{"id":8050,"date":"2014-11-17T14:56:56","date_gmt":"2014-11-17T13:56:56","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=8050"},"modified":"2014-11-17T14:56:56","modified_gmt":"2014-11-17T13:56:56","slug":"girard-perregaux-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/business-n-de\/interview-3\/girard-perregaux-12.html","title":{"rendered":"Girard-Perregaux : Michele Sofisti"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\"><strong>Was hat GP der Goldene Zeiger am Grand Prix d\u2019Horlogerie de Gen\u00e8ve eingetragen?<\/strong><\/p>\n<p>Viel Anerkennung und Sichtbarkeit. Dieser Preis bedeutet eine grosse Anerkennung f\u00fcr die technologische Meisterleistung der konstanten Hemmung* von Girard-Perregaux, die in den vergangenen zweieinhalb Jahren vorgenommene Neupositionierung der Marke sowie die f\u00fcr die Integration unserer Manufaktur get\u00e4tigten Investitionen. Dieses Rampenlicht kam f\u00fcr uns zum idealen Zeitpunkt, da wir gerade dabei waren, unser Vertriebsnetz grossfl\u00e4chig umzustrukturieren. Die sich daraus ergebende Sichtbarkeit ist f\u00fcr unsere internationalen Vertriebspartner sehr positiv, denn sie, unsere Teams und die \u00d6ffentlichkeit haben viel dar\u00fcber gesprochen. Es handelt sich wirklich um den Oscar der Uhrmacherei, und den gewinnt man nicht durch Zufall.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zahlen sich Ihre Investitionen in Forschung und<br \/>\nEntwicklung bereits aus?<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind vor allem sehr stolz darauf, die ersten Zeitmesser mit konstanter Hemmung entwickelt, gefertigt und verkauft zu haben. Da es noch keine Fachliteratur oder Referenzen auf diesem Gebiet gibt, betreten wir Neuland und haben die Ehre sowie auch die Verantwortung, dieses neue Kapitel der Uhrmachergeschichte zu schreiben. Wir stehen nat\u00fcrlich erst noch ganz am Anfang des Prozesses, diesen Mechanismus f\u00fcr eine gr\u00f6ssere Serienproduktion zuverl\u00e4ssig zu machen. Das braucht Zeit. Wir m\u00f6chten ihn auch noch weiterentwickeln und eine Komplikation hinzuf\u00fcgen. Gleichzeitig streben wir nach einer Verkleinerung des ganzen Systems, das heute ein Geh\u00e4use mit einem Durchmesser von 48 mm voraussetzt. Wir sind also noch nicht so weit, dass wir alle unsere Kollektionen mit einer konstanten Hemmung ausr\u00fcsten k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><strong>GP setzt f\u00fcr das Image auf die hohe Uhrmacherkunst, doch wie generieren Sie die Verkaufsvolumen?<\/strong><\/p>\n<p>Die hohe Uhrmacherkunst z\u00e4hlt nicht nur f\u00fcr das Image, sondern auch f\u00fcr den Umsatz, denn sie macht 30% der Verk\u00e4ufe aus! Wir haben in diesem Segment grosse Anstrengungen f\u00fcr die Zusammenlegung unserer Kompetenzen unternommen, um die grossen Komplikationen intern fertigen zu k\u00f6nnen. Aus diesem Grund konnten wir in weniger als drei Jahren sechs Neuheiten mit Komplikationen f\u00fcr Damen und Herren pr\u00e4sentieren, darunter auch den N\u00e9o Tourbillon sous Trois Ponts und den Tourbillon Tri-Axial. Nur wenige Manufakturen k\u00f6nnen in so kurzer Zeit ein solches Ergebnis vorweisen. Bez\u00fcglich der Volumen ist die Linie 1966 mit vier Modellen unter den Top Ten \u00fcberall der Bestseller. Diese Serie kommt gleichermassen gut in Amerika, Asien und Europa an. Dann folgt die Kollektion Vintage. Doch auch unsere sportlicheren Modelle sowie die Lifestyle- und Damen-Zeitmesser laufen gut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sind Damenuhren die n\u00e4chste grosse Baustelle?