{"id":6515,"date":"2014-01-07T16:40:00","date_gmt":"2014-01-07T15:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=6515"},"modified":"2014-01-07T16:42:51","modified_gmt":"2014-01-07T15:42:51","slug":"wem-die-stunde-schlagt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/technik-n-de\/technik\/wem-die-stunde-schlagt.html","title":{"rendered":"Wem die  Stunde schl\u00e4gt"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\">Neue Zeitmesser mit Minutenrepetition \u00fcberzeugen durch hohe Klangqualit\u00e4t und technische Leistung. \u00dcberblick \u00fcber alles, was derzeit nicht nur ins Auge, sondern auch ins Ohr springt!<\/p>\n<p>Die Minutenrepetition ist der miniaturisierte Nachfahre der Glocken, die man einst in D\u00f6rfern und St\u00e4dten l\u00e4uten h\u00f6rte. Der Weg \u00fcber die Taschenuhr bis ans Handgelenk war jedoch weit und mechanisch \u00e4usserst komplex. Lange war allein die Tatsache, solche Werke zum Funktionieren zu bringen, bereits eine Errungenschaft. In einem Volumen von rund 20 vollst\u00e4ndig ausgef\u00fcllten Kubikzentimetern kann man keinen wirklich starken Klang erzeugen. Lange hatte man die Qual der Wahl zwischen Klangintensit\u00e4t und -qualit\u00e4t. Mit der sich st\u00e4ndig weiterentwickelnden Uhrenkultur ist nun eine Generation Liebhaber dieser Komplikation nachgewachsen, die sich mehr erhofft. In den vergangenen drei Jahren wurde rund ein Dutzend neue Werke entwickelt, die bereits auf dem Markt sind oder demn\u00e4chst kommen werden und die durch eine insgesamt deutlich h\u00f6here Qualit\u00e4t der Minutenrepetition \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kraft und Volumen<\/strong><br \/>\nVor allem in den Bereichen Kraft und Volumen wurden grosse Fortschritte erzielt. Im ersten Bereich erzeugt das Schlagen der H\u00e4mmer auf die um das Werk gerollten Metalltonfedern den Klang. Je h\u00f6her die Kraft, desto h\u00f6her die Lautst\u00e4rke. Doch es mangelt an Platz, um die H\u00e4mmer zu vergr\u00f6ssern oder ihnen mehr Schwung zu verleihen. Aus diesem Grund hat sich<strong> Jaeger-LeCoultre<\/strong> bei der Reverso R\u00e9p\u00e9tition Minutes \u00e0 Rideau vom Katapultsystem inspirieren lassen. Verbesserungsm\u00f6glichkeiten gibt es auch im Bereich des Geh\u00e4usevolumens. In diese Richtung forscht <strong>Christophe Claret<\/strong>, der die gr\u00f6sste Anzahl und Vielfalt an Uhrwerken mit L\u00e4utfunktion entwickelt hat. F\u00fcr ihn ist der Resonanzk\u00f6rper das A und O, und das hatte schliesslich auch schon Stradivari erkannt. <strong>Harry Winston<\/strong> hat der Midnight Repeater viel Raum geg\u00f6nnt, damit die Schallwellen sich gut ausbreiten k\u00f6nnen. Gleichzeitig m\u00fcssen Werk und Geh\u00e4use aber auch direkt miteinander verbunden sein. Sobald die Tonfeder Schwingungen erzeugt, m\u00fcssen diese nach aussen bis zum Ohr des Zuh\u00f6rers transportiert werden. Die wirksamsten L\u00f6sungen sind jedoch nicht immer die modernsten. Bei der <strong>Vacheron Constantin<\/strong> Patrimony Contemporaine Ultraplate Kaliber 1731 ist beispielsweise die Halterung der Tonfeder einfach im Geh\u00e4use verschraubt und dient somit der akustischen Welle als Br\u00fccke. Diese Uhr besticht jedoch vor allem durch ihre Eleganz, denn der Wettlauf nach ultraflachen Modellen in der hohen Uhrmacherkunst macht auch vor den Minutenrepetitionen nicht mehr halt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eleganz und Intuition<\/strong><br \/>\n<strong>Piaget<\/strong> pr\u00e4sentierte bereits 2012 die Emperador Coussin R\u00e9p\u00e9tition Minutes mit einer H\u00f6he von nur 9,4 mm. Vacheron Constantin unterbietet mit 8,1 mm. Das Geh\u00e4usevolumen einer Minutenrepetition zu verringern ist eigentlich kontraindiziert, aber mit dem Kaliber 2755 hatte Vacheron Constantin bereits bewiesen, ein klangm\u00e4ssig perfekt ausgewogenes und qualitativ hochstehendes L\u00e4utwerk entwickeln zu k\u00f6nnen \u2013 und dies mit traditionellen Mitteln. Diesen Weg hat auch <strong>A. Lange &amp; S\u00f6hne<\/strong> f\u00fcr die Grand Complication gew\u00e4hlt. Neben zahlreichen anderen Funktionen verf\u00fcgt dieses Meisterwerk \u00fcber ein grosses Schlagwerk. Die Uhr l\u00e4utet jede Viertelstunde automatisch und gibt auf Wunsch auch die Stunden akustisch an. Diese Komplikation ist und bleibt sicherlich auch noch lange der Gipfel uhrmacherischer Komplexit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/35-innovation.