{"id":6566,"date":"2014-01-08T11:57:17","date_gmt":"2014-01-08T10:57:17","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=6566"},"modified":"2014-01-08T11:57:17","modified_gmt":"2014-01-08T10:57:17","slug":"tag-heuer-33","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/business-n-de\/ambiente\/tag-heuer-33.html","title":{"rendered":"TAG Heuer   : Fertigungstiefe im Quadrat"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\">Am 5. November wurde in Chevenez die vierte Produktionseinheit von <strong>TAG Heuer<\/strong> eingeweiht und gleichzeitig die Lancierung des neuen, dort gefertigten Chronographen-Manufakturwerks Kaliber 1969 angek\u00fcndigt.<br \/>\nDie vor f\u00fcnf Jahren von TAG Heuer gestarteten Massnahmen zur Erh\u00f6hung der Fertigungstiefe werden nun mit der Inbetriebnahme des neuen, in nur einem Jahr aus dem Boden gestampften Standorts im jurassischen Chevenez beschleunigt. Auf diesen hochmodernen 2600 Quadratmetern Produktionsfl\u00e4che arbeiten bereits 60 Angestellte, und bis 2015 sollen es insgesamt 100 werden. Mit den 10 Millionen f\u00fcr dieses Projekt hat das 1860 von Edouard Heuer gegr\u00fcndete Unternehmen insgesamt 40 Millionen Franken investiert, um seine Unabh\u00e4ngigkeit bez\u00fcglich der Bestanteile sicherzustellen. 2009 er\u00f6ffnete TAG Heuer eine Produktionseinheit f\u00fcr die Br\u00fccken und Platinen der Mechanikwerke. 2010 folgten zwei Montagewerkst\u00e4tten am Hauptstandort in La Chaux-de-Fonds (hohe Uhrmacherkunst und Kaliber 1887). 2011 \u00fcbernahm die Marke schliesslich die Luxuszifferblatt-Manufaktur ArteCad. Da TAG Heuer bereits seit 2004 auch einen Standort f\u00fcr die Geh\u00e4usefertigung besitzt, ist die Marke nun in Bezug auf alle Hauptbestanteile einer Uhr autonom.<br \/>\nDiese neue Produktionsst\u00e4tte befindet sich in der N\u00e4he von Porrentruy sowie der franz\u00f6sischen Grenze und verf\u00fcgt somit \u00fcber ein grosses Arbeitskr\u00e4fteangebot. Sie soll dank hochmoderner Technologien die aktuelle Jahresproduktion von 5000 Rohwerken bis 2016 verdoppeln. Dank der beispielhaften Zusammenarbeit von Designern und Industriellen im Rahmen des Konzepts einer avantgardistischen Manufaktur wurde das als Lokomotive dienende Kaliber 1969 von Anfang an f\u00fcr den Einbau zus\u00e4tzlicher Module entwickelt. Die Produktionsstrategie von Audi stand beim Bau des Betriebs in Chevenez Pate, um eine Werkstatt f\u00fcr die Entwicklung von Werkzeugen sowie Abteilungen f\u00fcr Methode und Industrialisierung, Qualit\u00e4t und R\u00fcckverfolgbarkeit, Logistik und Produktionsplankontrolle und integrierte Wartung unter einem Dach zu vereinen. Die brandneuen modularen, aber jeweils nur f\u00fcr einen Arbeitsschritt benutzten Maschinen arbeiten sieben Tage die Woche rund um die Uhr auf drei Mikron genau. Zu den weiteren Innovationen dieses Hochleistungsstandorts z\u00e4hlen auch das 3D-Mikroskop, mit dem winzigste M\u00e4ngel an Bestandteilen wie beispielsweise am Gewinde einer 0,6 mm d\u00fcnnen Schraube erkannt werden k\u00f6nnen, und der eigens f\u00fcr TAG Heuer konzipierte Roboter mit optischer Lageerkennung, der Palettensteine in Hochgeschwindigkeit exakt ausgerichtet einsetzt. Die Produktivit\u00e4tssteigerung sowie der Qualit\u00e4tsgewinn (das menschliche Auge erm\u00fcdet) sind angesichts der Tatsache, dass ein Werk im Schnitt 250 Steine braucht und w\u00f6chentlich rund 70 000 Steine eingesetzt werden, signifikant hoch. Bei den je nach Produktionsphase und Montageschritt von qualifizierten Mitarbeitern oder optischen Ger\u00e4ten teils zuf\u00e4llig, teils systematisch durchgef\u00fchrten Qualit\u00e4tskontrollen werden beispielsweise Durchmesser, Tiefe und H\u00e4rte gepr\u00fcft. Der n\u00e4chste Schritt? Werksdekorationen wie Genfer Streifen per Laser. Die Chronographenkaliber mit Automatikaufzug 1887 und 1969 blicken rosigen Zeiten entgegen.