{"id":694,"date":"2011-06-11T12:52:30","date_gmt":"2011-06-11T11:52:30","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=694"},"modified":"2012-10-15T09:47:29","modified_gmt":"2012-10-15T08:47:29","slug":"die-hohe-uhrmacherei-ist-eine-kunst-fur-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/art-n-de\/12e_art-3\/die-hohe-uhrmacherei-ist-eine-kunst-fur-sich.html","title":{"rendered":"Die hohe Uhrmacherei ist eine Kunst f\u00fcr sich!"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\">Traditionsgem\u00e4ss werden die Werke in der mechanischen Uhrmacherei durch elegante Vollendungen und Dekorationen aufgewertet, die bei besonders prestigetr\u00e4chtigen Modellen sogar von Hand ausgef\u00fchrt werden. Das vor Kurzem anl\u00e4sslich seines 125. Geburtstags \u00fcberarbeitete Regelwerk des Genfer Stempels schreibt diese beispielsweise vor. Auch das kleinste Teil sowie die versteckten Oberfl\u00e4chen m\u00fcssen angliert, poliert, langgezogen, geschliffen, abgerichtet, rolliert, perliert und mit Genfer Streifen oder \u00e4hnlichem Dekor verziert werden, um jegliche Fertigungsspuren zu beseitigen. Das weiterhin fakultative und nur den Manufakturen des Kantons Genf vorbehaltene G\u00fctesiegel kann folglich nicht die uhrmacherische Meisterhaftigkeit der ganzen Schweiz wiedergeben. <strong>Roger Dubuis<\/strong> ist heute die einzige Marke, die ihre gesamte Produktion den harten Kriterien dieses G\u00fctesiegels unterzieht. Das neue Regelwerk feierte die Marke mit dem in nur acht Exemplaren aufgelegten Modell Excalibur Tourbillon volant Chronographe Mono-poussoir.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mechanische Inszenierung<\/strong><\/p>\n<p>Die Skelettwerke sind zweifellos das beste Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr die traditionell gewachsene reine Uhrmacherkunst. Urspr\u00fcnglich handelte es sich um klassisch gefertigte Werke, bei denen die meisten Elemente durchbrochen und graviert wurden. Heute erneuert sich dieses Genre durch atemberaubende architektonische Forschungsarbeiten. Die teilweise oder ganz sichtbaren Werke werden immer diversifizierter dreidimensional in Szene gesetzt und sind fester Bestandteil des gesamtheitlichen Designs der Uhr. Es handelt sich dabei um neu \u00fcberarbeitete Konstruktionen wie bei den Drei Goldbr\u00fccken von <strong>Girard-Perregaux<\/strong> sowie der Golden Bridge von Corum bis hin zu absolut zeitgen\u00f6ssischen Kreationen wie bei <strong>Richard Mille,<\/strong> die heute als Referenz dienen. Der 3D-Trend reicht von originellen Anzeigen bis zu kugelf\u00f6rmigen Darstellungen von Tourbillon, Mond und Erde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcberlieferte Traditionen \u2026<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Ausstattung bilden die Dekorationen mit der Form eine Einheit, um dem Zeitmesser noch mehr Pers\u00f6nlichkeit zu verleihen. Einige sind sogar zu regelrechten Wahrzeichen von Marken oder Kollektionen geworden. Dazu z\u00e4hlen die R\u00e4ndelungen bei <strong>Breguet,<\/strong> die Kaisers\u00e4ulen bei <strong>DeWitt,<\/strong> die Guillochage der Calatrava bei <strong>Patek Philippe,<\/strong> die Zierleisten der Polo bei <strong>Piaget<\/strong> und das Tapisserie-Motiv der Royal Oak bei <strong>Audemars Piguet.<\/strong> Die Dekorationen auf Geh\u00e4use und Zifferblatt sind oft speziellen Modellen vorbehalten. Ganz allgemein handelt es sich meist um \u00fcberlieferte Techniken wie Juwelenfassen, Gravur, Guillochage, Intarsien und Emailarbeiten \u2013 Grubenschmelz, Feueremail bzw. Miniaturmalerei \u2013, die heute wieder hoch im Kurs stehen. Sie sind beliebig kumulierbar, wobei vor allem bei den Herrenmodellen, die wir hier bevorzugt haben, in diesem Zusammenhang die Qual der Wahl besteht. Gleichzeitig halten aber auch bisher in der Uhrmacherei noch nicht bekannte Techniken ihren Einzug.<\/p>\n<div><\/div>\n<div>\n<p><strong>&#8230; und neuartige Techniken<\/strong><\/p>\n<p>Zu den Spezialisten auf diesem Gebiet z\u00e4hlen die Marke Patek Philippe, die die Kunsthandwerke immer hoch gehalten und jedes Jahr eine Kollektion an Unikaten bzw. Sonderserien pr\u00e4sentiert, <strong>Cartier<\/strong> mit der Kollektion Cartier d\u2019Art, <strong>Vacheron Constantin<\/strong> mit der bemerkenswert innovativen Kollektion M\u00e9tiers d\u2019Art, <strong>Jaeger-LeCoultre<\/strong> mit zahlreichen Serien und Spezialanfertigungen f\u00fcr die Reverso sowie <strong>Bovet<\/strong> als Spezialistin f\u00fcr Gravur und Email als Hommage an die Wurzeln der Marke. Die Dekorationen von <strong>ArtyA<\/strong> und <strong>Romain Jerome<\/strong> sind ausgefallener. 