{"id":8113,"date":"2014-11-18T10:03:15","date_gmt":"2014-11-18T09:03:15","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=8113"},"modified":"2014-11-18T10:03:15","modified_gmt":"2014-11-18T09:03:15","slug":"louis-vuitton-27","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/business-n-de\/interview-3\/louis-vuitton-27.html","title":{"rendered":"Louis Vuitton : Hamdi Chatti"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\"><strong>Was bringt Ihnen die neue Manufaktur in Genf?<\/strong><\/p>\n<p>Eine Manufaktur ist an sich nichts Neues f\u00fcr uns, denn schliesslich besitzen wir bereits die Fabrique du Temps, L\u00e9man Cadrans sowie eine Geh\u00e4usefertigungsst\u00e4tte. Jetzt k\u00f6nnen wir all diese T\u00e4tigkeiten jedoch an einem Standort unter einem Dach vereinen. Neben den gesteigerten Produktionsm\u00f6glichkeiten sollte diese Zusammenlegung auch die Kreativit\u00e4t und den Schaffensdrang ankurbeln sowie den gesamten Prozess beschleunigen. Ich glaube, dass die permanente Symbiose zwischen Uhrmachern, Ingenieuren, Zifferblattbauern und Einschalern sch\u00f6ne Ideen hervorzaubern kann, die sich dann auch leichter umsetzen lassen. Die Genfer Verankerung ist nicht nur eine Hommage an die aus Genf stammende Fabrique du Temps. Die N\u00e4he des Flughafens wird auch den Austausch mit Paris sowie die Weiterbildung unserer Verk\u00e4ufer aus aller Herren L\u00e4nder vereinfachen. Ganz zu schweigen von der tragenden Rolle Genfs als internationaler Hochburg der hohen Uhrmacherkunst und der Nutzung des Genfer G\u00fctesiegels \u00abPoin\u00e7on de Gen\u00e8ve\u00bb, mit dem wir sicherlich einige unserer Modelle \u00fcber kurz oder lang versehen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche Entwicklungen planen Sie mittel- oder langfristig?<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben noch viel Raum f\u00fcr Anbauten, doch vorerst wollen wir sicherstellen, dass sich alle in diesen R\u00e4umlichkeiten wohl f\u00fchlen und sich die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit weiter entwickelt. Ich bin zuversichtlich, und doch gehen wir schrittweise vorw\u00e4rts!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was war der bedeutendste Meilenstein der letzten\u00a0<\/strong><strong>zehn Jahre in der Entwicklung von Louis Vuitton Horlogerie?<\/strong><\/p>\n<p>Das gr\u00f6sste Highlight war f\u00fcr Louis Vuitton in der Uhrmacherei die Entwicklung der Tambour 2002: starkes Design und ein Chronographenwerk mit Automatikaufzug \u2013 das war f\u00fcr unsere Uhrensparte der erste wichtige Schritt.<\/p>\n<p>Anschliessend folgte die Lancierung des pers\u00f6nlich gestaltbaren Tourbillons 2006-2007. Louis Vuitton \u00fcberraschte die Uhrmacherei und eroberte mit ihm ein neues Segment, gefolgt von der Myst\u00e9rieuse. Gleichzeitig wurde uns bewusst, dass wir bestimmte Berufe integrieren m\u00fcssen. Deshalb \u00fcbernahmen wir die Fabrique du Temps und L\u00e9man Cadrans und weihen nun heute diese neue Produktionsst\u00e4tte ein. Wir m\u00f6chten auf dieser Schiene weiterfahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auf welche Neuheiten sind Sie besonders stolz?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist schwer, nicht alle aufzuz\u00e4hlen. Die Escale Worldtime, die wir in diesem Fr\u00fchling in Basel pr\u00e4sentierten, verdient jedoch einen gesonderten Kommentar. Diese Uhr ist absolut einzigartig! Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt unserer Uhrmacher und der Abteilung Patrimoine, das in einer neuen Idee m\u00fcndete: Es ist die einzige Uhr der Welt mit Universalzeit, aber ohne Zeiger! Dennoch handelt es sich um einen Zeitmesser hoher Uhrmacherkunst, eher klassisch zu tragen, rund mit recht feinem Geh\u00e4use und doch anders.<\/p>\n<p>Die Kollektion Emprise, mit der wir in diesem Jahr ein f\u00fcr uns neues Segment erschlossen haben, ist als Formuhr ganz anders und geh\u00f6rt erstmals mit in den Juwelierbereich.<\/p>\n<p>Diese doppelte Kollektion aus dem Uhren- und Schmuckbereich ist uns auf den Leib geschrieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sind Sie im Schmuckbereich ebenso ehrgeizig wie in\u00a0<\/strong><strong>der Uhrmacherei?<\/strong><\/p>\n<p>Die Schmuckabteilung funktioniert bei Louis Vuitton sehr gut! Sie bereichert unser Uhrenangebot. Wenn wir in diesem Tempo weitermachen, k\u00f6nnen wir die Uhrmacherei sicherlich ein wenig aufmischen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Macht Sie Ihr integriertes Vertriebsnetz in diesen\u00a0<\/strong><strong>ungewissen Zeiten widerstandsf\u00e4higer oder anf\u00e4lliger?<\/strong><\/p>\n<p>Es handelt sich um einen fantastischen Vorteil, gerade jetzt. Die H\u00e4lfte unserer 460 weltweiten Boutiquen verf\u00fcgt \u00fcber ein Uhrenangebot, das die Kunden jetzt entdecken k\u00f6nnen, obwohl sie eigentlich die Ladent\u00fcr aufmachen, um Lederwaren, Pr\u00eat-\u00e0-porter-Mode, Schuhe oder Schmuck zu kaufen. Die Uhrenwelt von Louis Vuitton steht auch den Kunden weit offen, die bei Uhren nicht spontan an uns denken. Die Uhrmacherei leidet derzeit auf einigen M\u00e4rkten recht stark. Wir k\u00f6nnen aber mit unseren Boutiquen gut gegensteuern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche Herausforderung erwartet die Marke 2015?<\/strong><\/p>\n<p>Weiterhin die Herausforderung, Kunden zu interessieren, die nach herausragenden Produkten suchen. Produkte, die sie sonst nirgendwo finden.<\/p><\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Was bringt Ihnen die neue Manufaktur in Genf?<\/strong><\/p>\n<p>Eine Manufaktur ist an sich nichts Neues f\u00fcr uns, denn schliesslich besitzen wir bereits die Fabrique du Temps, L\u00e9man Cadrans sowie eine Geh\u00e4usefertigungsst\u00e4tte. Jetzt k\u00f6nnen wir all diese T\u00e4tigkeiten jedoch an einem Standort unter einem Dach vereinen. Neben den gesteigerten Produktionsm\u00f6glichkeiten sollte diese Zusammenlegung auch die Kreativit\u00e4t und den Schaffensdrang ankurbeln sowie den gesamten Prozess beschleunigen. Ich glaube, dass die permanente Symbiose zwischen Uhrmachern, Ingenieuren, Zifferblattbauern und Einschalern sch\u00f6ne Ideen hervorzaubern kann, die sich dann auch leichter umsetzen lassen. Die Genfer Verankerung ist nicht nur eine Hommage an die aus Genf stammende Fabrique du Temps. Die N\u00e4he des Flughafens wird auch den Austausch mit Paris sowie die Weiterbildung unserer Verk\u00e4ufer aus aller Herren L\u00e4nder vereinfachen. Ganz zu schweigen von der tragenden Rolle Genfs als internationaler Hochburg der hohen Uhrmacherkunst und der Nutzung des Genfer G\u00fctesiegels \u00abPoin\u00e7on de Gen\u00e8ve\u00bb, mit dem wir sicherlich einige unserer Modelle \u00fcber kurz oder lang versehen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche Entwicklungen planen Sie mittel- oder langfristig?