{"id":6556,"date":"2014-01-08T11:08:15","date_gmt":"2014-01-08T10:08:15","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=6556"},"modified":"2014-01-08T11:42:16","modified_gmt":"2014-01-08T10:42:16","slug":"a-lange-sohne-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/technik-n-de\/banc_essai-3\/a-lange-sohne-9.html","title":{"rendered":"A. Lange &#038; S\u00f6hne : Grand Lange 1"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\">Wir freuen uns, endlich einen Zeitmesser von A. Lange &amp; S\u00f6hne auf unseren Pr\u00fcfstand nehmen zu k\u00f6nnen. Denn seit diese Marke aus Glash\u00fctte nach den Irrungen und Wirrungen des 20. Jahrhunderts wieder auf den Uhrenmarkt zur\u00fcckkehrte, hat sie sich als eine der Referenzen f\u00fcr herausragende Uhrmacherei positioniert. Kunden und Experten sprachen der Marke aufgrund des bemerkenswert gut organisierten Wiederaufbaus sofort ihre Anerkennung aus. An dieser Stelle k\u00f6nnen auch wir G\u00fcnter Bl\u00fcmlein und seiner Weitsicht, denen diese unerwartete Renaissance der deutschen Uhrmacherei in erster Linie zu verdanken ist, wie viele andere vor uns nur h\u00f6chsten Respekt zollen.\u00a0 Er siedelte die Manufaktur wieder in den historischen Geb\u00e4uden in Glash\u00fctte an. Er wusste die lokalen Geldgeber vom bestehenden Fachwissen, das diese l\u00e4ngst tot glaubten, erneut zu \u00fcberzeugen. Er nutzte Synergien im Ingenieurwesen der zwei anderen zur Gruppe geh\u00f6renden Manufakturen, um einen schnellen Wiederaufstieg in den sehr selektiven Kreis exzellenter Manufakturen sicherzustellen. Und er trug massgeblich zur Entscheidung bei, eine moderne Uhrenkollektion mit den Merkmalen der s\u00e4chsischen Uhrmacherei des 19. Jahrhunderts zu lancieren. Die in der ersten, 1994 enth\u00fcllten Kollektion pr\u00e4sentierte Lange 1 diente dem hier gepr\u00fcften und vergr\u00f6sserten Modell von 2013, der Grossen Lange 1, als Vorl\u00e4ufer. Wir danken Les Ambassadeurs f\u00fcr die Bereitstellung dieses Zeitmessers f\u00fcr unseren Ausflug in die teutonische hohe Uhrmacherkunst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ausstattung<\/strong><br \/>\nEinige bezeichnen das Interieur deutscher Autos als streng. Bei Lange w\u00fcrde man lieber vom Wesentlichen sprechen. Die Homogenit\u00e4t der Ausstattung der verschiedenen Modelle der Marke, die Schlichtheit von Linien und Dekoration verschmelzen geheimnisvoll zu einer unvergleichlichen Ausgewogenheit und Detailliebe von \u00fcberzeugender Einfachheit. Ein k\u00fcnstlerisches Konzept, dem die Uhrmacher mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Das Geh\u00e4use dieser Grossen Lange 1 in Weissgold hat einen Durchmesser von exakt 40,9 mm, d.h. 1,9 mm mehr als die Lange 1. Gleichzeitig ist dieses Modell jedoch 1,2 mm flacher, d.h. die H\u00f6he wurde von 10 auf 8,8 mm reduziert!!!! Die polierten Rundungen von L\u00fcnette und Boden und der satinierte zylinderf\u00f6rmige Geh\u00e4usemittelteil sind die auff\u00e4lligsten Merkmale dieses unverwechselbaren Zeitmessers. Die f\u00fcr die H\u00f6henreduktion flachen Gl\u00e4ser sind beidseitig entspiegelt und geben den Blick direkt auf das anthrazitfarbene Zifferblatt frei. Auch wenn das Glas fast unsichtbar ist, polarisiert es das einfallende Licht so geschickt, dass die subtilen Farbnuancen des Zifferblatts besonders gut zur Geltung kommen. Die Vollendungen des Zifferblatts sowie der verschraubte und satinierte Boden mit Gravierungen symbolisieren perfekt die zeitgen\u00f6ssische Sicht der hohen Uhrmacherkunst, der die Sachsen seit 250 Jahren treu bleiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Werk<\/strong><br \/>\nDas Werk verf\u00fcgt \u00fcber die ber\u00fchmte Dreiviertelplatine, die den Blick frenetisch von einem Detail zum n\u00e4chsten springen l\u00e4sst. Dieses neue Kaliber L095.01 wurde entwickelt, um die Ausgewogenheit auch beim neuen Geh\u00e4use mit dem kleineren Durchmesser zu garantieren. Gleichzeitig nutzte die Marke die Gelegenheit, um es mit einem