<\/strong><\/p>\n<p>Alles zu seiner Zeit. Unsere 30-monatige Baustelle f\u00fcr Produkte und Komplikationen ist nun abgeschlossen. Beim Vertriebsnetz stecken wir aber noch mitten in der Umstrukturierung. Wir haben die H\u00e4lfte des Netzes erneuert und arbeiten jetzt in Deutschland, England, China, Mexiko und S\u00fcdostasien mit The Hour Glass zusammen. Langfristig werden es wohl insgesamt 600 sein. Die aktuellen 450 Einzelh\u00e4ndler m\u00fcssen aber priorit\u00e4r informiert werden, da viele die j\u00fcngsten Entwicklungen von Girard-Perregaux nicht mitverfolgt haben. Es ist umso wichtiger, ihnen genau zu erkl\u00e4ren, wof\u00fcr die Marke heute steht, da sie unsere Botschafter gegen\u00fcber den Endkunden sind. Wir haben deshalb aber die Damen nicht vergessen, zumal die emblematische Kollektion Cat\u2019s Eye an der Baselworld mit neuen Referenzen aufwartete. Wir verf\u00fcgen ausserdem \u00fcber eine 1966 Dames und eine Vintage mit einem der kleinsten Manufakturwerke des Markts. Das Damensegment bestreitet mehr als ein Viertel unseres Umsatzes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sponsoring scheint nicht mehr zu Ihrer Kommunikationsstrategie zu geh\u00f6ren?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, im Moment haben wir das Sponsoring auf Eis gelegt, da wir zuerst unsere Verkaufsstrategie neu definieren und die Botschaft auf unsere Berufung als Manufaktur ausgerichtet haben. Girard-Perregaux ist eine alte Marke mit einem jungen Team, das wir in den Vordergrund r\u00fccken wollten. Unsere Uhrmacher sind das Gesicht der Marke. Wir haben sie zu einer Weltreise mitgenommen und ihrem Talent ein Buch gewidmet. Das ist gleichzeitig interne und externe Kommunikation. Ausserdem haben wir mit Pers\u00f6nlichkeiten und interessanten Projekten zusammengespannt, die unsere Werte und Ideen in die Welt tragen. Wir nennen das \u00abIconic Partnerships\u00bb: Schutz der Ozeane mit den Rockefellers oder die Filmkunstakademie von Los Angeles, der wir beim Bau eines Museums helfen und die uns im Gegenzug ihr Archiv mit zw\u00f6lf Millionen Kinoaufnahmen zur Verf\u00fcgung stellt. Das ist viel Material, und wir organisieren Events rund um diese Themen, wie beispielsweise am Internationalen Filmfestival in Schanghai im Juni.<\/p><\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Was hat GP der Goldene Zeiger am Grand Prix d\u2019Horlogerie de Gen\u00e8ve eingetragen?<\/strong><\/p>\n<p>Viel Anerkennung und Sichtbarkeit. Dieser Preis bedeutet eine grosse Anerkennung f\u00fcr die technologische Meisterleistung der konstanten Hemmung* von Girard-Perregaux, die in den vergangenen zweieinhalb Jahren vorgenommene Neupositionierung der Marke sowie die f\u00fcr die Integration unserer Manufaktur get\u00e4tigten Investitionen. Dieses Rampenlicht kam f\u00fcr uns zum idealen Zeitpunkt, da wir gerade dabei waren, unser Vertriebsnetz grossfl\u00e4chig umzustrukturieren. Die sich daraus ergebende Sichtbarkeit ist f\u00fcr unsere internationalen Vertriebspartner sehr positiv, denn sie, unsere Teams und die \u00d6ffentlichkeit haben viel dar\u00fcber gesprochen. Es handelt sich wirklich um den Oscar der Uhrmacherei, und den gewinnt man nicht durch Zufall.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zahlen sich Ihre Investitionen in Forschung und<br \/>\nEntwicklung bereits aus?