<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben noch viel Raum f\u00fcr Anbauten, doch vorerst wollen wir sicherstellen, dass sich alle in diesen R\u00e4umlichkeiten wohl f\u00fchlen und sich die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit weiter entwickelt. Ich bin zuversichtlich, und doch gehen wir schrittweise vorw\u00e4rts!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was war der bedeutendste Meilenstein der letzten\u00a0<\/strong><strong>zehn Jahre in der Entwicklung von Louis Vuitton Horlogerie?<\/strong><\/p>\n<p>Das gr\u00f6sste Highlight war f\u00fcr Louis Vuitton in der Uhrmacherei die Entwicklung der Tambour 2002: starkes Design und ein Chronographenwerk mit Automatikaufzug \u2013 das war f\u00fcr unsere Uhrensparte der erste wichtige Schritt.<\/p>\n<p>Anschliessend folgte die Lancierung des pers\u00f6nlich gestaltbaren Tourbillons 2006-2007. Louis Vuitton \u00fcberraschte die Uhrmacherei und eroberte mit ihm ein neues Segment, gefolgt von der Myst\u00e9rieuse. Gleichzeitig wurde uns bewusst, dass wir bestimmte Berufe integrieren m\u00fcssen. Deshalb \u00fcbernahmen wir die Fabrique du Temps und L\u00e9man Cadrans und weihen nun heute diese neue Produktionsst\u00e4tte ein. Wir m\u00f6chten auf dieser Schiene weiterfahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auf welche Neuheiten sind Sie besonders stolz?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist schwer, nicht alle aufzuz\u00e4hlen. Die Escale Worldtime, die wir in diesem Fr\u00fchling in Basel pr\u00e4sentierten, verdient jedoch einen gesonderten Kommentar. Diese Uhr ist absolut einzigartig! Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt unserer Uhrmacher und der Abteilung Patrimoine, das in einer neuen Idee m\u00fcndete: Es ist die einzige Uhr der Welt mit Universalzeit, aber ohne Zeiger! Dennoch handelt es sich um einen Zeitmesser hoher Uhrmacherkunst, eher klassisch zu tragen, rund mit recht feinem Geh\u00e4use und doch anders.<\/p>\n<p>Die Kollektion Emprise, mit der wir in diesem Jahr ein f\u00fcr uns neues Segment erschlossen haben, ist als Formuhr ganz anders und geh\u00f6rt erstmals mit in den Juwelierbereich.<\/p>\n<p>Diese doppelte Kollektion aus dem Uhren- und Schmuckbereich ist uns auf den Leib geschrieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sind Sie im Schmuckbereich ebenso ehrgeizig wie in\u00a0<\/strong><strong>der Uhrmacherei?<\/strong><\/p>\n<p>Die Schmuckabteilung funktioniert bei Louis Vuitton sehr gut! Sie bereichert unser Uhrenangebot. Wenn wir in diesem Tempo weitermachen, k\u00f6nnen wir die Uhrmacherei sicherlich ein wenig aufmischen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Macht Sie Ihr integriertes Vertriebsnetz in diesen\u00a0<\/strong><strong>ungewissen Zeiten widerstandsf\u00e4higer oder anf\u00e4lliger?<\/strong><\/p>\n<p>Es handelt sich um einen fantastischen Vorteil, gerade jetzt. Die H\u00e4lfte unserer 460 weltweiten Boutiquen verf\u00fcgt \u00fcber ein Uhrenangebot, das die Kunden jetzt entdecken k\u00f6nnen, obwohl sie eigentlich die Ladent\u00fcr aufmachen, um Lederwaren, Pr\u00eat-\u00e0-porter-Mode, Schuhe oder Schmuck zu kaufen. Die Uhrenwelt von Louis Vuitton steht auch den Kunden weit offen, die bei Uhren nicht spontan an uns denken. Die Uhrmacherei leidet derzeit auf einigen M\u00e4rkten recht stark. Wir k\u00f6nnen aber mit unseren Boutiquen gut gegensteuern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche Herausforderung erwartet die Marke 2015?<\/strong><\/p>\n<p>Weiterhin die Herausforderung, Kunden zu interessieren, die nach herausragenden Produkten suchen. 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