Federhaus mit einer Gangreserve von 72 Stunden auszustatten. Das Neusilber der Br\u00fccken hypnotisiert und setzt die bei fast allen Lagern verschraubten Goldchatons perfekt in Szene. Sekunden- und Hemmungsrad besitzen eine eigene Br\u00fccke und m\u00fcnden in eine traditionell kleine Unruh mit markentypischer Gravur auf dem Kloben. Dank der dynamisch einstellbaren Schraubenunruh wirkt der Schwanenhals auf den Spiralkl\u00f6tzchentr\u00e4ger und erm\u00f6glicht somit eine sichere Feineinstellung. Der Grossdatumsmechanismus, der allein schon den Erfolg der Marke erkl\u00e4ren k\u00f6nnte, ist \u00fcber jeden Zweifel erhaben. Er garantiert eine wahrhaft legend\u00e4re Zuverl\u00e4ssigkeit und Pr\u00e4zision. Das Lange-Kaliber L095 ist eine Welt, in der sich jeder Uhrmacherlehrling gerne mal verlaufen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong>Tests<\/strong><br \/>\nDie herausragenden Werksvollendungen liessen bereits hervorragende Zeitmessungen ahnen. Die Ergebnisse best\u00e4tigten diese Vermutung. Der Aufzug bietet einen idealen Kompromiss aus Mechanismuswiderstand und Anzahl f\u00fcr den kompletten Aufzug der Feder notwendigen Umdrehungen. Bei vollem Aufzug lagen die Amplituden ideal kompakt beieinander: \u00fcber 260\u00b0 in vertikaler und \u00fcber 280\u00b0 in horizontaler Stellung. Die Abweichungen betrugen alle zwischen -1 und +5 Sekunden pro Tag. Nach 48 Stunden Gang sanken die Amplituden um 20\u00b0 bis 25\u00b0, und das Delta blieb mit 0 bis +7 Sekunden pro Tag ausgezeichnet. Die mit 72 Stunden angegebene Gangreserve verf\u00fcgt \u00fcber eine komfortable Sicherheitsmarge von mehreren Stunden. Am Handgelenk \u00fcberzeugt die Grosse Lange 1 durch Tragekomfort, Eleganz und deutsche Zuverl\u00e4ssigkeit. Wir m\u00f6chten ausserdem darauf hinweisen, dass der f\u00fcr unseren Pr\u00fcfstand verwendete Zeitmesser direkt aus der Boutique stammte und deshalb nicht speziell vorbereitet wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>\nJa, A. Lange &amp; S\u00f6hne verdient zu Recht seinen Status als ultimative Referenz hoher Uhrmacherkunst. Die Grosse Lange 1 beweist, dass das Unternehmen aus Sachsen definitiv f\u00fcr perfekte Technik, traditionelles Know-how und optimale \u00c4sthetik steht.<\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir freuen uns, endlich einen Zeitmesser von A. Lange &amp; S\u00f6hne auf unseren Pr\u00fcfstand nehmen zu k\u00f6nnen. Denn seit diese Marke aus Glash\u00fctte nach den Irrungen und Wirrungen des 20. Jahrhunderts wieder auf den Uhrenmarkt zur\u00fcckkehrte, hat sie sich als eine der Referenzen f\u00fcr herausragende Uhrmacherei positioniert. Kunden und Experten sprachen der Marke aufgrund des bemerkenswert gut organisierten Wiederaufbaus sofort ihre Anerkennung aus. An dieser Stelle k\u00f6nnen auch wir G\u00fcnter Bl\u00fcmlein und seiner Weitsicht, denen diese unerwartete Renaissance der deutschen Uhrmacherei in erster Linie zu verdanken ist, wie viele andere vor uns nur h\u00f6chsten Respekt zollen.\u00a0 Er siedelte die Manufaktur wieder in den historischen Geb\u00e4uden in Glash\u00fctte an. Er wusste die lokalen Geldgeber vom bestehenden Fachwissen, das diese l\u00e4ngst tot glaubten, erneut zu \u00fcberzeugen. Er nutzte Synergien im Ingenieurwesen der zwei anderen zur Gruppe geh\u00f6renden Manufakturen, um einen schnellen Wiederaufstieg in den sehr selektiven Kreis exzellenter Manufakturen sicherzustellen. Und er trug massgeblich zur Entscheidung bei, eine moderne Uhrenkollektion mit den Merkmalen der s\u00e4chsischen Uhrmacherei des 19. Jahrhunderts zu lancieren. Die in der ersten, 1994 enth\u00fcllten Kollektion pr\u00e4sentierte Lange 1 diente dem hier gepr\u00fcften und vergr\u00f6sserten Modell von 2013, der Grossen Lange 1, als Vorl\u00e4ufer. Wir danken Les Ambassadeurs f\u00fcr die Bereitstellung dieses Zeitmessers f\u00fcr unseren Ausflug in die teutonische hohe Uhrmacherkunst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ausstattung<\/strong><br \/>\nEinige