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-6507\" title=\"\" src=\"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/35-innovation.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/35-innovation.jpg 600w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/35-innovation-300x179.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Zeitmesser mit Minutenrepetition \u00fcberzeugen durch hohe Klangqualit\u00e4t und technische Leistung. \u00dcberblick \u00fcber alles, was derzeit nicht nur ins Auge, sondern auch ins Ohr springt!<\/p>\n<p>Die Minutenrepetition ist der miniaturisierte Nachfahre der Glocken, die man einst in D\u00f6rfern und St\u00e4dten l\u00e4uten h\u00f6rte. Der Weg \u00fcber die Taschenuhr bis ans Handgelenk war jedoch weit und mechanisch \u00e4usserst komplex. Lange war allein die Tatsache, solche Werke zum Funktionieren zu bringen, bereits eine Errungenschaft. In einem Volumen von rund 20 vollst\u00e4ndig ausgef\u00fcllten Kubikzentimetern kann man keinen wirklich starken Klang erzeugen. Lange hatte man die Qual der Wahl zwischen Klangintensit\u00e4t und -qualit\u00e4t. Mit der sich st\u00e4ndig weiterentwickelnden Uhrenkultur ist nun eine Generation Liebhaber dieser Komplikation nachgewachsen, die sich mehr erhofft. In den vergangenen drei Jahren wurde rund ein Dutzend neue Werke entwickelt, die bereits auf dem Markt sind oder demn\u00e4chst kommen werden und die durch eine insgesamt deutlich h\u00f6here Qualit\u00e4t der Minutenrepetition \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kraft und Volumen<\/strong><br \/>\nVor allem in den Bereichen Kraft und Volumen wurden grosse Fortschritte erzielt. Im ersten Bereich erzeugt das Schlagen der H\u00e4mmer auf die um das Werk gerollten Metalltonfedern den Klang. Je h\u00f6her die Kraft, desto h\u00f6her die Lautst\u00e4rke. Doch es mangelt an Platz, um die H\u00e4mmer zu vergr\u00f6ssern oder ihnen mehr Schwung zu verleihen. Aus diesem Grund hat sich<strong> Jaeger-LeCoultre<\/strong> bei der Reverso R\u00e9p\u00e9tition Minutes \u00e0 Rideau vom Katapultsystem inspirieren lassen. Verbesserungsm\u00f6glichkeiten gibt es auch im Bereich des Geh\u00e4usevolumens. In diese Richtung forscht <strong>Christophe Claret<\/strong>, der die gr\u00f6sste Anzahl und Vielfalt an Uhrwerken mit L\u00e4utfunktion entwickelt hat. F\u00fcr ihn ist der Resonanzk\u00f6rper das A und O, und das hatte schliesslich auch schon Stradivari erkannt. <strong>Harry Winston<\/strong> hat der Midnight Repeater viel Raum geg\u00f6nnt, damit die Schallwellen sich gut ausbreiten k\u00f6nnen. 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Das Geh\u00e4usevolumen einer Minutenrepetition zu verringern ist eigentlich kontraindiziert, aber mit dem Kaliber 2755 hatte Vacheron Constantin bereits bewiesen, ein klangm\u00e4ssig perfekt ausgewogenes und qualitativ hochstehendes L\u00e4utwerk entwickeln zu k\u00f6nnen \u2013 und dies mit traditionellen Mitteln. Diesen Weg hat auch <strong>A. Lange &amp; S\u00f6hne<\/strong> f\u00fcr die Grand Complication gew\u00e4hlt. Neben zahlreichen anderen Funktionen verf\u00fcgt dieses Meisterwerk \u00fcber ein grosses Schlagwerk. Die Uhr l\u00e4utet jede Viertelstunde automatisch und gibt auf Wunsch auch die Stunden akustisch an. Diese Komplikation ist und bleibt sicherlich auch noch lange der Gipfel uhrmacherischer Komplexit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/35-innovation.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-6507\" title=\"\" src=\"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/35-innovation.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/35-innovation.jpg 600w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/35-innovation-300x179.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":6497,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[506],"tags":[364,361,168,191,278,261],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6515"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6515"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6515\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6497"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6515"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6515"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6515"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}