{"id":5587,"date":"2013-06-27T15:02:32","date_gmt":"2013-06-27T14:02:32","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=5587"},"modified":"2013-06-27T15:03:14","modified_gmt":"2013-06-27T14:03:14","slug":"hermes-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/art-n-de\/architecture-3\/hermes-16.html","title":{"rendered":"Herm\u00e8s : Parallele Illusionen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\"><strong>Die Uhr: Arceau Le temps suspendu 38 mm von Herm\u00e8s<\/strong><br \/>\nIn der heutigen, von Hektik gepr\u00e4gten Zeit ist eine Uhr, die die Zeit anzuhalten vermag, eine willkommene Verschnaufpause. Das ist zumindest die Grundidee der Arceau Le temps suspendu. Ihr Geh\u00e4use mit einem Durchmesser von 38 mm weist einen Dr\u00fccker auf, der bei Bet\u00e4tigung den Stunden- und Minutenzeiger bei 12 Uhr anh\u00e4lt. Nur der weiterhin unerm\u00fcdlich in einem kleinen Z\u00e4hler mit 24er-Graduierung seine Runden drehende Sekundenzeiger verr\u00e4t, dass es sich doch nur um eine Illusion handelt. Bei erneuter Bet\u00e4tigung nimmt die Zeit ihren Lauf wieder auf. Diese verspielte Poesie wird durch einen genialen, retrograden und durch zwei Patente gesch\u00fctzten Mechanismus der Stunden und Minuten \u00fcber 360\u00b0 erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Architektonisches Pendant: Metropol Parasol, Sevilla, von J. Mayer H.Architekten<\/strong><br \/>\nDie Umgestaltung des Plaza de la Encarnaci\u00f3n in der Altstadt von Sevilla umfasst ein arch\u00e4ologisches Museum, einen Markt sowie einen mit einer Holzschichtstruktur \u00fcberdachten Platz. Diese in grossem Massstab umgesetzte Infrastruktur \u2013 der Metropol Parasol misst 150 mal 70 Meter und ist rund 26 Meter hoch \u2013 muss in diesen Gefilden besonders hohen Temperaturen standhalten, die die Werkstoffe auf eine harte Probe stellen.<br \/>\nDas Projekt verfolgt einen einzigartigen Ansatz. Der urbane Raum wird hier neu interpretiert und die grosse Esplanade teilweise mit einer Holzstruktur \u00fcberdacht, um sich in eine Art urbanen Wohnraum zu verwandeln. Das Dach zwischen den Geb\u00e4uden, die den Platz begrenzen, ist nicht quadratisch wie der Platz selber, sondern eher zuf\u00e4lliger Form. Die variablen Geometrien, die Volumetrie dieses Ortes und das durch dieses spezielle Sonnendach ged\u00e4mpfte Licht bieten ein faszinierendes visuelles Spektakel. Der Blick springt ungehindert zwischen alt und neu hin und her. Diese gelungene Eingliederung revolutioniert die Lesung des urbanen Raums, ohne jedoch die alt\u00fcberlieferten Werte in Frage zu stellen. Ein subtiles Lichtspiel, das die urspr\u00fcngliche Form des Platzes durch die neuartige Lesung des Lichts vergessen macht.<br \/>\nGenau wie beim Metropol Parasol sind die Informationen auf dem Zifferblatt \u2013 vor allem dem der Sekunden \u2013 des Modells Le temps suspendu von Herm\u00e8s dezentral positioniert und bilden ein verspielt geniales Konzept, bei dem Tr\u00e4ger und frei auf diesem verteiltes Getragenes ihre Kr\u00e4fte messen. Eine Art Konvergenz der Ideen zwischen beiden Konstrukten, die von der nicht greifbaren und doch verstreichenden Zeit gepr\u00e4gt sind. Als wenn die Zeit f\u00fcr einen Moment stillstehen w\u00fcrde \u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arceau Le Temps Suspendu 38mm<\/strong><br \/>\n<strong>Werk:<\/strong> Mechanikwerk mit Automatikaufzug, Manufakturkaliber H1912<strong> Geh\u00e4use:<\/strong> Stahl <strong>Durchmesser:<\/strong> 38 mm <strong>Funktionen:<\/strong> Stunden, Minuten, Sekunden und Anhalten der Zeit <strong>Armband:<\/strong> Alligatorleder<\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Die Uhr: Arceau Le temps suspendu 38 mm von Herm\u00e8s<\/strong><br \/>\nIn der heutigen, von Hektik gepr\u00e4gten Zeit ist eine Uhr, die die Zeit anzuhalten vermag, eine willkommene Verschnaufpause. Das ist zumindest die Grundidee der Arceau Le temps suspendu. Ihr Geh\u00e4use mit einem Durchmesser von 38 mm weist einen Dr\u00fccker auf, der bei Bet\u00e4tigung den Stunden- und Minutenzeiger bei 12 Uhr anh\u00e4lt. 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Diese in grossem Massstab umgesetzte Infrastruktur \u2013 der Metropol Parasol misst 150 mal 70 Meter und ist rund 26 Meter hoch \u2013 muss in diesen Gefilden besonders hohen Temperaturen standhalten, die die Werkstoffe auf eine harte Probe stellen.<br \/>\nDas Projekt verfolgt einen einzigartigen Ansatz. Der urbane Raum wird hier neu interpretiert und die grosse Esplanade teilweise mit einer Holzstruktur \u00fcberdacht, um sich in eine Art urbanen Wohnraum zu verwandeln. Das Dach zwischen den Geb\u00e4uden, die den Platz begrenzen, ist nicht quadratisch wie der Platz selber, sondern eher zuf\u00e4lliger Form. Die variablen Geometrien, die Volumetrie dieses Ortes und das durch dieses spezielle Sonnendach ged\u00e4mpfte Licht bieten ein faszinierendes visuelles Spektakel. Der Blick springt ungehindert zwischen alt und neu hin und her. Diese gelungene Eingliederung revolutioniert die Lesung des urbanen Raums, ohne jedoch die alt\u00fcberlieferten Werte in Frage zu stellen. Ein subtiles Lichtspiel, das die urspr\u00fcngliche Form des Platzes durch die neuartige Lesung des Lichts vergessen macht.<br \/>\nGenau wie beim Metropol Parasol sind die Informationen auf dem Zifferblatt \u2013 vor allem dem der Sekunden \u2013 des Modells Le temps suspendu von Herm\u00e8s dezentral positioniert und bilden ein verspielt geniales Konzept, bei dem Tr\u00e4ger und frei auf diesem verteiltes Getragenes ihre Kr\u00e4fte messen. Eine Art Konvergenz der Ideen zwischen beiden Konstrukten, die von der nicht greifbaren und doch verstreichenden Zeit gepr\u00e4gt sind. Als wenn die Zeit f\u00fcr einen Moment stillstehen w\u00fcrde \u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arceau Le Temps Suspendu 38mm<\/strong><br \/>\n<strong>Werk:<\/strong> Mechanikwerk mit Automatikaufzug, Manufakturkaliber H1912<strong> Geh\u00e4use:<\/strong> Stahl <strong>Durchmesser:<\/strong> 38 mm <strong>Funktionen:<\/strong> Stunden, Minuten, Sekunden und Anhalten der Zeit <strong>Armband:<\/strong> Alligatorleder<\/p>\n","protected":false},"author":53,"featured_media":5575,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[68],"tags":[221],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5587"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/53"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5587"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5587\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5575"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5587"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5587"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5587"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}