2012 feiern mehrere Kreationen das chinesische Jahr des Drachen. Ausserdem gibt es erstmals Uhren mit Stroh-intarsien. Herm\u00e8s nutzt diese Technik f\u00fcr die ber\u00fchmten Krawatten-, Winkel- sowie Quadratmuster und Cartier f\u00fcr einen Koalab\u00e4ren.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Traditionsgem\u00e4ss werden die Werke in der mechanischen Uhrmacherei durch elegante Vollendungen und Dekorationen aufgewertet, die bei besonders prestigetr\u00e4chtigen Modellen sogar von Hand ausgef\u00fchrt werden. Das vor Kurzem anl\u00e4sslich seines 125. Geburtstags \u00fcberarbeitete Regelwerk des Genfer Stempels schreibt diese beispielsweise vor. Auch das kleinste Teil sowie die versteckten Oberfl\u00e4chen m\u00fcssen angliert, poliert, langgezogen, geschliffen, abgerichtet, rolliert, perliert und mit Genfer Streifen oder \u00e4hnlichem Dekor verziert werden, um jegliche Fertigungsspuren zu beseitigen. Das weiterhin fakultative und nur den Manufakturen des Kantons Genf vorbehaltene G\u00fctesiegel kann folglich nicht die uhrmacherische Meisterhaftigkeit der ganzen Schweiz wiedergeben. <strong>Roger Dubuis<\/strong> ist heute die einzige Marke, die ihre gesamte Produktion den harten Kriterien dieses G\u00fctesiegels unterzieht. Das neue Regelwerk feierte die Marke mit dem in nur acht Exemplaren aufgelegten Modell Excalibur Tourbillon volant Chronographe Mono-poussoir.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mechanische Inszenierung<\/strong><\/p>\n<p>Die Skelettwerke sind zweifellos das beste Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr die traditionell gewachsene reine Uhrmacherkunst. Urspr\u00fcnglich handelte es sich um klassisch gefertigte Werke, bei denen die meisten Elemente durchbrochen und graviert wurden. Heute erneuert sich dieses Genre durch atemberaubende architektonische Forschungsarbeiten. Die teilweise oder ganz sichtbaren Werke werden immer diversifizierter dreidimensional in Szene gesetzt und sind fester Bestandteil des gesamtheitlichen Designs der Uhr. Es handelt sich dabei um neu \u00fcberarbeitete Konstruktionen wie bei den Drei Goldbr\u00fccken von <strong>Girard-Perregaux<\/strong> sowie der Golden Bridge von Corum bis hin zu absolut zeitgen\u00f6ssischen Kreationen wie bei <strong>Richard Mille,<\/strong> die heute als Referenz dienen. Der 3D-Trend reicht von originellen Anzeigen bis zu kugelf\u00f6rmigen Darstellungen von Tourbillon, Mond und Erde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcberlieferte Traditionen \u2026<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Ausstattung bilden die Dekorationen mit der Form eine Einheit, um dem Zeitmesser noch mehr Pers\u00f6nlichkeit zu verleihen. Einige sind sogar zu regelrechten Wahrzeichen von Marken oder Kollektionen geworden. Dazu z\u00e4hlen die R\u00e4ndelungen bei <strong>Breguet,<\/strong> die Kaisers\u00e4ulen bei <strong>DeWitt,<\/strong> die Guillochage der Calatrava bei <strong>Patek Philippe,<\/strong> die Zierleisten der Polo bei <strong>Piaget<\/strong> und das Tapisserie-Motiv der Royal Oak bei <strong>Audemars Piguet.<\/strong> Die Dekorationen auf Geh\u00e4use und Zifferblatt sind oft speziellen Modellen vorbehalten. Ganz allgemein handelt es sich meist um \u00fcberlieferte Techniken wie Juwelenfassen, Gravur, Guillochage, Intarsien und Emailarbeiten \u2013 Grubenschmelz, Feueremail bzw. Miniaturmalerei \u2013, die heute wieder hoch im Kurs stehen. Sie sind beliebig kumulierbar, wobei vor allem bei den Herrenmodellen, die wir hier bevorzugt haben, in diesem Zusammenhang die Qual der Wahl besteht. Gleichzeitig halten aber auch bisher in der Uhrmacherei noch nicht bekannte Techniken ihren Einzug.<\/p>\n<div><\/div>\n<div>\n<p><strong>&#8230; und neuartige Techniken<\/strong><\/p>\n<p>Zu den Spezialisten auf diesem Gebiet z\u00e4hlen die Marke Patek Philippe, die die Kunsthandwerke immer hoch gehalten und jedes Jahr eine Kollektion an Unikaten bzw. Sonderserien pr\u00e4sentiert, <strong>Cartier<\/strong> mit der Kollektion Cartier d\u2019Art, <strong>Vacheron Constantin<\/strong> mit der bemerkenswert innovativen Kollektion M\u00e9tiers d\u2019Art, <strong>Jaeger-LeCoultre<\/strong> mit zahlreichen Serien und Spezialanfertigungen f\u00fcr die Reverso sowie <strong>Bovet<\/strong> als Spezialistin f\u00fcr Gravur und Email als Hommage an die Wurzeln der Marke. Die Dekorationen von <strong>ArtyA<\/strong> und <strong>Romain Jerome<\/strong> sind ausgefallener. 2012 feiern mehrere Kreationen das chinesische Jahr des Drachen. Ausserdem gibt es erstmals Uhren mit Stroh-intarsien. 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