{"id":6625,"date":"2014-01-08T13:58:35","date_gmt":"2014-01-08T12:58:35","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=6625"},"modified":"2014-01-08T13:59:15","modified_gmt":"2014-01-08T12:59:15","slug":"klassische-kunstler-in-der-uhrmacherei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/art-n-de\/12e_art-3\/klassische-kunstler-in-der-uhrmacherei.html","title":{"rendered":"Klassische K\u00fcnstler  in der Uhrmacherei"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\">Der architektonische Deep Space Tourbillon, der beim letzten Grand Prix d\u2019Horlogerie de Gen\u00e8ve den Innovationspreis erhielt, stammt aus der Feder des unabh\u00e4ngigen Uhrmachers <strong>Vianney Halter<\/strong>. Als philosophische Darstellung des f\u00fcr eine Reise ins Weltall geeigneten Instruments symbolisiert die Uhr die vier irdischen Bezugsgr\u00f6ssen L\u00e4nge, H\u00f6he, Tiefe und Zeit, die der Mensch schrittweise verliert, je tiefer er in den Weltraum vordringt. Die spektakul\u00e4re Konstruktion umfasst einen zentralen Tourbillon, der sich um drei Achsen dreht: die des K\u00e4figs, die einer ultraleichten und im rechten Winkel dazu positionierten Struktur sowie die einer besonders innovativen Wiege, die als Aufh\u00e4ngung des Ensembles dient. Jede Bewegung hat unter einer Saphirkuppel ihren eigenen unendlichen Drehrhythmus. Gew\u00f6lbte seitliche Zeiger bilden die vierte, zeitliche Dimension und vollenden ein maximal transparentes uhrmacherisches Kunstwerk.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kollektion <strong>Cartier<\/strong> d\u2019art von Cartier erforscht alle nur erdenklichen Formen der Kunst f\u00fcr thematisch extrem ausdrucksstarke Inszenierungen. Im Herzen einer bildhauerischen Uhr stolzieren f\u00fcnf Miniatur-Panther aus der Savanne, um ein Mechanikwerk mit fliegendem Tourbillon zu bewundern. Jede Figur nimmt in dieser beeindruckend realistischen Szene eine andere Haltung ein. Die Dekorelemente werden unter dem Mikroskop aus Weissgold geformt und auf einer Onyxplatte verankert. Eine atemberaubend sch\u00f6ne Goldschmiedearbeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kollektion Mademoiselle Priv\u00e9 r\u00fcckt die der Gr\u00fcnderin der Marke <strong>Chanel<\/strong> besonders am Herzen liegenden Dekorelemente ins Rampenlicht. Ihre Lieblingsblume ziert in malerischer Interpretation das Zifferblatt des Zeitmessers, der am Grand Prix d\u2019Horlogerie de Gen\u00e8ve mit dem Preis f\u00fcr Handwerkskunst ausgezeichnet wurde. Die mit verschiedenfarbigen Seidenf\u00e4den hergestellte Kamelie ist das Werk des ber\u00fchmten Pariser Stickereik\u00fcnstlers Lesage. Es ist das erste Mal, dass seine vollst\u00e4ndig handwerkliche, als \u00abNadelmalerei\u00bb bezeichnete Technik\u00a0 in der Uhrmacherei zur Anwendung kommt. Sie passt aber hervorragend zur einer Marke wie Chanel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Musikalisch wirkt sie nicht nur auf das Ohr, sondern auch auf den ersten Blick. Der auf dem Zifferblatt sichtbare Mechanismus mit zehn Tonzungen und Drehzylinder erinnert sofort an eine klassische Spieluhr. <strong>Ulysse Nardin<\/strong> und der vor allem als Leader der Gruppe Yello bekannte Dieter Meier entwickelten gemeinsam diese voller \u00dcberraschungen steckende Uhr, die jede Stunde oder auf Wunsch die ber\u00fchmte Melodie von \u00abStrangers in the Night\u00bb erklingen l\u00e4sst. Der technisch ausgekl\u00fcgelte, aber benutzerfreundliche Zeitmesser ist eine Premiere, die die Marke in verschiedenen Sonderserien auflegen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Harry Winston<\/strong> erkl\u00e4rte seinen ultimativen Traum mit poetischen Worten: \u00abWenn ich k\u00f6nnte, w\u00fcrde ich die Diamanten direkt in die Haut der Damen fassen.