<\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 5. 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Mit den 10 Millionen f\u00fcr dieses Projekt hat das 1860 von Edouard Heuer gegr\u00fcndete Unternehmen insgesamt 40 Millionen Franken investiert, um seine Unabh\u00e4ngigkeit bez\u00fcglich der Bestanteile sicherzustellen. 2009 er\u00f6ffnete TAG Heuer eine Produktionseinheit f\u00fcr die Br\u00fccken und Platinen der Mechanikwerke. 2010 folgten zwei Montagewerkst\u00e4tten am Hauptstandort in La Chaux-de-Fonds (hohe Uhrmacherkunst und Kaliber 1887). 2011 \u00fcbernahm die Marke schliesslich die Luxuszifferblatt-Manufaktur ArteCad. Da TAG Heuer bereits seit 2004 auch einen Standort f\u00fcr die Geh\u00e4usefertigung besitzt, ist die Marke nun in Bezug auf alle Hauptbestanteile einer Uhr autonom.<br \/>\nDiese neue Produktionsst\u00e4tte befindet sich in der N\u00e4he von Porrentruy sowie der franz\u00f6sischen Grenze und verf\u00fcgt somit \u00fcber ein grosses Arbeitskr\u00e4fteangebot. Sie soll dank hochmoderner Technologien die aktuelle Jahresproduktion von 5000 Rohwerken bis 2016 verdoppeln. Dank der beispielhaften Zusammenarbeit von Designern und Industriellen im Rahmen des Konzepts einer avantgardistischen Manufaktur wurde das als Lokomotive dienende Kaliber 1969 von Anfang an f\u00fcr den Einbau zus\u00e4tzlicher Module entwickelt. Die Produktionsstrategie von Audi stand beim Bau des Betriebs in Chevenez Pate, um eine Werkstatt f\u00fcr die Entwicklung von Werkzeugen sowie Abteilungen f\u00fcr Methode und Industrialisierung, Qualit\u00e4t und R\u00fcckverfolgbarkeit, Logistik und Produktionsplankontrolle und integrierte Wartung unter einem Dach zu vereinen. Die brandneuen modularen, aber jeweils nur f\u00fcr einen Arbeitsschritt benutzten Maschinen arbeiten sieben Tage die Woche rund um die Uhr auf drei Mikron genau. Zu den weiteren Innovationen dieses Hochleistungsstandorts z\u00e4hlen auch das 3D-Mikroskop, mit dem winzigste M\u00e4ngel an Bestandteilen wie beispielsweise am Gewinde einer 0,6 mm d\u00fcnnen Schraube erkannt werden k\u00f6nnen, und der eigens f\u00fcr TAG Heuer konzipierte Roboter mit optischer Lageerkennung, der Palettensteine in Hochgeschwindigkeit exakt ausgerichtet einsetzt. Die Produktivit\u00e4tssteigerung sowie der Qualit\u00e4tsgewinn (das menschliche Auge erm\u00fcdet) sind angesichts der Tatsache, dass ein Werk im Schnitt 250 Steine braucht und w\u00f6chentlich rund 70 000 Steine eingesetzt werden, signifikant hoch. Bei den je nach Produktionsphase und Montageschritt von qualifizierten Mitarbeitern oder optischen Ger\u00e4ten teils zuf\u00e4llig, teils systematisch durchgef\u00fchrten Qualit\u00e4tskontrollen werden beispielsweise Durchmesser, Tiefe und H\u00e4rte gepr\u00fcft. Der n\u00e4chste Schritt? Werksdekorationen wie Genfer Streifen per Laser. 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