bezeichnen das Interieur deutscher Autos als streng. Bei Lange w\u00fcrde man lieber vom Wesentlichen sprechen. Die Homogenit\u00e4t der Ausstattung der verschiedenen Modelle der Marke, die Schlichtheit von Linien und Dekoration verschmelzen geheimnisvoll zu einer unvergleichlichen Ausgewogenheit und Detailliebe von \u00fcberzeugender Einfachheit. Ein k\u00fcnstlerisches Konzept, dem die Uhrmacher mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Das Geh\u00e4use dieser Grossen Lange 1 in Weissgold hat einen Durchmesser von exakt 40,9 mm, d.h. 1,9 mm mehr als die Lange 1. Gleichzeitig ist dieses Modell jedoch 1,2 mm flacher, d.h. die H\u00f6he wurde von 10 auf 8,8 mm reduziert!!!! Die polierten Rundungen von L\u00fcnette und Boden und der satinierte zylinderf\u00f6rmige Geh\u00e4usemittelteil sind die auff\u00e4lligsten Merkmale dieses unverwechselbaren Zeitmessers. Die f\u00fcr die H\u00f6henreduktion flachen Gl\u00e4ser sind beidseitig entspiegelt und geben den Blick direkt auf das anthrazitfarbene Zifferblatt frei. Auch wenn das Glas fast unsichtbar ist, polarisiert es das einfallende Licht so geschickt, dass die subtilen Farbnuancen des Zifferblatts besonders gut zur Geltung kommen. Die Vollendungen des Zifferblatts sowie der verschraubte und satinierte Boden mit Gravierungen symbolisieren perfekt die zeitgen\u00f6ssische Sicht der hohen Uhrmacherkunst, der die Sachsen seit 250 Jahren treu bleiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Werk<\/strong><br \/>\nDas Werk verf\u00fcgt \u00fcber die ber\u00fchmte Dreiviertelplatine, die den Blick frenetisch von einem Detail zum n\u00e4chsten springen l\u00e4sst. Dieses neue Kaliber L095.01 wurde entwickelt, um die Ausgewogenheit auch beim neuen Geh\u00e4use mit dem kleineren Durchmesser zu garantieren. Gleichzeitig nutzte die Marke die Gelegenheit, um es mit einem Federhaus mit einer Gangreserve von 72 Stunden auszustatten. Das Neusilber der Br\u00fccken hypnotisiert und setzt die bei fast allen Lagern verschraubten Goldchatons perfekt in Szene. Sekunden- und Hemmungsrad besitzen eine eigene Br\u00fccke und m\u00fcnden in eine traditionell kleine Unruh mit markentypischer Gravur auf dem Kloben. Dank der dynamisch einstellbaren Schraubenunruh wirkt der Schwanenhals auf den Spiralkl\u00f6tzchentr\u00e4ger und erm\u00f6glicht somit eine sichere Feineinstellung. Der Grossdatumsmechanismus, der allein schon den Erfolg der Marke erkl\u00e4ren k\u00f6nnte, ist \u00fcber jeden Zweifel erhaben. Er garantiert eine wahrhaft legend\u00e4re Zuverl\u00e4ssigkeit und Pr\u00e4zision. Das Lange-Kaliber L095 ist eine Welt, in der sich jeder Uhrmacherlehrling gerne mal verlaufen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong>Tests<\/strong><br \/>\nDie herausragenden Werksvollendungen liessen bereits hervorragende Zeitmessungen ahnen. Die Ergebnisse best\u00e4tigten diese Vermutung. Der Aufzug bietet einen idealen Kompromiss aus Mechanismuswiderstand und Anzahl f\u00fcr den kompletten Aufzug der Feder notwendigen Umdrehungen. Bei vollem Aufzug lagen die Amplituden ideal kompakt beieinander: \u00fcber 260\u00b0 in vertikaler und \u00fcber 280\u00b0 in horizontaler Stellung. Die Abweichungen betrugen alle zwischen -1 und +5 Sekunden pro Tag. Nach 48 Stunden Gang sanken die Amplituden um 20\u00b0 bis 25\u00b0, und das Delta blieb mit 0 bis +7 Sekunden pro Tag ausgezeichnet. Die mit 72 Stunden angegebene Gangreserve verf\u00fcgt \u00fcber eine komfortable Sicherheitsmarge von mehreren Stunden. Am Handgelenk \u00fcberzeugt die Grosse Lange 1 durch Tragekomfort, Eleganz und deutsche Zuverl\u00e4ssigkeit. Wir m\u00f6chten ausserdem darauf hinweisen, dass der f\u00fcr unseren Pr\u00fcfstand verwendete Zeitmesser direkt aus der Boutique stammte und deshalb nicht speziell vorbereitet wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>\nJa, A. Lange &amp; S\u00f6hne verdient zu Recht seinen Status als ultimative Referenz hoher Uhrmacherkunst. 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