\u00bb Die Designer der Marke wetteifern heute mit Kreativit\u00e4t, um dieses sagenumwobene Zitat weitm\u00f6glichst umzusetzen. Die Schmuckuhren h\u00f6chster Juwelierkunst mit \u00e4usserst luftigen und minimalistischen Strukturen wie beispielsweise die Mrs. Winston High Jewelry Timepiece zielen in diese Richtung. Geh\u00e4use und Zifferblatt sind l\u00e4nglich und mit unterschiedlich grossen Diamanten im Baguette- und Brillant-Schliff \u00fcbers\u00e4t, um fast die ganze Oberfl\u00e4che abzudecken. Das mit Baguette-Diamanten eingerahmte Armband zieren Edelsteine im Tropfen-, Navette- und Brillant-Schliff mit Krappenfassungen, die auf zarten Querverstrebungen montiert sind. Am Handgelenk erweckt dies den Eindruck, die Steine w\u00fcrden poetisch \u00fcber der Haut schweben. Sehr romantisch!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Masterpiece Seconde Myst\u00e9rieuse von <strong>Maurice Lacroix<\/strong> zeigt eine ausgefallene T\u00e4nzerin, denn der Sekundenzeiger tanzt wie noch kein anderer vor ihm \u00fcber das Zifferblatt. Er gr\u00fcndet wie bei anderen geheimnisvollen Zeigern auch auf einer transparenten mobilen Scheibe, dreht sich aber nicht im Zentrum und vollf\u00fchrt auch keine klassischen Runden. Er ist auf einer dezentralen Achse befestigt, dreht sich um die eigene Achse und tanzt im Rhythmus seiner Auflage. Er wechselt alle 15 Sekunden von der vertikalen zur horizontalen Achse und bewegt sich schr\u00e4g f\u00fcr den Sprung von einem Quadranten zum n\u00e4chsten. Diese neuartige Choreografie verzaubert inmitten einer resolut modernen und teilweise skelettierten Kreation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/35-art_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-6621\" title=\"\" src=\"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/35-art_1.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/35-art_1.jpg 600w, https:\/\/www.gmtmag.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/35-art_1-300x118.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der architektonische Deep Space Tourbillon, der beim letzten Grand Prix d\u2019Horlogerie de Gen\u00e8ve den Innovationspreis erhielt, stammt aus der Feder des unabh\u00e4ngigen Uhrmachers <strong>Vianney Halter<\/strong>. Als philosophische Darstellung des f\u00fcr eine Reise ins Weltall geeigneten Instruments symbolisiert die Uhr die vier irdischen Bezugsgr\u00f6ssen L\u00e4nge, H\u00f6he, Tiefe und Zeit, die der Mensch schrittweise verliert, je tiefer er in den Weltraum vordringt. Die spektakul\u00e4re Konstruktion umfasst einen zentralen Tourbillon, der sich um drei Achsen dreht: die des K\u00e4figs, die einer ultraleichten und im rechten Winkel dazu positionierten Struktur sowie die einer besonders innovativen Wiege, die als Aufh\u00e4ngung des Ensembles dient. Jede Bewegung hat unter einer Saphirkuppel ihren eigenen unendlichen Drehrhythmus. Gew\u00f6lbte seitliche Zeiger bilden die vierte, zeitliche Dimension und vollenden ein maximal transparentes uhrmacherisches Kunstwerk.