{"id":8326,"date":"2014-11-20T09:00:03","date_gmt":"2014-11-20T08:00:03","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=8326"},"modified":"2014-11-19T16:40:51","modified_gmt":"2014-11-19T15:40:51","slug":"anne-sophie-guerra-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/lady-de-2\/lady-de\/anne-sophie-guerra-3.html","title":{"rendered":"Anne-Sophie Guerra : H\u00fcterin des Erbguts"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\"><strong>Cartier, Chopard, Roger Dubuis und Vacheron Constantin<\/strong> versehen ihre Uhren mit dem Genfer G\u00fctesiegel als Standard f\u00fcr Exzellenz und Nachweis der Fertigungsqualit\u00e4t von Werken und Ausstattungen mit extrem strengen, von Timelab kontrollierten Kriterien. Die fr\u00fchere Markierung erwies sich f\u00fcr extrem d\u00fcnne Bestandteile manchmal als nicht geeignet, weshalb Timelab ab sofort eine von der Firma Phasis, einem Spin-off der Universit\u00e4t Genf, entwickelte und patentierte Technologie verwendet, die die Oberfl\u00e4che von bisweilen winzig kleinen Metallteilen nur im mikroskopischen Bereich ver\u00e4ndert. Wie Anne-Sophie Guerra weiter erkl\u00e4rt, definiert diese Nanostrukturmarkierung ohne Kontakt, Materialabtragung oder Kantenbildung nach der Gravur die Linien des G\u00fctesiegels noch klarer und verbessert die \u00c4sthetik. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Teile aus Hart- oder Edelmetallen sind. Ausserdem bietet diese neue Technologie einen guten Schutz gegen F\u00e4lschungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bevor Anne-Sophie Guerra im Fr\u00fchling ad interim die Leitung von Timelab \u00fcbernahm, zeichnete sie f\u00fcr das Projekt f\u00fcr sensorielle Metrologie verantwortlich, das die visuelle Kontrolle der Fertigungsqualit\u00e4t des Genfer G\u00fctesiegels definiert. Ihre Aufgabe war es, leichte M\u00e4ngel an ansonsten regelkonformen Teilen wie Flecken zu beschreiben und eine Methode zu finden, um zu entscheiden, ob sie das G\u00fctesiegel erhalten oder nicht. Timelab erkannte ihre Kompetenz sowie ihre Erfahrungen in diesem Bereich als Mitarbeiterin von Patek Philippe, d.h. der Marke, bei der sie im Rahmen ihrer Doktorarbeit von 2005 bis 2008 eine Methodik f\u00fcr die Entwicklung dieser visuellen Kriterien erarbeitete. Nachdem die ber\u00fchmteste Manufaktur der Welt, die in der Zwischenzeit ihr eigenes G\u00fctesiegel eingef\u00fchrt hat, die Ergebnisse ihrer Doktorarbeit umgesetzt hatte, half sie bis 2011 bei der Schulung von 600 Mitarbeitern f\u00fcr die Anwendung dieser Kriterien. Anschliessend wurde sie von Patek Philippe zur Verantwortlichen f\u00fcr die Qualit\u00e4tssicherung ernannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anne-Sophie Guerra m\u00f6chte das Genfer G\u00fctesiegel \u00abPoin\u00e7on de Gen\u00e8ve\u00bb innovativer machen und die Entwicklung des Uhrenlabors (das die Marken mit der Durchf\u00fchrung von Konformit\u00e4tstests sowie der Homologation von Produkten beauftragen) sowie des im April eingeweihten Observatoire Chronom\u00e9trique de Gen\u00e8ve vorantreiben. Dieses zertifiziert vor allem die chronometrischen Leistungen sowie die Dichtigkeit, Gangreserve und Magnetresistenz von Zeitmessern.<\/p><\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Cartier, Chopard, Roger Dubuis und Vacheron Constantin<\/strong> versehen ihre Uhren mit dem Genfer G\u00fctesiegel als Standard f\u00fcr Exzellenz und Nachweis der Fertigungsqualit\u00e4t von Werken und Ausstattungen mit extrem strengen, von Timelab kontrollierten Kriterien. Die fr\u00fchere Markierung erwies sich f\u00fcr extrem d\u00fcnne Bestandteile manchmal als nicht geeignet, weshalb Timelab ab sofort eine von der Firma Phasis, einem Spin-off der Universit\u00e4t Genf, entwickelte und patentierte Technologie verwendet, die die Oberfl\u00e4che von bisweilen winzig kleinen Metallteilen nur im mikroskopischen Bereich ver\u00e4ndert. Wie Anne-Sophie Guerra weiter erkl\u00e4rt, definiert diese Nanostrukturmarkierung ohne Kontakt, Materialabtragung oder Kantenbildung nach der Gravur die Linien des G\u00fctesiegels noch klarer und verbessert die \u00c4sthetik. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Teile aus Hart- oder Edelmetallen sind. Ausserdem bietet diese neue Technologie einen guten Schutz gegen F\u00e4lschungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bevor Anne-Sophie Guerra im Fr\u00fchling ad interim die Leitung von Timelab \u00fcbernahm, zeichnete sie f\u00fcr das Projekt f\u00fcr sensorielle Metrologie verantwortlich, das die visuelle Kontrolle der Fertigungsqualit\u00e4t des Genfer G\u00fctesiegels definiert. Ihre Aufgabe war es, leichte M\u00e4ngel an ansonsten regelkonformen Teilen wie Flecken zu beschreiben und eine Methode zu finden, um zu entscheiden, ob sie das G\u00fctesiegel erhalten oder nicht. Timelab erkannte ihre Kompetenz sowie ihre Erfahrungen in diesem Bereich als Mitarbeiterin von Patek Philippe, d.h. der Marke, bei der sie im Rahmen ihrer Doktorarbeit von 2005 bis 2008 eine Methodik f\u00fcr die Entwicklung dieser visuellen Kriterien erarbeitete. Nachdem die ber\u00fchmteste Manufaktur der Welt, die in der Zwischenzeit ihr eigenes G\u00fctesiegel eingef\u00fchrt hat, die Ergebnisse ihrer Doktorarbeit umgesetzt hatte, half sie bis 2011 bei der Schulung von 600 Mitarbeitern f\u00fcr die Anwendung dieser Kriterien. Anschliessend wurde sie von Patek Philippe zur Verantwortlichen f\u00fcr die Qualit\u00e4tssicherung ernannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anne-Sophie Guerra m\u00f6chte das Genfer G\u00fctesiegel \u00abPoin\u00e7on de Gen\u00e8ve\u00bb innovativer machen und die Entwicklung des Uhrenlabors (das die Marken mit der Durchf\u00fchrung von Konformit\u00e4tstests sowie der Homologation von Produkten beauftragen) sowie des im April eingeweihten Observatoire Chronom\u00e9trique de Gen\u00e8ve vorantreiben. 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