<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind vor allem sehr stolz darauf, die ersten Zeitmesser mit konstanter Hemmung entwickelt, gefertigt und verkauft zu haben. Da es noch keine Fachliteratur oder Referenzen auf diesem Gebiet gibt, betreten wir Neuland und haben die Ehre sowie auch die Verantwortung, dieses neue Kapitel der Uhrmachergeschichte zu schreiben. Wir stehen nat\u00fcrlich erst noch ganz am Anfang des Prozesses, diesen Mechanismus f\u00fcr eine gr\u00f6ssere Serienproduktion zuverl\u00e4ssig zu machen. Das braucht Zeit. Wir m\u00f6chten ihn auch noch weiterentwickeln und eine Komplikation hinzuf\u00fcgen. Gleichzeitig streben wir nach einer Verkleinerung des ganzen Systems, das heute ein Geh\u00e4use mit einem Durchmesser von 48 mm voraussetzt. Wir sind also noch nicht so weit, dass wir alle unsere Kollektionen mit einer konstanten Hemmung ausr\u00fcsten k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><strong>GP setzt f\u00fcr das Image auf die hohe Uhrmacherkunst, doch wie generieren Sie die Verkaufsvolumen?<\/strong><\/p>\n<p>Die hohe Uhrmacherkunst z\u00e4hlt nicht nur f\u00fcr das Image, sondern auch f\u00fcr den Umsatz, denn sie macht 30% der Verk\u00e4ufe aus! Wir haben in diesem Segment grosse Anstrengungen f\u00fcr die Zusammenlegung unserer Kompetenzen unternommen, um die grossen Komplikationen intern fertigen zu k\u00f6nnen. Aus diesem Grund konnten wir in weniger als drei Jahren sechs Neuheiten mit Komplikationen f\u00fcr Damen und Herren pr\u00e4sentieren, darunter auch den N\u00e9o Tourbillon sous Trois Ponts und den Tourbillon Tri-Axial. Nur wenige Manufakturen k\u00f6nnen in so kurzer Zeit ein solches Ergebnis vorweisen. Bez\u00fcglich der Volumen ist die Linie 1966 mit vier Modellen unter den Top Ten \u00fcberall der Bestseller. Diese Serie kommt gleichermassen gut in Amerika, Asien und Europa an. Dann folgt die Kollektion Vintage. Doch auch unsere sportlicheren Modelle sowie die Lifestyle- und Damen-Zeitmesser laufen gut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sind Damenuhren die n\u00e4chste grosse Baustelle?<\/strong><\/p>\n<p>Alles zu seiner Zeit. Unsere 30-monatige Baustelle f\u00fcr Produkte und Komplikationen ist nun abgeschlossen. Beim Vertriebsnetz stecken wir aber noch mitten in der Umstrukturierung. Wir haben die H\u00e4lfte des Netzes erneuert und arbeiten jetzt in Deutschland, England, China, Mexiko und S\u00fcdostasien mit The Hour Glass zusammen. Langfristig werden es wohl insgesamt 600 sein. Die aktuellen 450 Einzelh\u00e4ndler m\u00fcssen aber priorit\u00e4r informiert werden, da viele die j\u00fcngsten Entwicklungen von Girard-Perregaux nicht mitverfolgt haben. Es ist umso wichtiger, ihnen genau zu erkl\u00e4ren, wof\u00fcr die Marke heute steht, da sie unsere Botschafter gegen\u00fcber den Endkunden sind. Wir haben deshalb aber die Damen nicht vergessen, zumal die emblematische Kollektion Cat\u2019s Eye an der Baselworld mit neuen Referenzen aufwartete. Wir verf\u00fcgen ausserdem \u00fcber eine 1966 Dames und eine Vintage mit einem der kleinsten Manufakturwerke des Markts. Das Damensegment bestreitet mehr als ein Viertel unseres Umsatzes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sponsoring scheint nicht mehr zu Ihrer Kommunikationsstrategie zu geh\u00f6ren?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, im Moment haben wir das Sponsoring auf Eis gelegt, da wir zuerst unsere Verkaufsstrategie neu definieren und die Botschaft auf unsere Berufung als Manufaktur ausgerichtet haben. Girard-Perregaux ist eine alte Marke mit einem jungen Team, das wir in den Vordergrund r\u00fccken wollten. Unsere Uhrmacher sind das Gesicht der Marke. Wir haben sie zu einer Weltreise mitgenommen und ihrem Talent ein Buch gewidmet. Das ist gleichzeitig interne und externe Kommunikation. Ausserdem haben wir mit Pers\u00f6nlichkeiten und interessanten Projekten zusammengespannt, die unsere Werte und Ideen in die Welt tragen. 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