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kollektion <strong>Cartier<\/strong> d\u2019art von Cartier erforscht alle nur erdenklichen Formen der Kunst f\u00fcr thematisch extrem ausdrucksstarke Inszenierungen. Im Herzen einer bildhauerischen Uhr stolzieren f\u00fcnf Miniatur-Panther aus der Savanne, um ein Mechanikwerk mit fliegendem Tourbillon zu bewundern. Jede Figur nimmt in dieser beeindruckend realistischen Szene eine andere Haltung ein. Die Dekorelemente werden unter dem Mikroskop aus Weissgold geformt und auf einer Onyxplatte verankert. Eine atemberaubend sch\u00f6ne Goldschmiedearbeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kollektion Mademoiselle Priv\u00e9 r\u00fcckt die der Gr\u00fcnderin der Marke <strong>Chanel<\/strong> besonders am Herzen liegenden Dekorelemente ins Rampenlicht. Ihre Lieblingsblume ziert in malerischer Interpretation das Zifferblatt des Zeitmessers, der am Grand Prix d\u2019Horlogerie de Gen\u00e8ve mit dem Preis f\u00fcr Handwerkskunst ausgezeichnet wurde. Die mit verschiedenfarbigen Seidenf\u00e4den hergestellte Kamelie ist das Werk des ber\u00fchmten Pariser Stickereik\u00fcnstlers Lesage. Es ist das erste Mal, dass seine vollst\u00e4ndig handwerkliche, als \u00abNadelmalerei\u00bb bezeichnete Technik\u00a0 in der Uhrmacherei zur Anwendung kommt. Sie passt aber hervorragend zur einer Marke wie Chanel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Musikalisch wirkt sie nicht nur auf das Ohr, sondern auch auf den ersten Blick. Der auf dem Zifferblatt sichtbare Mechanismus mit zehn Tonzungen und Drehzylinder erinnert sofort an eine klassische Spieluhr. <strong>Ulysse Nardin<\/strong> und der vor allem als Leader der Gruppe Yello bekannte Dieter Meier entwickelten gemeinsam diese voller \u00dcberraschungen steckende Uhr, die jede Stunde oder auf Wunsch die ber\u00fchmte Melodie von \u00abStrangers in the Night\u00bb erklingen l\u00e4sst. Der technisch ausgekl\u00fcgelte, aber benutzerfreundliche Zeitmesser ist eine Premiere, die die Marke in verschiedenen Sonderserien auflegen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Harry Winston<\/strong> erkl\u00e4rte seinen ultimativen Traum mit poetischen Worten: \u00abWenn ich k\u00f6nnte, w\u00fcrde ich die Diamanten direkt in die Haut der Damen fassen.\u00bb Die Designer der Marke wetteifern heute mit Kreativit\u00e4t, um dieses sagenumwobene Zitat weitm\u00f6glichst umzusetzen. Die Schmuckuhren h\u00f6chster Juwelierkunst mit \u00e4usserst luftigen und minimalistischen Strukturen wie beispielsweise die Mrs. Winston High Jewelry Timepiece zielen in diese Richtung. Geh\u00e4use und Zifferblatt sind l\u00e4nglich und mit unterschiedlich grossen Diamanten im Baguette- und Brillant-Schliff \u00fcbers\u00e4t, um fast die ganze Oberfl\u00e4che abzudecken. Das mit Baguette-Diamanten eingerahmte Armband zieren Edelsteine im Tropfen-, Navette- und Brillant-Schliff mit Krappenfassungen, die auf zarten Querverstrebungen montiert sind. Am Handgelenk erweckt dies den Eindruck, die Steine w\u00fcrden poetisch \u00fcber der Haut schweben. Sehr romantisch!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Masterpiece Seconde Myst\u00e9rieuse von <strong>Maurice Lacroix<\/strong> zeigt eine ausgefallene T\u00e4nzerin, denn der Sekundenzeiger tanzt wie noch kein anderer vor ihm \u00fcber das Zifferblatt. Er gr\u00fcndet wie bei anderen geheimnisvollen Zeigern auch auf einer transparenten mobilen Scheibe, dreht sich aber nicht im Zentrum und vollf\u00fchrt auch keine klassischen Runden. Er ist auf einer dezentralen Achse befestigt, dreht sich um die eigene Achse und tanzt im Rhythmus seiner Auflage. Er wechselt alle 15 Sekunden von der vertikalen zur horizontalen Achse und bewegt sich schr\u00e4g f\u00fcr den Sprung von einem Quadranten zum n\u00e4chsten. 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