Focus: VACHERON CONSTANTIN

Uhr der zwei Geschwindigkeiten

Vacheron Constantin steht im Ruf, eine brave und klassische Marke zu sein. Nun straft sie dieses Klischee Lügen und offenbart eine radikale Neuerung in Form einer Uhr mit zwei Geschwindigkeiten und einem neuartig modernen Design. Durch Betätigen eines Drückers wechselt die Traditionnelle Twin Beat Ewiger Kalender die Frequenz und damit auch ihre Gangautonomie. Dafür ist sie mit einer einzigen, aus einem doppeltem Federhaus bestehenden Energiequelle ausgestattet. Dann ist alles anders: Zwei verschiedene Räderwerke sind jeweils mit einem anderen Regulierorgan verbunden. Das erste funktioniert mit 5 Hz oder 36 000 Halbschwingungen pro Stunde. Vacheron Constantin greift zum ersten Mal auf diese hohe Frequenz zurück, die die Ganggenauigkeit der Uhr weniger stossempfindlich macht. Sie ist der aktiven Tragezeit am Handgelenk vorbehalten, während der die Uhr über eine Gangautonomie von vier Tagen verfügt. Das zweite Regulierorgan schwingt mit der ausserordentlich niedrigen Frequenz von 1,2 Hz (8640 Halbschwingungen pro Stunde). Die langsame Gangart verbraucht wenig Energie, sodass die Uhr eine Gangreserve von 65 Tagen erreicht. Dieser Modus ist für die Uhr im Ruhezustand gedacht, wenn sie nicht getragen wird. Doch damit nicht genug: Die Twin Beat wird sowohl während der vier als auch während der 65 Tage ihrer Aufgabe als ewiger Kalender gerecht. Eine Uhr, die auch nach zwei Monaten Urlaub immer noch die richtige Uhrzeit und das richtige Datum anzeigt? Doppelt genäht hält einfach besser!

Brice Lechevalier ist Chefredakteur und Mitbegründer von GMT (2000) sowie Skippers (2001) und leitet WorldTempus seit der Integration in das Unternehmen GMT Publishing als Ko-Aktionär. 2012 entwickelte er die Geneva Watch Tour. Seit 2011 dient er als Berater des Grand Prix d’Horlogerie de Genève. Im Bereich des Segelsports zeichnet er seit 2003 für die Veröffentlichung der Zeitschrift der Socitété Nautique de Genève verantwortlich. Er ist ferner Mitbegründer des 2009 ins Leben gerufenen SUI Sailing Awards (offizieller Schweizer Segelpreis) sowie des 2015 erstmals durchgeführten Concours d’Elégance für Motorboote des Cannes Yachting Festival.

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