{"id":6708,"date":"2014-01-08T16:26:22","date_gmt":"2014-01-08T15:26:22","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=6708"},"modified":"2014-01-08T16:26:22","modified_gmt":"2014-01-08T15:26:22","slug":"hermes-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/art-n-de\/architecture-3\/hermes-25.html","title":{"rendered":"Herm\u00e8s : Hymne an Sein und Schein"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\"><strong>Uhr: Arceau Lift von Herm\u00e8s<\/strong><br \/>\nDie Uhrzeit reimt bei Herm\u00e8s mit einem grossen H oder gar mit einem doppelten H! Diese zwei Buchstaben auf dem Tourbillonk\u00e4fig und der Federhausbr\u00fccke der Arceau Lift verweisen als elegantes Motiv auf ein emblematisches Element der Innenarchitektur der Boutique in der Rue du Faubourg Saint-Honor\u00e9 in Paris vom Beginn des 20. Jahrhunderts, als das Kunstschmiedewerk hoch im Kurs stand. Diese Kunstschmiedearbeiten zieren den Eingang, das Treppengel\u00e4nder, die Br\u00fcstungen und sogar die T\u00fcr des Aufzugs, nach der das Modell benannt wurde. Neben der \u00c4sthetik symbolisieren diese ineinander verschlungenen Grossbuchstaben auch die Verm\u00e4hlung von Emile Herm\u00e8s, dem Enkel des Markengr\u00fcnders, und Julie Hollande im Jahr 1900. Auch der Kalibername H1923 ist kein Zufall, weil er an das Jahr erinnert, in dem der Fahrstuhl des Gesch\u00e4fts eingebaut wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein so symbolhafter Zeitmesser konnte nur \u00fcber eine anspruchsvolle Mechanik verf\u00fcgen. Die Arceau Lift in Rosagold, die in einer Sonderauflage von nur 176 Exemplaren gefertigt wird, pr\u00e4sentiert eine Neuauslegung des fliegenden Tourbillons und ist die erste Uhr von Herm\u00e8s mit einer solchen Komplikation. Zu diesem Anlass hat die Marke auch gr\u00f6ssten Wert auf die Vollendungen gelegt. Bestimmte Werksteile wurden auf mehreren Ebenen bearbeitet, um ein Zifferblatt mit Relief-Fischgr\u00e4tmuster zu bilden. Bestimmte Teile sind von Hand angliert, und die zwei H auf dem Tourbillonk\u00e4fig spiegelpoliert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Architektonisches Pendant: Mus\u00e9e des Civilisations de l\u2019Europe et de la M\u00e9diterran\u00e9e von Rudy Ricciotti und Villa M\u00e9diterran\u00e9e, Marseille, von Stefano Boeri<\/strong><br \/>\nDas seit Juni 2013 der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4ngliche neue Museum ist ein quaderf\u00f6rmiges Geb\u00e4ude mit einer Seitenl\u00e4nge von 72 Metern. Dieses mit einem Betonnetz \u00fcberzogene Konstrukt ist \u00fcber einen 115 Meter langen Steg mit der Festung Saint-Jean verbunden. Neben diesem Bau des Architekten Rudy Ricciotti wurde die Villa M\u00e9diterran\u00e9e von Stefano Boeri errichtet. Das im M\u00e4rz 2013 vollendete Werk, das durch einen \u00fcberh\u00e4ngenden Teil besticht, beherbergt die Ausstellungsr\u00e4ume sowie ein Auditorium.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die zwei Bauten befinden sich zwischen Meer und Land auf einer alten Hafenmole der Stadt Marseille und symbolisieren zwei unterschiedliche Aspekte moderner Architektur. Wie die runden Elemente der Herm\u00e8s-Uhr sind auch diese zwei Volumen einer eleganten Behandlung unterzogen worden. Der \u00e4sthetische Wert der Objekte stellt die Funktion in den Hintergrund und greift wiederkehrende Themen auf: Kontextualit\u00e4t der Reflexion und Bezug zur Geschichte (Verweis auf die Holzfenster aus dem Maghreb durch das Betonnetz). Die subjektive Wahrnehmung der zwei \u00fcber dem Wasser zu schweben scheinenden Volumen erinnert an die runden Volumen der Uhr, in denen die Mechanismen eingebettet sind. Eine optische Illusion, die den eigentlichen Zweck des Objekts vergessen macht.<strong><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arceau Lift <\/strong><br \/>\n<strong>Geh\u00e4use:<\/strong> Rosagold <strong>Durchmesser:<\/strong> 43 mm<strong> Werk:<\/strong> Mechanikwerk mit Handaufzug, Kaliber H1923, fliegender Tourbillon, 90 Stunden Gangreserve<strong> Funktionen:<\/strong> Stunden und Minuten Zifferblatt: versilberter H\u00f6henring und vergoldete Zeiger Boden: Saphir \u00fcber dem Tourbillon, graviertes Exlibris Wasserdichte: 30 Meter<strong> Armband:<\/strong> mattes havannabraunes Alligatorleder<strong> Sonderserie:<\/strong> 176 nummerierte Exemplare<\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Uhr: Arceau Lift von Herm\u00e8s<\/strong><br \/>\nDie Uhrzeit reimt bei Herm\u00e8s mit einem grossen H oder gar mit einem doppelten H! 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Die Arceau Lift in Rosagold, die in einer Sonderauflage von nur 176 Exemplaren gefertigt wird, pr\u00e4sentiert eine Neuauslegung des fliegenden Tourbillons und ist die erste Uhr von Herm\u00e8s mit einer solchen Komplikation. Zu diesem Anlass hat die Marke auch gr\u00f6ssten Wert auf die Vollendungen gelegt. Bestimmte Werksteile wurden auf mehreren Ebenen bearbeitet, um ein Zifferblatt mit Relief-Fischgr\u00e4tmuster zu bilden. Bestimmte Teile sind von Hand angliert, und die zwei H auf dem Tourbillonk\u00e4fig spiegelpoliert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Architektonisches Pendant: Mus\u00e9e des Civilisations de l\u2019Europe et de la M\u00e9diterran\u00e9e von Rudy Ricciotti und Villa M\u00e9diterran\u00e9e, Marseille, von Stefano Boeri<\/strong><br \/>\nDas seit Juni 2013 der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4ngliche neue Museum ist ein quaderf\u00f6rmiges Geb\u00e4ude mit einer Seitenl\u00e4nge von 72 Metern. Dieses mit einem Betonnetz \u00fcberzogene Konstrukt ist \u00fcber einen 115 Meter langen Steg mit der Festung Saint-Jean verbunden. Neben diesem Bau des Architekten Rudy Ricciotti wurde die Villa M\u00e9diterran\u00e9e von Stefano Boeri errichtet. Das im M\u00e4rz 2013 vollendete Werk, das durch einen \u00fcberh\u00e4ngenden Teil besticht, beherbergt die Ausstellungsr\u00e4ume sowie ein Auditorium.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die zwei Bauten befinden sich zwischen Meer und Land auf einer alten Hafenmole der Stadt Marseille und symbolisieren zwei unterschiedliche Aspekte moderner Architektur. Wie die runden Elemente der Herm\u00e8s-Uhr sind auch diese zwei Volumen einer eleganten Behandlung unterzogen worden. Der \u00e4sthetische Wert der Objekte stellt die Funktion in den Hintergrund und greift wiederkehrende Themen auf: Kontextualit\u00e4t der Reflexion und Bezug zur Geschichte (Verweis auf die Holzfenster aus dem Maghreb durch das Betonnetz). 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