Auf der Suche nach den verlorenen Zeiten

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Die am 11. und 12. November von Phillips, Bacs & Russo im Genfer Hotel La Réserve organisierte Uhrenauktion kündigt sich erneut vielversprechend an. Qualität, Seltenheit und sorgfältig ausgewählte Themen geben sich ein Stelldichein.

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Omega. A historically important and unique stainless steel prototype tourbillon wristwatch, manufactured in 1947 ESTIMATE : CHF 100,000 – 200,000.–

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Patek Philippe. An extremely rare, attractive and exceptionally well preserved pink gold perpetual calendar chronograph wristwatch with moonphases, reference 2499, manufactured in 1971. ESTIMATE : CHF 1,500,000 – 3,000,000.–

Die Welt der Uhrensammler befindet sich wieder in vollem Aufruhr, denn das Auktionshaus Phillips, Bacs & Russo hat auch für diese Ausgabe seltene und schlicht atemberaubende Glanzstücke ausfindig gemacht. Die lediglich 150 Lose erforderten eine strenge Auswahl, und nur die Besten Stücke kamen in Frage. Dieses Mal steht ein ganz besonderes Thema im Mittelpunkt. Der erste Auktionstag ist den Chronographen von Tag Heuer aus den Jahren 1961 bis 1982 gewidmet, in denen der geniale Jack Heuer die Marke leitete.

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Patek Philippe. An extremely rare, beautiful and historically important white gold perpetual calendar wristwatch with centre seconds and moonphases, reference 2497, manufactured in 1954. ESTIMATE : CHF 1,500,000 – 3,000,000.–

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Autavia “Big Sub” ref.2446M. An extremely rare and fine stainless steel chronograph wristwatch with big subsidiary dials and large bezel accompanied by its Original Certificate of Guarantee. ESTIMATE : CHF 80,000-120,000.–

Angeboten werden ungefähr 40 Exemplare aus den Sammlungen von Richard Crosthwaite und Paul Gavin, zwei grossen Bewunderern der Marke und Autoren von Referenzwerken über deren Kreationen. Unter diesen emblematischen Uhren werden einige ganz besonders begehrt sein, z. B. die Carrera aus den 70er-Jahren, die speziell für den sagenumwobenen Indianapolis Motor Speedway geschaffen und damals nur in den Boutiquen der Rennstrecke verkauft wurde. Oder das Los Nr. 3, eine äusserst seltene Autavia «Big Sub» von 1962 mit den drei übergrossen Zifferblättern und den Schwertzeigern, die auf CHF 80 000.– bis CHF 120 000.– geschätzt wird. Sie wird die Königin der Auktion sein. Erwähnenswert ist ebenfalls die Versteigerung einer anderen sehr besonderen Uhr. Sie ist noch neu und ein Geschenk von Tag Heuer an die Vereinigung Save the Children: die Autavia Anniversaire Jack Heuer N°01.

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Rolex. An exceptionally fine, rare and important pink gold triple calendar wristwatch with moonphases and two-tone dial, reference 6062, manufactured in 1953. ESTIMATE : CHF 400,000 – 800,000.–

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Carrera “Indianapolis Speedway” ref 3147N. A fine and extremely rare stainless steel calendar chronograph wristwatch with black dial made for the Indianapolis Speedway shop. ESTIMATE : CHF 20,000 – 30,000.–

Was kann man über die weiteren rund 100 Lose sagen, die am zweiten Tag angeboten werden? Es werden viele wunderbare Meisterstücke enthüllt, die nicht zu unterschätzen sind. Besondere Beachtung verdienen zwei Exemplare der Rolex Explorer, die an den Handgelenken der Bergsteiger John Gill und George Band den Himalaja bestiegen haben: die einmalige Daytona in Gelbgold mit blauem Zifferblatt und vor allem die äusserst seltene 6062 mit Volldatum und Oyster-Gehäuse in Roségold, deren Zifferblatt neben den Indexen die arabischen Ziffern 3 und 6 aufweist. Es gibt davon nur drei bekannte Exemplare.

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Monaco “Dark Lord” ref.740.303N A very rare square shaped black PVD-coated stainless steel chronograph wristwatch with black dial, two subsidiary registers, date at 6 o’clock, orange chronograph hands, box, guarantee booklet and hang tag. ESTIMATE : CHF 35,000 – 50,000.–

Die unbestrittenen Stars dieser Auflage werden ohne jeden Zweifel die Patek-Philippe-Uhren mit aussergewöhnlichen Losen sein. Zu ihnen gehören der ewige Kalender 2497 in Weissgold mit umgekehrter Cyclope-Lupe über dem Datum, von dem nur drei Exemplare bekannt sind, oder die Heure Universelle mit zwei Kronen und «Cottier-System», deren zehntes bekanntes Exemplar erst gerade wiedergefunden wurde. Und dennoch wird das Starlos mit Sicherheit der Chronograph 2499 in Roségold mit ewigem Kalender als würdiger Nachfolger des 1518 sein, dessen Zifferblatt – in diesem Fall ohne Tachometerskala – eine aussergewöhnliche Lesbarkeit und Öffnung bietet. Da bis dato nur sechs Exemplare bekannt sind, werden sich zweifellos viele Hände für dieses Stück heben. So viel zu den Highlights, aber es gibt an diesem zweiten Tag noch viel mehr Schätze zu entdecken! Andere Marken, andere Welten und andere Versuchungen, die unsere Vernunft gewiss für einen Moment auf Eis legen werden.

Der Uhrenfachmann mit Schriftstellertalent trägt unter einem Pseudonym zu unserer Beilage über Les Ateliers an der Baselworld bei.

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