{"id":7090,"date":"2014-03-26T11:29:50","date_gmt":"2014-03-26T10:29:50","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=7090"},"modified":"2014-03-26T11:29:50","modified_gmt":"2014-03-26T10:29:50","slug":"worldtempus-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/business-n-de\/worldtempus-3\/worldtempus-15.html","title":{"rendered":"Worldtempus : Zahlen, nichts als Zahlen sowie Ursachen und Wirkungen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\">Im ersten Quartal des Jahres hagelt es Finanzergebnisse. Die Uhrenkonzerne ver\u00f6ffentlichten ihre Zahlen in den vergangenen Wochen. Die Ergebnisse fallen sehr unterschiedlich aus. 2013 ist insgesamt gut verlaufen. Die Swatch Group erzielte einen um 8,3% h\u00f6heren Umsatz von insgesamt 8,8 Milliarden Franken und steigerte die Rentabilit\u00e4t um 22,8%. Bei LVMH ist die Lage komplexer. Die Uhren- und Schmucksparte verzeichnete einen Umsatzr\u00fcckgang von 2%, w\u00e4hrend sich die Betriebsmarge jedoch um 12% verbesserte. Bei Richemont wiesen die Ergebnisse f\u00fcr das dritte Quartal des Gesch\u00e4ftsjahres (das am 31. M\u00e4rz endet und somit beim Druck dieser Ausgabe noch nicht abgeschlossen war) eine Steigerung von 9% auf, die mit dem Gesamtjahr \u00fcbereinstimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ursachen<\/strong><\/p>\n<p>Diese Finanzdaten werden direkt von der wirtschaftlichen Realit\u00e4t beeinflusst. Das BIP stieg 2013 in China um 7,7%, stagnierte im Euroraum und wuchs um 1,9% in den USA, wo der Wiederaufschwung viele Hoffnungen weckte. Diese Zahlen schlagen sich aber nicht zwangsl\u00e4ufig in den Uhrenexporten nieder. Der Verkauf ausserhalb der Schweiz stieg 2013 wertm\u00e4ssig um 1,9% auf insgesamt 21,8 Milliarden Franken, und dies trotz des markanten Einbruchs auf zwei Hauptm\u00e4rkten: Hongkong verlor 5,6% und China ganze 12,5%. Deutschland, Italien, Japan, Korea und Grossbritannien glichen diese Verluste jedoch aus. Noch nie verkauften sich Schweizer Uhren und Luxusartikel so gut wie heute. Dieses bereits durchwachsene Klima wurde am 9. Februar durch eine Abstimmung in der Schweiz durcheinandergebracht. Das Schweizer Volk sprach sich f\u00fcr die Einf\u00fchrung von Immigrationskontingenten aus, was sich direkt auf die Grenzg\u00e4nger auswirken wird. Viele Mitarbeiter unserer Uhrenmarken wohnen n\u00e4mlich jenseits der Grenze in Frankreich und Italien. Dies k\u00f6nnte eine der gr\u00f6ssten wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche in den kommenden Jahren werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wirkungen<\/strong><\/p>\n<p>Der 24. SIHH fand vom 20. bis 24. Januar in Genf statt und deckte zwei grosse Trends auf. In der Uhrmacherei sind Mann und Frau fast gleichgestellt. Das Angebot f\u00fcr Damen ist heute ebenfalls sehr vielf\u00e4ltig, umfassend und von hoher Qualit\u00e4t. Die Herrenmodelle bestechen mit der Einf\u00fchrung zahlreicher kunsthandwerklich hoch anspruchsvoller Modelle durch Eleganz. Die Messe hat auch ihre Pilotfische: Viele Marken stellen in Genf aus, um von der Anwesenheit internationaler Einzelh\u00e4ndler zu profitieren. Bei der Ausgabe 2014 machten diese sich jedoch sehr rar. Viele unabh\u00e4ngige Marken beschlossen deshalb, der bisher als wichtigster Alternativanlass geltenden Geneva Time Exhibition fernzubleiben, die deshalb annulliert wurde. Die LVMH-Marken, die zu den grossen Akteuren der Parallelveranstaltung z\u00e4hlen, suchten Einzell\u00f6sungen. TAG Heuer pr\u00e4sentierte die Neuheiten nicht wie sonst in der Halle S\u00e9cheron, w\u00e4hrend Zenith und Hublot das Grand Hotel Kempinski in Beschlag nahmen. Dort schlug Jean-Claude Biver sein Hauptquartier auf. Der Hublot-Pr\u00e4sident ist nun f\u00fcr alle Uhrenmarken von LVMH zust\u00e4ndig. Ist diese Entscheidung auf die oben genannten Ergebnisse zur\u00fcckzuf\u00fchren?<\/p>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im ersten Quartal des Jahres hagelt es Finanzergebnisse. Die Uhrenkonzerne ver\u00f6ffentlichten ihre Zahlen in den vergangenen Wochen. Die Ergebnisse fallen sehr unterschiedlich aus. 2013 ist insgesamt gut verlaufen. Die Swatch Group erzielte einen um 8,3% h\u00f6heren Umsatz von insgesamt 8,8 Milliarden Franken und steigerte die Rentabilit\u00e4t um 22,8%. Bei LVMH ist die Lage komplexer. Die Uhren- und Schmucksparte verzeichnete einen Umsatzr\u00fcckgang von 2%, w\u00e4hrend sich die Betriebsmarge jedoch um 12% verbesserte. Bei Richemont wiesen die Ergebnisse f\u00fcr das dritte Quartal des Gesch\u00e4ftsjahres (das am 31. 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Februar durch eine Abstimmung in der Schweiz durcheinandergebracht. Das Schweizer Volk sprach sich f\u00fcr die Einf\u00fchrung von Immigrationskontingenten aus, was sich direkt auf die Grenzg\u00e4nger auswirken wird. Viele Mitarbeiter unserer Uhrenmarken wohnen n\u00e4mlich jenseits der Grenze in Frankreich und Italien. Dies k\u00f6nnte eine der gr\u00f6ssten wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche in den kommenden Jahren werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wirkungen<\/strong><\/p>\n<p>Der 24. SIHH fand vom 20. bis 24. Januar in Genf statt und deckte zwei grosse Trends auf. In der Uhrmacherei sind Mann und Frau fast gleichgestellt. Das Angebot f\u00fcr Damen ist heute ebenfalls sehr vielf\u00e4ltig, umfassend und von hoher Qualit\u00e4t. Die Herrenmodelle bestechen mit der Einf\u00fchrung zahlreicher kunsthandwerklich hoch anspruchsvoller Modelle durch Eleganz. Die Messe hat auch ihre Pilotfische: Viele Marken stellen in Genf aus, um von der Anwesenheit internationaler Einzelh\u00e4ndler zu profitieren. Bei der Ausgabe 2014 machten diese sich jedoch sehr rar. Viele unabh\u00e4ngige Marken beschlossen deshalb, der bisher als wichtigster Alternativanlass geltenden Geneva Time Exhibition fernzubleiben, die deshalb annulliert wurde. Die LVMH-Marken, die zu den grossen Akteuren der Parallelveranstaltung z\u00e4hlen, suchten Einzell\u00f6sungen. TAG Heuer pr\u00e4sentierte die Neuheiten nicht wie sonst in der Halle S\u00e9cheron, w\u00e4hrend Zenith und Hublot das Grand Hotel Kempinski in Beschlag nahmen. Dort schlug Jean-Claude Biver sein Hauptquartier auf. Der Hublot-Pr\u00e4sident ist nun f\u00fcr alle Uhrenmarken von LVMH zust\u00e4ndig. 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