, erl\u00e4utert unser Gastgeber w\u00e4hrend des Besuchs, \u00abist das Grundkonzept des Projekts, das eine optimale r\u00e4umliche und zeitliche Organisation erm\u00f6glicht.\u00bb Mit diesem Ansatz f\u00f6rdert die Marke die Kommunikation und den Ideenaustausch sowie eine rasche Umsetzung der Ideen in greifbare Produkte. Innerhalb der Manufaktur Cartier bearbeiten die Teams gleichzeitig \u00fcber 150 neue Projekte zu einer der vier Kollektionen. Didaktische Informationstafeln an den Schnittstellen der \u00fcber zwei Stockwerke verteilten Abteilungen zeugen vom Streben nach Austausch und p\u00e4dagogischer Stimulierung. Wenn 1100 Menschen mit 37 verschiedenen Staatsangeh\u00f6rigkeiten auf 30 000 m2 185 Funktionen aus\u00fcben, braucht es eine gewaltige Rationalisierung, um die Effizienz sicherzustellen. So gelang es beispielsweise, die f\u00fcr das Programmieren der komplizierten Maschinen ben\u00f6tigte Zeit von drei Tagen auf wenige Stunden zu senken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Atmos_Cartier-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-5148\" title=\"\" src=\"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Atmos_Cartier-2.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Atmos_Cartier-2.jpg 600w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Atmos_Cartier-2-300x179.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Cartier nutzt auch die in anderen Industriesektoren angewandten Methoden (beispielsweise die nach Farbcodes aufgeschl\u00fcsselte Serienproduktion) und organisiert die Produktionszonen als Inseln, die alle f\u00fcr die Herstellung einer Uhr oder eines Werks ben\u00f6tigten Kenntnisse aufweisen. Architekten, Ingenieure und Uhrmacher haben sicherlich monatelang \u00fcberlegt und diskutiert, um die bestm\u00f6gliche r\u00e4umliche Aufteilung zu ermitteln. Wie organisiert man beispielsweise ein harmonisches Zusammenspiel zwischen der Fussballfeld grossen Ausstattungshalle und der kleinen Werkstatt f\u00fcr die Restaurierung alter Uhren oder den Werkst\u00e4tten f\u00fcr Prototypen, Dekoration, Werksmontage, Einschalung etc.? Die Produktionsverantwortlichen betonten, dass sie \u00abnicht alles selbst produzieren, aber zumindest \u00fcber alles genau Bescheid wissen m\u00fcssen, um die Standards festzulegen: Qualit\u00e4t wird nicht kontrolliert, sondern produziert.\u00bb Ein Chronograph von Cartier muss 800 Kontrol-len durchlaufen. Im Espace Horloger wird die Luft permanent gefiltert und wiederaufbereitet, um zu verhindern, dass sich Staub auf den winzigen Bestandteilen eines Werks oder einer Uhr ablagert. Eine Hochgeschwindigkeitskamera (33 000 Bilder\/Sekunde) kontrolliert die Ganggenauigkeit eines Kalibers und erkennt auch die geringste Abweichung. Jeden Abend werden alle Einschalungskits \u00fcberpr\u00fcft. Dank dieses unerm\u00fcdlichen Strebens nach optimaler Qualit\u00e4t und Logistik konnte Cartier seit 2005 den Lagerbestand auf ein Drittel reduzieren und doch gleichzeitig eine der kreativsten Marken hoher Uhrmacherkunst werden.<\/p><\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abVor der Errichtung dieses Geb\u00e4udes legte ein Produkt bis zur Validierung 170 km zwischen den einzelnen Produktionsstandorten zur\u00fcck. Heute sind es nur noch 300 Meter\u00bb, erkl\u00e4rt uns der Standortverantwortliche einleitend. <strong>Cartier<\/strong> startete 2005 das Projekt \u00abThink Tank\u00bb, um die Innovation zu stimulieren. Den Kern des Projektteams bildeten nur zwei Personen, darunter aber die Koryph\u00e4e der hohen Uhrmacherkunst von Cartier, Carole Forestier. In diesem Ideenlabor arbeiten heute 25 Personen in perfekter Symbiose mit \u00fcber 1000 Angestellten vor Ort. \u00abAlle unter einem Dach\u00bb, erl\u00e4utert unser Gastgeber w\u00e4hrend des Besuchs, \u00abist das Grundkonzept des Projekts, das eine optimale r\u00e4umliche und zeitliche Organisation erm\u00f6glicht.\u00bb Mit diesem Ansatz f\u00f6rdert die Marke die Kommunikation und den Ideenaustausch sowie eine rasche Umsetzung der Ideen in greifbare Produkte. Innerhalb der Manufaktur Cartier bearbeiten die Teams gleichzeitig \u00fcber 150 neue Projekte zu einer der vier Kollektionen. Didaktische Informationstafeln an den Schnittstellen der \u00fcber zwei Stockwerke verteilten Abteilungen zeugen vom Streben nach Austausch und p\u00e4dagogischer Stimulierung. Wenn 1100 Menschen mit 37 verschiedenen Staatsangeh\u00f6rigkeiten auf 30 000 m2 185 Funktionen aus\u00fcben, braucht es eine gewaltige Rationalisierung, um die Effizienz sicherzustellen. So gelang es beispielsweise, die f\u00fcr das Programmieren der komplizierten Maschinen ben\u00f6tigte Zeit von drei Tagen auf wenige Stunden zu senken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Atmos_Cartier-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-5148\" title=\"\" src=\"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Atmos_Cartier-2.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Atmos_Cartier-2.jpg 600w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Atmos_Cartier-2-300x179.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Cartier nutzt auch die in anderen Industriesektoren angewandten Methoden (beispielsweise die nach Farbcodes aufgeschl\u00fcsselte Serienproduktion) und organisiert die Produktionszonen als Inseln, die alle f\u00fcr die Herstellung einer Uhr oder eines Werks ben\u00f6tigten Kenntnisse aufweisen. 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