{"id":9897,"date":"2015-10-15T10:19:49","date_gmt":"2015-10-15T09:19:49","guid":{"rendered":"http:\/\/preprod.gmtmag.com\/?p=9897"},"modified":"2015-10-15T10:19:49","modified_gmt":"2015-10-15T09:19:49","slug":"patek-philippe-nautilus-ref-57111r-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmtmag.com\/de\/technik-n-de\/banc_essai-3\/patek-philippe-nautilus-ref-57111r-3.html","title":{"rendered":"Patek Philippe Nautilus Ref. 5711\/1R"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contenu_article\"><strong>Ausstattung:<\/strong><\/p>\n<p>Jedermann weiss, dass wir das Design dieser herrlichen Nautilus dem genialen G\u00e9rald Genta verdanken. Das Profil dieser Referenz ist f\u00fcr den Stardesigner der 70er-Jahre typisch. Viele seiner Kreationen aus der damaligen Zeit sind immer noch im aktuellen Katalog verschiedener prestigetr\u00e4chtiger Marken zu finden. Die meisten von ihnen sind \u00fcber die letzten 40 Jahre zu echten Kultmodellen geworden. Die Designabteilungen der Marken m\u00fcssen folglich nur noch die Abmessungen des Geh\u00e4uses an die Werksentwicklungen und die hinzugef\u00fcgten Funktionen anpassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Nautilus liess sich das Designgenie wie ihr Name besagt vom sagenumwobenen Schiff von Kapit\u00e4n Nemo inspirieren. Die L\u00fcnette erinnert von der \u00c4sthetik her an ein Bullauge, das auch hohem Druck standh\u00e4lt (12 bar wie beim Originalmodell). Puristen werden den neu verschraubten Boden mit Saphirglas bedauern, doch die Nautilus \u00fcberzeugt weiterhin durch perfekte Abmessungen, eine f\u00fcr ihre Wasserdichte ideale H\u00f6he sowie einen beispielhaften Tragekomfort.<\/p>\n<p>Das Zifferblatt ziert nach wie vor das gleiche Dekor wie 1976. Die Vollendungen wie die schokoladefarbenen Goldzeiger \u2013 eine der wenigen Neuerungen dieses Zeitmessers \u2013 sind beispielhaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Werk:<\/strong><\/p>\n<p>Das Automatikkaliber 324 SC mit zentraler Sekunde und Scheibendatum entspricht nicht mehr dem Originalmodell, ist aber bereits seit einigen Jahren sturmerprobt. R\u00e4derwerk und Automatikaufzug sind traditionell aufgebaut und haben sich seit Langem bei Patek Philippe bew\u00e4hrt. Nichts Neues, ausser dass man immer wieder aufs Neue von der Sch\u00f6nheit der beispielhaften Vollendungen geblendet ist. Dekorationen nach den Regeln der Kunst ohne Protz: Genfer Streifen, Perlierung sowie Anglierung von Stahlkanten und Br\u00fccken. Die ber\u00fchmte \u00abGenfer Qualit\u00e4t\u00bb ist allgegenw\u00e4rtig, aber so diskret, dass auch Calvin nichts dagegen einzuwenden gehabt h\u00e4tte. Diese Schlichtheit verr\u00e4t aber nichtsdestotrotz offensichtliche Zeichen der Industrialisierung.<\/p>\n<p>Dennoch sind alle in den vergangenen Jahren vom Forschungslabor von Patek Philippe entwickelten technologischen Neuerungen vorhanden, nur f\u00fcr das Auge des Laien unsichtbar. Sie konzentrieren sich vor allem auf Hemmung und Regulierorgan. Hier finden wir die vierarmige Gyromax\u00ae-Unruh mit ihren dynamisch einstellbaren Fliehgewichten sowie die Spiromax\u00ae-Spirale in Silinvar\u00ae, die eine Frequenz von 28 800 Halbschwingungen pro Stunde garantieren. Auch wenn wir derzeit noch nicht gen\u00fcgend Erfahrung bez\u00fcglich des Alterungsverhaltens dieser neuen Bestandteile haben, ist ihr Beitrag zu einer verbesserten Zeitmessung unbestreitbar. Das Kaliber 324 SC besitzt das in Bezug auf Pr\u00e4zision h\u00f6chst anspruchsvolle G\u00fctesiegel von Patek Philippe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tests:<\/strong><\/p>\n<p>Das Niederschreiben der Testergebnisse w\u00fcrde die chronometrischen Leistungen nicht so eindrucksvoll widerspiegeln wie allein das Pr\u00e4zisionsgef\u00fchl, das die Uhr an sich verstr\u00f6mt. Das G\u00fctesiegel von Patek Philippe fordert eine Ganggenauigkeit von -3 bis +5 Sekunden pro Tag! Die Amplituden sind nicht \u00fcberm\u00e4ssig, sodass die Gefahr des Prellens gebannt ist, lagen aber trotzdem bei allen Messungen \u00fcber 255\u00b0. Das grosse Tr\u00e4gheitsmoment der Unruh tr\u00e4gt sicherlich massgeblich dazu bei. Die von uns gemessene Gangreserve betrug 38 Stunden, was in der Mitte der vom Hersteller angegebenen Bandbreite liegt. Die Leistung des Automatikaufzugs ist bemerkenswert, und die Schwungmasse in 21 Karat Gold optimiert noch die Effizienz des R\u00e4derwerks.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><\/p>\n<p>Diese Nautilus erf\u00fcllt alle Kriterien der hohen Uhrmacherkunst sowie der Marke selbst. Angesichts der herausragenden und arbeitsintensiven Weiterentwicklungen der Marke in den vergangenen Jahren im Hinblick auf den 175. Geburtstag gehen wir davon aus, dass Patek Philippe auch dieses Wahrzeichenmodell mit einigen von ihnen noch weiter verbessern wird. W\u00e4re das nicht ein legitimer Anspruch an eine Marke, die seit Jahrzehnten die Messlatte f\u00fcr Meisterhaftigkeit immer h\u00f6her legt?<\/p><\/div>\n<p><\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Ausstattung:<\/strong><\/p>\n<p>Jedermann weiss, dass wir das Design dieser herrlichen Nautilus dem genialen G\u00e9rald Genta verdanken. Das Profil dieser Referenz ist f\u00fcr den Stardesigner der 70er-Jahre typisch. Viele seiner Kreationen aus der damaligen Zeit sind immer noch im aktuellen Katalog verschiedener prestigetr\u00e4chtiger Marken zu finden. Die meisten von ihnen sind \u00fcber die letzten 40 Jahre zu echten Kultmodellen geworden. Die Designabteilungen der Marken m\u00fcssen folglich nur noch die Abmessungen des Geh\u00e4uses an die Werksentwicklungen und die hinzugef\u00fcgten Funktionen anpassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Nautilus liess sich das Designgenie wie ihr Name besagt vom sagenumwobenen Schiff von Kapit\u00e4n Nemo inspirieren. Die L\u00fcnette erinnert von der \u00c4sthetik her an ein Bullauge, das auch hohem Druck standh\u00e4lt (12 bar wie beim Originalmodell). Puristen werden den neu verschraubten Boden mit Saphirglas bedauern, doch die Nautilus \u00fcberzeugt weiterhin durch perfekte Abmessungen, eine f\u00fcr ihre Wasserdichte ideale H\u00f6he sowie einen beispielhaften Tragekomfort.<\/p>\n<p>Das Zifferblatt ziert nach wie vor das gleiche Dekor wie 1976. Die Vollendungen wie die schokoladefarbenen Goldzeiger \u2013 eine der wenigen Neuerungen dieses Zeitmessers \u2013 sind beispielhaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Werk:<\/strong><\/p>\n<p>Das Automatikkaliber 324 SC mit zentraler Sekunde und Scheibendatum entspricht nicht mehr dem Originalmodell, ist aber bereits seit einigen Jahren sturmerprobt. R\u00e4derwerk und Automatikaufzug sind traditionell aufgebaut und haben sich seit Langem bei Patek Philippe bew\u00e4hrt. Nichts Neues, ausser dass man immer wieder aufs Neue von der Sch\u00f6nheit der beispielhaften Vollendungen geblendet ist. Dekorationen nach den Regeln der Kunst ohne Protz: Genfer Streifen, Perlierung sowie Anglierung von Stahlkanten und Br\u00fccken. Die ber\u00fchmte \u00abGenfer Qualit\u00e4t\u00bb ist allgegenw\u00e4rtig, aber so diskret, dass auch Calvin nichts dagegen einzuwenden gehabt h\u00e4tte. Diese Schlichtheit verr\u00e4t aber nichtsdestotrotz offensichtliche Zeichen der Industrialisierung.<\/p>\n<p>Dennoch sind alle in den vergangenen Jahren vom Forschungslabor von Patek Philippe entwickelten technologischen Neuerungen vorhanden, nur f\u00fcr das Auge des Laien unsichtbar. Sie konzentrieren sich vor allem auf Hemmung und Regulierorgan. Hier finden wir die vierarmige Gyromax\u00ae-Unruh mit ihren dynamisch einstellbaren Fliehgewichten sowie die Spiromax\u00ae-Spirale in Silinvar\u00ae, die eine Frequenz von 28 800 Halbschwingungen pro Stunde garantieren. Auch wenn wir derzeit noch nicht gen\u00fcgend Erfahrung bez\u00fcglich des Alterungsverhaltens dieser neuen Bestandteile haben, ist ihr Beitrag zu einer verbesserten Zeitmessung unbestreitbar. Das Kaliber 324 SC besitzt das in Bezug auf Pr\u00e4zision h\u00f6chst anspruchsvolle G\u00fctesiegel von Patek Philippe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tests:<\/strong><\/p>\n<p>Das Niederschreiben der Testergebnisse w\u00fcrde die chronometrischen Leistungen nicht so eindrucksvoll widerspiegeln wie allein das Pr\u00e4zisionsgef\u00fchl, das die Uhr an sich verstr\u00f6mt. Das G\u00fctesiegel von Patek Philippe fordert eine Ganggenauigkeit von -3 bis +5 Sekunden pro Tag! Die Amplituden sind nicht \u00fcberm\u00e4ssig, sodass die Gefahr des Prellens gebannt ist, lagen aber trotzdem bei allen Messungen \u00fcber 255\u00b0. Das grosse Tr\u00e4gheitsmoment der Unruh tr\u00e4gt sicherlich massgeblich dazu bei. 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